Probleme mit meinem Hund

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Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum.

Ich habe einen Schäferhund und mit dem ziemliche Probleme:
1.) Er bellt oft des Nachts, daher muß er nachts im Haus bleiben, weil sich die Nachbarn aufregen.
2.) Er bellt oft, wenn ich nicht zuhause bin (leider bin ich 12 Stunden am Tag außer Haus).
3.) Er darf nicht mehr unbeaufsichtigt in den Garten, weil ein Nachbar Angst vor ihm hat.
4.) Er markiert im Haus.
5.) Er bedient sich selber am Eßtisch, man muß aufpassen wie ein Schießhund.
6.) Er folgt so gut wie gar nicht auf Kommandos.
7.) Gassi gehen mit ihm ist praktisch unmöglich, weil er dermaßen an der Leine reißt und sich Halsband und Beißkorb abstreift.
8.) Mit ihm in die Hundeschule gehen, ist kaum möglich, weil sich das Taxi meistens weigert, ihn zu transportieren.
9.) Er erkennt mich nicht als Herrchen an.

Vor längerer Zeit habe ich schon in einem anderen Forum über die Probleme geschrieben. Dort wurde mir geraten, den Hund in ein Tierheim zu bringen. Das ist aber keine Option für mich. Weil ich schrieb, daß ich das nicht will, wurde ich als beratungsresistent eingestuft...

Habt Ihr irgendwelche Ratschläge für mich?


Wurstel
 
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OldHag

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Wurstel


Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum.

Ich habe einen Schäferhund und mit dem ziemliche Probleme:
1.) Er bellt oft des Nachts, daher muß er nachts im Haus bleiben, weil sich die Nachbarn aufregen.

2.) Er bellt oft, wenn ich nicht zuhause bin (leider bin ich 12 Stunden am Tag außer Haus).
3.) Er darf nicht mehr unbeaufsichtigt in den Garten, weil ein Nachbar Angst vor ihm hat.
4.) Er markiert im Haus.
5.) Er bedient sich selber am Eßtisch, man muß aufpassen wie ein Schießhund.
6.) Er folgt so gut wie gar nicht auf Kommandos.
7.) Gassi gehen mit ihm ist praktisch unmöglich, weil er dermaßen an der Leine reißt und sich Halsband und Beißkorb abstreift.
8.) Mit ihm in die Hundeschule gehen, ist kaum möglich, weil sich das Taxi meistens weigert, ihn zu transportieren.
9.) Er erkennt mich nicht als Herrchen an.

Vor längerer Zeit habe ich schon in einem anderen Forum über die Probleme geschrieben. Dort wurde mir geraten, den Hund in ein Tierheim zu bringen. Das ist aber keine Option für mich. Weil ich schrieb, daß ich das nicht will, wurde ich als beratungsresistent eingestuft...

Habt Ihr irgendwelche Ratschläge für mich?


Wurstel
Weshalb hast du einen Hund, wenn er 12 Stunden tagsüber alleine ist und nachts eigentlich auch draussen bleiben soll?

Ist jetzt nicht böse gemeint, mich würde es nur interessieren. Für mich kommt es so rüber, als ob du ihn nur als Wachhund angeschafft hast ohne dir Gedanken über seine Bedürfnisse zum machen.
 

Wurstel

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Wurstel


Naja, da gibt es eine Geschichte dazu, die ist aber sehr lang...
Vorweg: Wir haben immer einen Hund gehabt.
Ich wohne im Elternhaus, bin nie ausgezogen. Allerdings sind meine Eltern mittlerweile gestorben, daher bin ich jetzt alleine im Haus. Ich habe außer dem Hund noch eine ziemlich alte Katze.

Der jetzige Hund wurde angeschafft, als mein Vater noch lebte, da unser voriger gestorben war. Unser Nachbar fand eine Anzeige im Bauernbündler, daß ein Welpe abzugeben ist. Der Verkäufer war der Besitzer eines Bauernhofes im Waldviertel, und der Hund war erst vier Wochen alt, als er zu uns kam. Mir wurde damals in einem Forum geraten, daß wir den Hund noch bei seiner Mutter lassen sollten, weil man einen Hund nicht so früh von der Mutter wegnehmen soll - dies war jedoch nicht möglich, weil der Besitzer der Hundemutter den Welpen sonst ertränkt hätte (die wollten mit der Hundemutter in Urlaub fahren, und da war der Welpe im Wege); uns wurde gesagt, daß dies derf letzte Welpe des Wurfes ist und die anderen schon mit zwei Wochen verkauft worden sind.

Anfangs hatte der Hund große Angst vor Autos (wir wohnen an einer stark befahrenen Bundesstraße); er war Autos nicht gewöhnt, da der Bauernhof mit seiner Mutter ein Einzelgehöft an einem asphaltierten Feldweg war.

Bekommen haben wir den Hund am 8. August 2011 (ich habe gerade in einem Forum nachgeschaut, wo ich das berichtet habe).

Der Hund hat ziemlich bald angefangen, unsere Hühner zu reißen (einmal vier Stück auf einmal, die er gleich gefressen und dann gespien hat), sodaß wir uns mehrmals neue Hühner anschaffen mußten. Mein Vater schlug den Hund dafür mit einem Stock (allerdings erst Stunden nach der Tat, weil sie nicht vorher von ihm bemerkt wurde), obwohl ich ihm gesagt habe, er soll das nicht machen; einmal bin ich dreingegangen, sonst hätte er den Hund totgeschlagen. Mein Vater war der Ansicht, daß man einen Hund schlagen muß und ihn nur so erziehen kann (übrigens wurde ich als Kind auch sehr viel geschlagen). Dennoch war der Hund immer beim Vater, der ja sein Herrchen war. Mein Vater war immer zuhause und arbeitete im Hof, im Garten oder in der Werkstätte in unserem Haus. Ich habe damals in derselben Ortschaft gearbeitet, wo ich wohne und bin zum Mittagessen heimgefahren.

Dann hat sich aber die Lage zugespitzt:

Am 2. November 2014 ist mein Vater gestorben.
Dadurch ergab sich dann das Problem, daß der Hund tagsüber länger alleine war. Da kam aber meine Schwester (die in derselben Ortschaft, etwa 1,5 km von meinem Haus entfernt wohnt) vormittags her, kochte für mich und kümmerte sich um den Hund. Ich fuhr nach wie vor zum Mittagessen heim. Da schon begann das Problem, daß der Hund meinen Vater vermißte (obwohl ihn dieser nicht gut behandelt hatte) und er die ersten Verhaltensauffälligkeiten zeigte. Mich betrachtete er nicht als Herrchen, was sich bis heute nicht geändert hat.

Am 30. Oktober 2014 wurde die Dienststelle in unserer Ortschaft aufgelassen und ich zu einer anderen Dienststelle versetzt. Seitdem bin ich Pendler, muß um 6 Uhr von zuhause wegfahren und komme frühestens um 18 Uhr heim. Meine Schwester kommt am Vormittag, kümmert sich ein paar Stunden um den Hund und fährt dann wieder heim.

Bald gab es das Problem, daß sich Nachbarn aufregten, daß der Hund ab 6 Uhr (also nachdem ich weggefahren bin) sehr viel bellt. Meine Schwester verlangte dann, daß ich den Hund morgens im Haus lasse. Sie ließ ihn dann am Vormittag raus.

Wieder später hatte ein Nachbar Angst, daß der Hund über den Gartenzaun springt und seinen Kindern etwas tut. Da hat dann mein Schwager verlangt, daß der Hund nicht mehr unbeaufsichtigt in den Garten darf. (Seit dem Tod meines Vaters gehören Haus und Hof mir, der Garten aber meiner Schwester mit ihrem Mann).

In einem Forum wurde mir geraten, mit dem Hund Gassi zu gehen, was wir ja nie gemacht haben. Leider ist es so, daß der Hund dermaßen an der Leine reißt, daß ich ihn kaum halten kann. Der Hund dreht regelmäßig durch, wenn uns am Feldweg jemand entgegenkommt; bei anderen Hunden ist er nicht zu halten. Ein paarmal sind meine Schwester und ihr Mann (der sehr kräftig ist) mit dem Hund Gassi gegangen, aber sie haben das wieder eingestellt, weil der Hund kaum zu halten ist und außerdem der Hund immer versucht, sich das Halsband abzustreifen. Da ich ein paarmal gestürzt bin und im Krankenhaus gelegen bin, traue ich mich nun nicht mehr, mit dem Hund Gassi zu gehen, weil ich nicht stark genug bin, um ihn zu halten; ich bin auch gehbehindert und habe Gleichgewichtsstörungen.

Weiters wurde mir in jenem Forum geraten, mit dem Hund in die Hundeschule zu gehen. Es gibt eine Hundeschule in der nahen Stadt, da bin ich ein paarmal mit dem Anrufsammeltaxi mit dem Hund hingefahren. Allerdings blieb der Hund nicht im Kofferraum, sondern kletterte nach vor. Da der Taxifahrer Angst hat, der Hund könnte ihm ins Lenkrad springen, will er ihn nicht mehr transportieren, es sei denn, es fährt noch jemand anderer mit, der den Hund hält. (Das hat dann ein paarmal ein Freund aus Wien gemacht, aber der hat nur selten Zeit.) In der Hundeschule wurde mir gesagt, daß wir jede Woche kommen sollen; das ist jedoch nicht möglich, weil sich das Anrufsammeltaxi meistens weigert, uns zu transportieren und auch mein Schwager das nicht mehr macht, weil der Hund die Autositze zerkratzt hat. (In dieser Saison waren wir noch gar nicht in der Hundeschule.)

Dann lag ich einige Wochen im Krankenhaus. Inzwischen regten sich Nachbarn über das Hundegebell auf, meine Schwester wollte den Hund einschläfern lassen, wenn er nicht sofort wegkommt. Ich fand jemanden in Wien-Lobau, der den Hund vorübergehend aufnahm. Da dessen Frau aber den Hund nicht wollte und ihrem Mann drohte, ihn aus dem Haus rauszuschmeißen, mußte der Hund wieder zurückgebracht werden.

In jenem Forum wurde mir geraten, den Hund in ein Tierheim zu bringen, da das kein Zustand ist. Jedoch will ich ihn nicht weggeben, da der Hund eigentlich glücklich ist. Er hat mich sehr gerne, und ich habe ihn auch sehr gerne. Ich glaube nicht, daß es gut wäre, wenn er aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen wird.

Ein Problem ist, daß der Hund des Nachts oft ins Haus pinkelt (gerne auf den Teppichboden). Mittlerweile pinkelt er auch tagsüber im Haus, wenn ich da bin, obwohl ich da die Türe offen habe und er jederzeit rausgehen kann. Wie gewöhnt man ihm das Pinkeln im Haus ab?

Sorry, daß die Beschreibung etwas lang ausgefallen ist...


Wurstel
 

OldHag

Super Knochen
Nein, der Hund ist nicht glücklich......er ist nicht so unglücklich, wenn du da bist, aber das ist auch schon alles. Ihm fehlt alles,was ein ausgefülltes Hundeleben ausmacht.
Es gibt Mobile Hundetrainer, die zu dir nach Hause kommen und die Möglichkeiten prüfen können, was du vor Ort machen kannst, um seine Lage zu verbessern und mit dir und dem Hund zusammen trainieren können, aber das kostet viel Zeit und Geld. Wenn du und auch deine Schwester das nicht machen können, dann ist es tatsächlich besser ihn abzugeben.
Allerdings wird er so wie er jetzt ist auch im Tierheim nur geringe Vermittlungschancen haben.
Wo genau wohnst du denn, vielleicht kann dir von hier jemand helfen, einen Anfang zu machen?
 

OldHag

Super Knochen
Und nochmal die Frage: hängt ihr Zeit, den Willen und das Durchhaltevermögen mit einem Trainer zusammen zu arbeiten? Denn es wäre ein sehr langer Weg..... Er muss alles lernen, was andere Hunde schon als Welle gelernt haben
 

Wurstel

Neuer Knochen
Wurstel


An sich schon, was mich betrifft. (Meine Schwester ist da eher skeptisch, gelinde gesagt.)

Einmal war eine Hundetrainerin hier. Leider wohnt die weit weg (viel Kilometergeld). Es gab nur einmal einen Besuch von ihr. Irgendwie ist das dann wieder eingeschlafen. Meine Schwester meinte, daß das zu teuer ist, weil der Anfahrtsweg der Trainerin so weit ist.

Vielleicht findest Du jemanden, der näher ist? Ich habe damals niemanden gefunden...


Wurstel
 

Dancer

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Wurstel


Ich wohne in der Nähe von Tulln in Niederösterreich.


Wurstel
Zuerst stellt sich mal die Frage, warum du nicht einfach einen Führerschein machst?
Ständig abhängig von anderen Leuten zu sein (nicht nur was den Hund betrifft, du wirst wohl auch andere Wege haben zum erledigen) wäre für mich ein NoGo.
Gerade auch weil du gehbehindert bist wäre ein Auto von Vorteil...!?

Zum Hund:
Da kommt seeeeehr vieles zusammen! Mit 4 Wochen weg von der Mutter und so wie es beschrieben wird, scheinbar keinen wirklichen Kontakt mehr zu anderen Hunden. Gerade am Anfang wäre Kontakt zu anderen und auch va gleichaltrigen Hunden sehr wichtig gewesen. Aber gut, der Zug ist jetzt sowieso abgefahren...
Generell wurden hier sehr, sehr viele Fehler gemacht, mir stellt sich die Frage wie man so viel falsch machen kann, wenn man sein Leben lang Hunde hat...
Wenigst hast du deinen Hund gerne, siehst ein das hier einiges falsch rennt und versuchst es irgendwie zu lösen. Ist zumindest mal ein richtiger Schritt.
Wie alt ist denn der Hund überhaupt?
Tierheim finde ich jetzt auch keine bessere Lösung, denn so wie es sich anhört, findet der in diesem Zustand eh kein neues Zuhause.

Du musst dir bewusst sein, dass es viiiiiel Zeit und Geduld braucht das alles halbwegs wieder hinzubekommen. Ein Vorzeigehund wird er nicht mehr werden, aber eine deutliche Besserung ist sicher möglich.
Du musst in erster Linie Zeit mit dem Hund verbringen und ihn sinnvoll beschäftigen. Der Arme weiß ja gar nichts mit sich anzufangen den ganzen Tag.
Schau dir ein paar Youtube Videos mit Tricks für Hunde an... Angefangen mit Sitz, Platz, Pfote,... ect. das sind Kleinigkeiten die den Hund im Kopf beschäftigen und seine Bindung zu dir stärken. Und du kannst es zu Hause machen, somit gefährdest du auch niemanden anderen vorerst.

Ein Trainer der zu dir nach Hause kommt und an allem anderen mit euch arbeitet ist allerdings sehr wichtig!
Du schreibst du wohnst nähe Tulln. Es gibt in Tulln eine Hundeschule und in Königstetten. In Königstetten gibt es auch eine mobile Hunderainerin, die kommt eigentlich wo anders her, aber vielleicht ist die Anfahrt günstiger wenn sie an Tagen zu dir kommt, an denen sie ohnehin in Königstetten ist. Sie arbeitet viel mit positiver Verstärkung und versucht vorallem den Besitzern Tipps für Beschäftigung im Alltag, beim spazieren ect. zu geben.
ich schick dir den Link zu ihrer HP per PN.
 
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Wurstel

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Wurstel


Leider bekomme ich laut Amtsarzt keinen Führerschein wegen meiner geringen Reaktionsgeschwindigkeit. Ich hatte früher Mopeds, weiters einen Sulky SP 50 (dreirädriges Kabinenmoped), dann drei Aixam (da waren viele Reparaturen nötig), und jetzt habe ich ein E-Moped.

Cato hat sich bei mir gemeldet und wird morgen abend herkommen.


Wurstel
 

Dancer

Medium Knochen
Wurstel


Leider bekomme ich laut Amtsarzt keinen Führerschein wegen meiner geringen Reaktionsgeschwindigkeit. Ich hatte früher Mopeds, weiters einen Sulky SP 50 (dreirädriges Kabinenmoped), dann drei Aixam (da waren viele Reparaturen nötig), und jetzt habe ich ein E-Moped.

Cato hat sich bei mir gemeldet und wird morgen abend herkommen.


Wurstel
Hmmm... ich kenn mich da jetzt nicht so aus... aber was ist mit so einem Moped-Auto? Für das braucht man ja glaub ich keinen Führerschein..!?
Vielleicht weiß da jemand hier herinnen mehr dazu..!?

Ein E-Moped ect. hilft dir ja in Hinsicht auf den Hund recht wenig. Es würde ja daraum gehen, dass du selbstständig mit dem Hund wo hin fahren kannst!
Was ist wenn du schnell zum TA musst oder ähnliches? Die Taxis dort wollen euch ja offenbar nicht immer befördern...!?

Sehr gut, dass gleich einmal wer vorbei kommt und sich das Ganze anschaut.
Trotzdem brauchst du einen Trainer für die Dauer. Ist halt nicht damit getan, wenn 1x jemand kommt und dir Tipps gibt...
 

Wurstel

Neuer Knochen
Wurstel


Nein, der Hund ist nicht glücklich......er ist nicht so unglücklich, wenn du da bist, aber das ist auch schon alles. Ihm fehlt alles,was ein ausgefülltes Hundeleben ausmacht.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß er unglücklich ist. Er kennt ein anderes Leben doch gar nicht.

Das kann ich mit mir selber vergleichen:
Ich habe oft Leuten erzählt bzw. im Internet beschrieben, wie ich aufgewachsen bin, wie meine Eltern waren und so weiter. Da meinten die Leute, daß ich ein schreckliches Leben gehabt habe. Diese Leute waren verwundert, als ich ihnen erklärte, daß ich nicht unglücklich war, weil ich nichts anderes gekannt habe; ich war als Kind leider gewissermaßen isoliert - die anderen Kinder sind in der Schule nur auf mich losgegangen, weil ich (damals) schwach und untergewichtig war und mich nicht wehren konnte, zudem andere Interessen hatte. Ich habe auch bis zu meinem 41. Lebensjahr nicht gewußt, was Zärtlichkeit ist, bis ich die Frau, die ich "meine Freundin" nenne, kennengelernt habe. (Schade, daß sich dann andere eingemischt haben und sie dann weg war.) Erst nach dem Ende dieser Beziehung hat mir gefehlt, was ich vorher gar nicht gekannt und daher auch nicht vermißt hatte...


Wurstel
 

Wurstel

Neuer Knochen
Wurstel


Jetzt war Cato hier.

Cato brachte ein Geschirr mit, das ich meinem Hari umgehängt habe und an dem eine lange Leine angeschlossen wurde. (Der Hund hatte sein Halsband offenbar heute früh irgendwo abgestreift, ich habe es noch nicht gefunden.) Das war nicht ganz leicht, weil der Hund unruhig war. Dann gingen wir durch den Garten (der mittlerweile meiner Schwester gehört) und hinten raus auf den Feldweg. Cato hatte Käsewürfel mit und gab sie meinem Hund, wenn er brav war. Ein paarmal habe auch ich ihn geführt, aber das ist riskant für mich. Der Hund hat diesmal nicht an der Leine gerissen, wie ich das von früher gewohnt war.

Cato meinte dann, daß sie eine Hundetrainerin kennt, die näher bei mir wohnt. Sie sagte jedoch, daß ich auch jemanden brauche, der den Hund täglich Gassi führt, weil ich das aufgrund meiner körperlichen Behinderung ganz offensichtlich nicht machen kann. (Ich kann nicht so schnell gehen wie der Hund will und kann ihn nicht wirklich halten, wenn er an der Leine reißt.)

Weiters fragte Cato, was für ein Auto meine Schwester hat. Wenn das ein Kombi ist, dann könnte man da eine Hundebox reinstellen, wodurch die Probleme beim Autofahren gelöst wären. Ich konnte die Frage nicht beantworten, weil ich mir sowas nicht merke.

Wichtig ist jetzt einmal, daß man ein Geschirr braucht, das aber auf den Hund angemessen sein muß, dazu muß man den Hund aber zur Zooartikelhandlund bringen. (Das wurde mir damals auch schon in der Hundeschule gesagt. Da fuhr meine Schwester zu so einem Geschäft. Dort wurde ihr gesagt, daß sie den Hund herbringen muß, worauf sie sagte, daß man den Hund nicht mit dem Auto transportieren kann und der Verkäufer erwiderte, daß er ihr dann so ein Teil [Geschirr bzw. Beißkorb] nicht verkaufen kann, weil das dann wahrscheinlich nicht paßt. Daher wurde das Teil dann nicht gekauft. Meine Schwester und auch ihr Mann sagten mir, daß sie den Hund nicht mehr mit ihrem Auto transportieren, weil sie nicht wollen, daß er das Auto beschädigt.)

Jetzt ist es wichtig, da mit meiner Schwester zu reden und eine Hundebox für ihr Auto zu kaufen. Dann besteht ja das Problem mit dem Zerkratzen nicht mehr, denke ich.


Wurstel
 

puppimaus

Super Knochen
Wurstel



In einem Forum wurde mir geraten, mit dem Hund Gassi zu gehen, was wir ja nie gemacht haben. Leider ist es so, daß der Hund dermaßen an der Leine reißt, daß ich ihn kaum halten kann. Der Hund dreht regelmäßig durch, wenn uns am Feldweg jemand entgegenkommt; bei anderen Hunden ist er nicht zu halten. Ein paarmal sind meine Schwester und ihr Mann (der sehr kräftig ist) mit dem Hund Gassi gegangen, aber sie haben das wieder eingestellt, weil der Hund kaum zu halten ist und außerdem der Hund immer versucht, sich das Halsband abzustreifen. Da ich ein paarmal gestürzt bin und im Krankenhaus gelegen bin, traue ich mich nun nicht mehr, mit dem Hund Gassi zu gehen, weil ich nicht stark genug bin, um ihn zu halten; ich bin auch gehbehindert und habe Gleichgewichtsstörungen.

da der hund auf nichts sozialisiert ist, hat er massiven streß. der reißt nicht, weil er lernresistent ist, sondern das ist schlicht und einfach streß. gewalt nützt da gar nix. am besten ihr geht mit dem hund in der pampa ohne begegnungen, damit er mal runterkommt. dann in wunzigen schritten mit ausreichend distanz begegnungen. meine denia ist jetzt 3 jahre bei mir, schön langsam wird sie ruhiger, nur damit du weißt, wie lange das dauern kann. das ist ein älterer mali-mix mit einer beschissenen vorgeschichte. ich würde dir dringend empfehlen, den hund mit einem gut sitzenden mauli zu versehen, mit dem er hecheln, trinken und leckerlis nehmen kann. sollte er sich wirklich mal losreißen, kann nix passieren. du bist dadurch ruhiger und deine ruhe überträgt sich auf den hund

Weiters wurde mir in jenem Forum geraten, mit dem Hund in die Hundeschule zu gehen. Es gibt eine Hundeschule in der nahen Stadt, da bin ich ein paarmal mit dem Anrufsammeltaxi mit dem Hund hingefahren. Allerdings blieb der Hund nicht im Kofferraum, sondern kletterte nach vor. Da der Taxifahrer Angst hat, der Hund könnte ihm ins Lenkrad springen, will er ihn nicht mehr transportieren, es sei denn, es fährt noch jemand anderer mit, der den Hund hält. (Das hat dann ein paarmal ein Freund aus Wien gemacht, aber der hat nur selten Zeit.) In der Hundeschule wurde mir gesagt, daß wir jede Woche kommen sollen; das ist jedoch nicht möglich, weil sich das Anrufsammeltaxi meistens weigert, uns zu transportieren und auch mein Schwager das nicht mehr macht, weil der Hund die Autositze zerkratzt hat. (In dieser Saison waren wir noch gar nicht in der Hundeschule.)

in solchen fällen ist hundeschule überflüssig, das ist noch mehr streß für ihn, du musst selber mit ihm arbeiten

Dann lag ich einige Wochen im Krankenhaus. Inzwischen regten sich Nachbarn über das Hundegebell auf, meine Schwester wollte den Hund einschläfern lassen, wenn er nicht sofort wegkommt. Ich fand jemanden in Wien-Lobau, der den Hund vorübergehend aufnahm. Da dessen Frau aber den Hund nicht wollte und ihrem Mann drohte, ihn aus dem Haus rauszuschmeißen, mußte der Hund wieder zurückgebracht werden.

In jenem Forum wurde mir geraten, den Hund in ein Tierheim zu bringen, da das kein Zustand ist. Jedoch will ich ihn nicht weggeben, da der Hund eigentlich glücklich ist. Er hat mich sehr gerne, und ich habe ihn auch sehr gerne. Ich glaube nicht, daß es gut wäre, wenn er aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen wird.

Ein Problem ist, daß der Hund des Nachts oft ins Haus pinkelt (gerne auf den Teppichboden). Mittlerweile pinkelt er auch tagsüber im Haus, wenn ich da bin, obwohl ich da die Türe offen habe und er jederzeit rausgehen kann. Wie gewöhnt man ihm das Pinkeln im Haus ab?

Sorry, daß die Beschreibung etwas lang ausgefallen ist...

pinkeln ist wenn es nicht krankheitsbedingt ist streß bzw schilddrüse.


Wurstel
alles nähere per pn
 

puppimaus

Super Knochen
hab leider keine zeit alles zu lesen, hab nur tulln gesehen
ich empfehle dir brigid weinzinger, die ist absolut top
zum spazieren gehen lege ich dir die tullner au ans herz (nach tulln richtung krems) da kann man ewig gehen, ohne jemand zu treffen
 

Cato

Super Knochen
Für den Wurstel und seinen Hund wäre es gut, wenn man das Umfeld, Schwester, Nachbarn, etc wieder etwas positiver stimmen könnte.

Draußen trainieren wird schwierig, aber ich denke, mit Brustgeschirr und Leine im großen Garten, dort könnten die beiden unter Anleitung ein paar Beschäftigungsvarianten trainieren.

Und ansonsten braucht der Hund dringend eine/n Gassigeher/in, die/der möglichst fast jeden Tag mit ihm eine Stunde spazieren geht!

Wenn das alles nicht möglich ist, dann muss ich sagen, wäre es, auch wenn es für das Herrli sicher traurig ist, für alle Beteiligten das Beste, für den Hund einen neuen Platz zu finden, wo er endlich so leben kann, wie es sich für so einen hübschen großen Kerl gehört.
 

DOJO2

Super Knochen
Hallo Wurstel

Habe mir die ganzen Aussagen von dir und die Antworten der User/innen
durchgelesen .

Zu deinen Aussagen .
Du hattest sicher kein schönes Leben und das du kein anderes Leben kanntest ,
kann ich fast nicht glauben , den du warst ja in der Schule .
Ja , auch in Schulen gibt es so Jungs die sich stark und mächtig vorkommen ,
wenn sie schwächere Schlagen . Einige brechen daran wenn sie geschlagen werden
andere werden dadurch härter und willensstärker . Vielen solchen Kindern oder
Jugendlichen geht es so wie deinem Hund ... keine Beziehung zu Eltern , ihnen
werden keine Grenzen aufgezeigt und sonst noch so einiges .
Eines haben diese jugendlichen mit deinem Hund gemeinsam ... keine Erziehung und
keinen Respekt .
Was dein Vater bei dem Hund gemacht hat war vollkommen der falsche Weg . Hast du
ja selbst bei dir gemerkt .
Eines versteh ich aber nicht , warum hast du dich nicht um den Hund gekümmert ,
als er noch klein und schnuggelig war . ? Da hättest du ihn ja auf dich prägen können ,
dann wäre vielleicht alles ganz anders verlaufen .

Jetzt ist es ein langer kostspieliger Weg , denn man muss dich ändern und den Hund .
Man muss an euch Arbeiten und ich finde nicht das man dem Hund irgend welch Tricks
beibringen sollte . Zuerst muss er Bindung und Bezug lernen , erst danach kann man
mit leichten Kommandos beginnen .

Von einem Brustgeschirr halte ich persöhnlich , rein gar nichts .

Schreibe nachher weiter da ich kurz weg muss .

LG .
 

DOJO2

Super Knochen
Antwort 2
Von einem Brustgeschirr halte ich persöhnlich , rein gar nichts .

Wie ich zu dieser Aussage komme ?
Man kann einem großen kräftigen Hund der auf nichts hört und der an einer
normalen Leine schon schwer führbar ist , nicht ein Brustgeschirr und
lange Leine anlegen .
Damit hat ein ungeübter Hundebesitzer dem Hund gegenüber überhaupt
keine Handhabe . Finde ich zumindest .
Auch wenn es gut gemeint war . !
Die Hundebox ist eine gute Sache .

Der erste Weg sollte sein , den Hund ruhiger zu mach .
An der Beziehung zueinander zu Arbeiten , zu festigen .
Und um den Hund zu beschäftigen , könnte man ihm ja Natur-Kauchnochen
anbieten .

Ein Trainer oder Trainerin vor Ort , wäre sicher die allerbeste Lösung .
Da hast du ja bereits eine Adresse bekommen .

Solltest du noch Fragen haben , dann stell sie ruhig .

LG . Josef
 
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