Tipps zum Spaziergang mit Hund und Rollator

HenrietteS

Neuer Knochen
Hallo zusammen,

ich bin ganz neu im Forum aber lese schon seit einer Weile fleißig mit :) Jetzt wollte ich mal hier um Rat fragen, vielleicht hat ja jemand schon damit Erfahrungen gemacht: Ich habe einen jungen Labmix (Mutter Labrador, Vater Mischling aus Border Collie und Berner Sennenhund). Er ist superlieb aber recht energiegeladen ich kriege ihn nur selten ausgepowert. Das Problem ist, dass ich leider seit ein paar Monate aufgrund meines Rheumas auf einen Rollator angewiesen bin. Ich gehe natürlich auch weiterhin mit ihm spazieren, ab und an fährt meine Tochter auch mit ihm Fahrrad damit er sich etwas austoben kann.
Mein Problem beim Spaziergehen ist, dass ich nicht genau weiß, wie ich ihn am besten führen soll. Eigentlich klappt das mit dem bei Fuß laufen ganz gut, aber ich traue mich nicht, die Leine am Rollator zu befestigen, weil er, gerade wenn er andere Hunde sieht, doch sehr zieht und ich Angst habe mit dem Rollator zu stürzen. Aber mit der Leine in einer Hand und der anderen am Rollator fühle ich mich auch nicht sonderlich sicher. Vielleicht hat ja irgendjemand schon Erfahrungen mit so einer Situation gemacht? Ich bin über jeden Rat oder Idee glücklich.

Danke & VG
Henriette
 

Cato

Super Knochen
Du schreibst, der Hund ist jung, also vermutlich warst du ja schon eingeschränkt in deiner Beweglichkeit, als du ihn zu dir geholt hast?
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz, ausgerechnet so einen Mix, und noch dazu jung?

Nun ja, jetzt ist er ja da. Musst du mehrmals täglich raus mit dem Hund zum Lösen, oder habt ihr einen Garten, und es geht nur um den täglichen längeren Spaziergang?

Falls letzteres, würde ich mir eine Person suchen, die mich gegen ein kleines Entgelt begleitet und die Leine hält, so lange, bis der Hund wirklich zuverlässig an lockerer Leine laufen kann.

Das wiederum würde ich mit einer Trainerin üben, nicht auf einem Hundeplatz, sondern im Alltag.

Was vielleicht hilft: die Leine an einem Bauchgurt befestigen, oder wenn das zu tief ist, also mit dem Rollator kollidieren würde, dann an so einer Art Brustgurt. Und im Falle des Falles kannst du dich am Rollator (ist das einer mit Bremse?) festhalten und dagegen stemmen.

Das wäre zB so ein Gurt, da könnte man die Leine mal links, mal rechts einhängen mit einem kleinen Karabiner.
Nicht als Kaufempfehlung gedacht, sondern nur, um zu illustrieren, was mir da vorschwebt.

 

Die2

Super Knochen
Zwei Ansätze:

Erstens:
Leinenführigkeit, Leinenführigkeit und nochmal Leinenführigkeit trainieren. Beinhart (für Dich). Aber das muss sitzen. Da darf kein Fitzelchen von Inkonsequenz auftauchen. Nur bitte nicht verwechseln mit Härte dem Hund gegenüber. Mit Motivation und Freude die Position des Hundes seitlich am Rollator trainieren (das geht anfangs als Trockentrainig auch drinnen)

Zweitens:
Der Hund gehört täglich ausgepowert. Das geht nicht nur allein über körperliche Anstrengung sondern auch über Köpfchen. Drinnen Tricks lernen, Suchspiele machen etc-schau woran Hund Spass hat. Draussen entweder eine große Wiese suchen (die man verwenden darf) oder Ihr habt einen Garten und Longiertraining starten, anfangs vielleicht mit der Unterstützung der Tochter. Kann das der Hund mal bist Du bewegungsseitig nicht viel gefragt, der Hund aber macht Meter und wird somit körperlich wie geistig ausgepowert.
Auch Apportiertraining eignet sich ganz gut, auch hier hat Hund Bewegung und Du darfst stehen bleiben.

Es gibt also durchaus Möglichkeiten 😉 und je mehr Du mit Deinem Hund aktiv "arbeitest" desto eher wird er brav am Rollator gehen. Nicht nur weil er ausgelastet ist, sondern weil auch die Bindung eine wesentlich intensivere wird je mehr man miteinander macht.

Einer Bekannten von mir ist das mit zwei großen und aktiven Hund passiert dass sie wider Erwarten in jungen Jahren (nach einem Unfall) plötzlich auf einen Rollator angewiesen war. Da hieß es auch - ah die Hunde müssen weg. Sie hat hart gearbeitet an sich und den Hunden und die waren bald derart perfekt Leinenführig dass auch der Rollator kein Thema war.
Es ist also nicht zwingend ein Show-Stopper aber es ist viel Arbeit. Vielleicht magst Dir ja die Hilfe eines Hundetrainers holen.

Viel Erfolg
 

DirkSÜW36

Neuer Knochen
Hallo Henriette,

ich kenne das Problem von meinen Eltern bzw. meiner Mutter mit Rollator bzw. Gehhilfe. Mittlerweile geht es aber ganz gut. Wichtig ist aber, dass dein Hund hundertprozentig sicher mitgeht. Wir hatten da anfangs schon einige Momente wo mir das Herz in die Hose gerutscht ist :rolleyes:
Wir hatten anfangs einen normalen Rollator, bis wir dann auf einen Outdoor umgestellt haben. Seitdem geht es wesentlich besser und macht ihr auch viel mehr Spaß.

LG,
Dirk
 

DirkSÜW36

Neuer Knochen
Hallo Chicha,

danke für den Hinweis, das war mir nicht bewusst. Vielleicht liest sie es ja trotzdem..
Ich mache das manchmal. Dann bin ich nicht angemeldet, lese aber trotzdem mit.

Liebe Grüße,
Dirk
 

Karo_A

Neuer Knochen
Hallo Henriette,

ich kenne das Problem von meinen Eltern bzw. meiner Mutter mit Rollator bzw. Gehhilfe. Mittlerweile geht es aber ganz gut. Wichtig ist aber, dass dein Hund hundertprozentig sicher mitgeht. Wir hatten da anfangs schon einige Momente wo mir das Herz in die Hose gerutscht ist :rolleyes:
Wir hatten anfangs einen normalen Rollator, bis wir dann auf einen Outdoor umgestellt haben. Seitdem geht es wesentlich besser und macht ihr auch viel mehr Spaß.

LG,
Dirk
Dein Tipp mit dem Outdoor Rollator ist gut. Falls Henriette wieder online kommt, könnte sie das wirklich mal probieren, eventuell auf einen anderen Rollator umzusteigen, falls sie nicht bereits einen Outdoor Rollator hat.
Wobei es da ja auch Unterschiede gibt. Manche sind so komplex und grob aufgebaut, dass sie der Leine in den Weg kommen könnten und sich dann alles "verwurschtelt" 😄 .
Ich hatte damals dasselbe Problem beim Spaziergang mit meinem lieben Labrador, aber als ich dann auf einen Outdoor-Rollator umgestiegen bin, gings viel leichter. Ich hatte mich extra dafür beraten lassen bei Sanitäts Online und habe dann den Trust Care Rollator mit dem passenden Namen "Let´s go out" bekommen. Der ist einfach aufgebaut ohne viel TamTam und somit war er der Leine nie im Weg!
Liebe Henriette, hast du schon eine Lösung gefunden? :)
 
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