Rassenspezifische Unterschiede oder auch nicht?

perro06

Super Knochen
Ich habe einige Jahre lang als Hundesitter gearbeitet und möchte nun von Euch wissen welche Erfahrungen Ihr mit bestimmten Rassen gemacht habt, - gute und weniger gute.
Meine Erfahrungen habe ich in der Zeit mit (schreibweise muss nicht korrekt sein, zu faul zu suchen):

Landseer
Labrador
Amstaff
Irish Setter
Vizlav
Corgie
Golden Retriever
Schäfer
Boxer
Weimaraner
und natürlich auch Mix

gesammelt.
Das sind allerdings nur meine Erfahrungen. Es wäre für mich interessant, wie ihr zu diesen Rassen steht. (Mix ist für mich sowieso immer anders, wenn auch nicht schlechter).
Wobei ich beim nächsten Thema wäre, aber nicht in diesem Thread.

Bitte prügelt Euch nicht, auch nicht verbal, denn jede Meinung zählt.

LG
Christine
 

kylie

Super Knochen
:) na dann wirds Zeit, dass wir einander kennenlernen. Windis sind ähnlich den Amstaffs, nur kleiner, dünner, zumindest die Whippets und erwecken eher Mitleid in der Bevölkerung, als Ängste. Ihr vorteil.
sorry, fürs. o.t.
lg heidi, die schon gespannt ist auf die anderen Antworten, weil auch interessiert.
 

DOJO2

Super Knochen
Möchte hier meine Meinung schreiben .

Ich glaube nicht , daß es wircklich gravierende Unterschiede gibt . Es ist eine Sache der Haltung und Erziehung .
Es hat auch mit der Einstellung ( Auftreten ) des Hundehalters/Hundebesitzer zu tun und dessen Erfahrung mit Hunden .

Ich kenne sicher genug Hunderassen , einige aus dem Familien-kreis , aber der Unterschied ist für mich gesehen , nur die Größe .

LG . Josef
 

Sancho

Super Knochen
Ich bild mir irgendwie ein, dass die Setter generell eher zur vorsichtigen Sorte Hund gehört und vielleicht manchmal ein bisserl menschenscheu bzw. desinteressiert wirken.

Amstaffs kenn ich bis dato nur solche, die von einem Ohrwaschl zum anderen grinsen und ich kenne auch 2 Landseer die eher in die Rubrik Schlafmütze fallen.

Wie gesagt - ich kenne die Rassen so, gibt sicherlich solche und solche :)
 

Cori

Super Knochen
ich kenne meinen damaligen sitterhund - ein labrador = gutmütig, sehr verfressen und verspielt einfach ein herzbuge

und unsere kiara (pit): total verschmust, herzig, ein wenig dominant
 

Schote

Super Knochen
Labrador:

kann jetzt nur von meinem sprechen,...

Stresskopft durch und durch, sehr schwer müde zubekommen, braucht viel Beschäftigung, Dummytraining, Unterordnung und einiges mehr, ist kein Hund der für Leckerlis alles macht, aber für sein Spielzeug, ist sehr freudig bei jeglicher Arbeit..

nur wen er unterfordert ist, macht er sich lautstark bemerkbar,..
 

4Pfötchen

Super Knochen
Labrador:

Stresskopft durch und durch, sehr schwer müde zubekommen, braucht viel Beschäftigung, Dummytraining, Unterordnung und einiges mehr, ist kein Hund der für Leckerlis alles macht, aber für sein Spielzeug, ist sehr freudig bei jeglicher Arbeit..

nur wen er unterfordert ist, macht er sich lautstark bemerkbar,..
:D Also da kenn ich ein ganz anderes Exemplar. Der Labrador Rüde meiner Freundin ist gutmütig, eher schwerfällig und würd für ein Leckerli alles tun. Spielsachen interessieren ihn nicht sehr lange, wenn jemand ein Leckerli in der Tasche hat, wird dieser Mensch belagert und das Spielzeug ignoriert. Labradore sind für mich gutmütige, gemütliche Hunde, die aber trotzdem sehr intelligent sind und viel Beschäftigung brauchen (eher Kopf- als Muskelarbeit). Der Labrador meiner Freundin ist jedenfalls kein Dauersprinter (so wie mein Chico z.B)

Aber ich glaub man kanns wirklich net verallgemeinern ...
 

Schote

Super Knochen
:D Also da kenn ich ein ganz anderes Exemplar. Der Labrador Rüde meiner Freundin ist gutmütig, eher schwerfällig und würd für ein Leckerli alles tun. Spielsachen interessieren ihn nicht sehr lange, wenn jemand ein Leckerli in der Tasche hat, wird dieser Mensch belagert und das Spielzeug ignoriert. Labradore sind für mich gutmütige, gemütliche Hunde, die aber trotzdem sehr intelligent sind und viel Beschäftigung brauchen (eher Kopf- als Muskelarbeit). Der Labrador meiner Freundin ist jedenfalls kein Dauersprinter (so wie mein Chico z.B)

Aber ich glaub man kanns wirklich net verallgemeinern ...
ich weiß aber auch, daß mein Javar ein ganz eigener Labbi-Schlappi ist!:D:p
 

kylie

Super Knochen
@ Josef, nein! Es gibt sehr wohl markante Rassenunterschiede, es kommt nur die Erziehung, Haltung, etc. dazu.
Leider kann ich über die angegebenen Rassen nix sagen, weil selbst nie gehalten. Und auch wenn einer dabei gewesen wäre, würde ich nicht darauf schließen, dass es alle betrifft. Allerdings, besondere Rassemerkmale gibt es schon, sonst bräuchte man ja net züchten:D.
lg Heidi
 

Sandra&kati

Super Knochen
Der Irish Setter meiner besten Freundin ist ein absolut "schwieriger" Fall :D er wird jetzt sieben und ist seitdem er klein ist nicht leicht zu händeln. Er ist ein absoluter Stresshund, es werden Menschen, Autos, Fahrräder, Scooter, Kinder, Busse usw. angebellt und das lautstark und mit vollem Körpereinsatz. Wenn ich mit ihm gehe (und ich bin nicht schwach) brauch ich volle Konzentration damit ich die Situationen vor ihm seh und wenns mal nicht klappt brauch ich alle Kraft ihn zu halten. In der Wohnung is er eigentlich ruhig, ausser wenn er sich einbildet er will was kann er sehr penetrant und lästig sein. Und nein, er ist nicht unterfordert, er is einfach so ;)

Labrador: Da kenn ich 2 verschiedene Exemplare, die eine die totale Schlafmütze, gemütlich, verfressen usw. und das Gegenteil:Ich durfte Javar von Schote kennenlernen und ich habs ihr nicht geglaubt bis ich es nicht selbst erlebt hab, es gibt auch andere Labradore :D:D

Bei den Golden Retrievern kenn ich auch mehrere, eigentlich bis auf eine sind alle recht gemütlich aber trotzdem aktiv, freundlich, knuddelig :D, eine kenn ich die is eine absolute stressbirne, nur rennen, ja nicht mehr als einmal streicheln das dauert zu lang, einfach irrsinnig stressig mit ihr.;)
 

Chera

Super Knochen
Was mir bei den Retrievern zusätzlich oft(! - nicht immer, also wie alles: nicht verallgemeinern!) auffällt ist, dass sie distanzlos sind, sowohl in Begegnungen mit Hunden als auch mit Menschen.
 

Tibetan

Super Knochen
@Chera
stimmt, wenn ich jetzt so darüber nachdenke habe ich es bisher eigentlich auch immer so erlebt;
hab nur 1 oder 2 Goldis getroffen, die sich langsam einem fremden Hund genährt haben, mal in Ruhe geschnüffelt ect., die anderen sind gradewegs auf den anderen Hund zugestürmt "ohne Rücksicht auf Verluste" und das schätze zumin. meine Mädels überhaupt nicht die wollen bitte etwas Respekt :D

Kenne viele Staffs/Pits, einige Tibet Terrier, Goldis, Schäfer und einige Tiroler Bauerncollies; und natürlich einzelne Vertreter anderer Rassen

Finde schon, dass es Unterschiede bei den Rassen gibt, die je nach Individuum und Förderung mehr oder weniger auffallen; bin auch der Meinung, dass man sich schon überlegen sollte welche Rasse man sich nimmt, wenn es ein Rassehund sein sollte, und zwar nicht wegen dem Äußeren sondern primär Charakter und ursprüngliches Zuchtziel
Allerdings wird da meiner Meinung nach zu oft irgendwelchen "Märchen" geglaubt anstatt sich wirklich fundiert zu informieren (zB finde ich, dass die meisten Goldis heute einfach arm sind, mM)
 

Andrea J

Super Knochen
ich habe mit Rottimix, Schäfer, Weißen Schäfer, Dackelcavaliermix, Pinschermix und Tibetspaniel, Boxer, Colliemix, TWH, holl. Schäferhund, Staff zu tun..

Rottimix..problematisch bei Fremden (Hund und Mensch) ansonsten ein Tophund,
Weißer Schäfer..einfach nur super, ein richtiger Alltagshund, DSH detto, Dackelchen detto, ein bissl stur halt :D Pinschermix..sensibel, Tibetspaniel, hier bin ich...jetzt knuddel mich und spiel mit mir, Colliemix..sensibel, TWH...sehr selbstbewusst und klug, holl. Schäfer...Bewegung, Spiel eher sensibel, Staff..Sofahund:)..
 

poekelmaus

Super Knochen
Ich finde schon, dass es zwischen den Rassen grosse Unterschiede gibt, man kann mit Haltung, Auslastung u. Erziehung sicher einwirken, aber dafür wofür sie eigentlich gezüchtet wurden, das kann man nicht ändern.
Ich kann nur für Goldies sprechen. Wir haben 2 davon und diese Zwei unterscheiden sich vom Charakter her, aber sie entsprechen einfach Goldies.
Goldies sind, normalerweise, sehr freundliche kontaktfreudige Hunde, mit Leckerlies gut zu motiveren, keine Couchpotatoes, arbeitsfreudig, aber auch sehr anpassungsfähig. Absolute Wasser- und Allwetterhunde, wollen immer bei ihrer Familie sein, sind immer dreckig und eigentlich auch immer gut gelaunt. Allerdings sind sie auch stur und nicht so leicht zu erziehen wie uns immer in den Medien vorgegaukelt wird. Sie sind sehr lange Kinder und dementsprechend lange dauert auch die Erziehung. Wie hier schon geschrieben, sind sie etwas distanzlos, das ist einfach Goldie Art, sie stürmen auf andere Hunde zu, das missverstehen viele Hunde einfach. Deshalb schliessen Goldies auch nur mit anderen Retrievern wirkliche Freundschaft, denn nur diese Hunde verstehen die etwas ruppige Art zu spielen. Eigentlich sind sie die grössten Rassisten im Hundereich. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass sie sehr wohl auch wachsam sind, aber keine Schutz- bzw. Wachhunde. Sie sind überhaupt nicht wehleidig, da sie Jagdhunde sind, sind sie Schmerzen gegenüber eigentlich eher unempfindlich.
Für mich sind sie Traumhunde, wenn man mit all ihren Eigenheiten leben kann, man muss nur genau wissen worauf man sich einlässt wenn man sein Leben mit einem Goldie teilen will.
LG Ingrid
 

FriedlKaninchen

Super Knochen
Habe Jahrzehnte geglaubt, daß es nur Erziehungsunterschiede gibt - ja sicher einwenig Unterschiede zwischen den besonders lernwilligen und den eher in sich ruhenden, geschloseneren Rassen - aber was man erreichen will, erreicht man mit mehr oder weniger Einsatz, Geschick, Bestechung oder nicht....Die Erfahrungen des Hundes beeinflussen auch die Erziehbarkeit,...-
aber dann bekam ich 1/4 Terrier - und dann wurde ich kleinlaut! Die Urtriebe, die diese anscheinend haben und konsequent befriedigen wollen - sprich Sturheit ist eine oft bei ihnen vorhandene Eigenart - , sind schon eine Hypothek! Und dann muß man womöglich mit Druck arbeiten, sehr streng sein - dann sind sie arme unterdrückte Hunde (denn sie sind durchaus sensibel, wenn sie auch für einen hartnäckigen Kampf gezüchtet wurden).... Man muß für sie (es gehören ja sehr viele der problematischen Rassen in diese große "Familie" sehr verschiedener und verschieden großer Hunde) vielleicht besonders großes Geschick haben, daß sie eben nicht arme Hunde werden und sich doch problemlos in die Umstände einfügen, die sie bei uns vorfinden....

Sicher ist nicht jeder Mensch in jeder Phase seines Lebens - bei aller Hundeliebe und auch Persönlichkeit - für alle Rassen der geeignete Erzieher. Das spielt sicher mit.

Ich habe Schäferhunde als die am leichtesten erziehbaren Hunde erlebt, weil sie dafür zu leben schienen, sich mit einem Menschen zur Zusammenarbeit zusammen zu tun. Aber Kraft und Konsequenz ist dafür auch notwendig und diese Fähigkeiten können sich in einem Menschenleben auch ändern...

Manchmal denke ich, daß es schon eine fragwürdige Sache ist, daß Menschen Hunde nach ihren Vorstellungen für ihre Zwecke mit sehr extremen Eigenschaften züchten -

gleichsam als Werkzeuge! Denn wieviele solche "Produkte" können dann diese

Eigenarten so ausleben - bei uns ! - daß sie glücklich sind.
Und erst die Mischlinge, die dann oft doppelt soviele Eigenarten mitbringen, deren Kombination manchmal erschreckende Folgen haben und noch schwerer zu handeln sind! !?!?!

Und wieviele "Züchter" haben dann das Verantwortungsbewußtsein und die Möglichkeit, die geeigneten Plätze für Ihre "Hundekinder" zu suchen und zu finden ?!?


Allen ein gutes Zusammenleben und -tun mit ihrem derzeitigen Hund (bzw ihren Hunden) wünscht

F-K
 
Zuletzt bearbeitet:

FriedlKaninchen

Super Knochen
Habe Jahrzehnte geglaubt, daß es nur Erziehungsunterschiede gibt - ja sicher einwenig Unterschiede zwischen den besonders lernwilligen und den eher in sich ruhenden, geschloseneren Rassen - aber was man erreichen will, erreicht man mit mehr oder weniger Einsatz, Geschick, Bestechung oder nicht....Die Erfahrungen des Hundes beeinflussen auch die Erziehbarkeit,...-
aber dann bekam ich 1/4 Terrier - und dann wurde ich kleinlaut! Die Urtriebe, die diese anscheinend haben und konsequent befriedigen wollen - sprich Sturheit ist eine oft bei ihnen vorhandene Eigenart - , sind schon eine Hypothek! Und dann muß man womöglich mit Druck arbeiten, sehr streng sein - dann sind sie arme unterdrückte Hunde (denn sie sind durchaus sensibel, wenn sie auch hartnäckig im Kampf gezüchtet wurden).... Man muß für sie vielleicht das meiste Geschick haben, daß sie eben nicht arme Hunde werden und sich doch in die Umstände einfügen, die sie bei uns vorfinden....

Sicher ist nicht jeder Mensch in jeder Phase seines Lebens - bei aller Hundeliebe und auch Persönlichkeit - für alle Rassen der geeignete Erzieher. Das spielt sicher mit.

Ich habe die Schäferhunde für die am leichtesten erziehbaren Hunde gehalten, weil sie dafür zu leben scheinen, sich mit einem Menschen zur Zusammenarbeit zusammen zu tun. Aber Kraft und Konsequenz ist dafür auch notwendig und diese Fähigkeiten können sich in einem Menschenleben auch ändern...

Manchmal denke ich, daß es schon eine fragwürdige Sache ist, daß Menschen Hunde nach ihren Vorstellungen für ihre Zwecke mit sehr extremen Eigenschaften züchten - gleichsam als Werkzeuge! Denn wieviele solche "Produkte" können dann diese Eigenarten so ausleben - bei uns ! - daß sie glücklich sind.
Und erst die Mischlinge, die dann oft doppelt soviele Eigenarten mitbringen, deren Kombination manchmal erschreckende Folgen haben und noch schwerer zu handeln sind! !?!?!
Und wieviele "Züchter" haben dann das Verantwortungsbewußtsein und die Möglichkeit, die geeigneten Plätze für Ihre "Hundekinder" zu suchen und zu finden ?!?

Allen ein gutes Zusammenleben und -tun mit ihrem derzeitigen Hund (bzw ihren Hunden) wünscht

F-K
 
Oben