Verdauungsenzyme bei Pankreatitis, EPI

Eternity_2021

Neuer Knochen
Vor zwei Jahren wurde bei meinem 15-jährigen Terrier bei einer Routine-Untersuchung eine Pankreatitis festgestellt. Kurz darauf wurde es recht heftig mit Erbrechen. Er magerte sehr stark ab.
Mit hochwertigem fettarmen Nassfutter und KREON 10000 haben wir es wieder in den Griff bekommen.
Vor einigen Wochen begann sein Durchfall.
Da er schon immer wechselweise gut geformten und breiigen Kotabsatz hat, haben wir es nicht direkt am 1. Tag festgestellt.
Nach ein paar Tagen schoss es nur so aus ihm heraus.
Wir sind sofort zum Tierarzt. Der meinte, dass die Symptome nicht auf eine Pankreatitis hindeuten und hat uns ein Nahrungsergänzungsmittel gegeben, woraufhin der Durchfall schlimmer wurde. Also wieder zum Tierarzt.
Als dieser Arzt Urlaub hatte, sind wir zu einer Vertretung, die dann erhöhte Pankreas-Werte festgestellt hat. Nun bekam er Schmerz- und ein Magenschutzmittel.
Der Durchfall hört nun seit ca. 3 Wochen nicht richtig auf. Heute Nacht war es wieder recht heftig. Ich halte es aber auch für möglich, dass Ranitidin dazu beigetragen hat.

Natürlich gehen wir laufend zum Tierarzt.
Ich bin aber auch verzweifelt, weil ich gar nicht mehr weiß, was richtig ist.
Was die Themen Fütterung und Enzyme angeht, hat mir bislang kein Tierarzt so richtig etwas sagen können. Mir scheint auch, dass jeder anderer Meinung ist.
Okay, sie schlagen alle matschig gekochten Reis und ggfls. Huhn vor. Beides verträgt mein Hund überhaupt nicht.
Ich darf auch das Futter nicht spontan ändern, weil es dann alles noch schlimmer wird. Diese Erfahrung habe ich leider machen müssen.

Nun bin ich auf pflanzliche Enzyme von Dr. Ziegler gestoßen.
Rohes Rinderpankreas ist schwer zu bekommen und ich habe auch Angst davor, es ihm zu geben. Er ist die Rohfütterung nicht gewohnt und möglicherweise mache ich damit noch mehr kaputt bei ihm.

Hat jemand im Forum Erfahrung mit Enzymen? Vielleicht auch insbesondere Kreon?
Kann es überdosiert werden und vielleicht den Durchfall verschlimmern?
Vielleicht liegt alles ja auch daran, dass die Enzyme nun mal vom Schwein gewonnen werden?
Vor Kreon hat er übrigens zwei andere Pulver bekommen, in denen ziemlich viel Zusatzstoffe enthalten waren. (Glukose usw.)

Möglicherweise rede ich recht wirr. Ich bin heute ziemlich fertig. Möchte euch aber auch nicht ohne Ende zutexten.
Ich weiß grad gar nichts mehr, stelle alles in Frage. - Welche Einzel-Futtermenge ist richtig? Welche Anzahl an Portionen? Welche Enzym-Menge? usw.
Die Mengenempfehlung vom Futter-Hersteller liegt bei 400 - 600 g. Er bekommt ca. 1200 g.
Ja, ich weiß natürlich, dass alles nur Richtwerte sind.
Ein aktiver Hund benötigt mehr Futter und ein Hund mit EPI ebenfalls.
Bis zu seiner Erkrankung habe ich ihn entsprechend meinem gesunden Menschenverstand gefüttert und es war gut.

Liebe Grüße, Eternity
 

Eternity_2021

Neuer Knochen
Das hatte ich nicht erwähnt: Morgens hat er in den meisten Fällen keinen Durchfall. Da ist alles gut.
Auch das verstehe ich nicht und niemand kann mir eine Antwort darauf geben.
 

Cato

Super Knochen
Schwer, da was zu raten, das gehört mAn medizinisch ordentlich abgeklärt. In dem Alter wäre auch ein Tumorgeschehen denkbar?
Was macht ihr denn konkret gegen den Durchfall? Da gibt es ja ein paar ganz hilfreiche Mittel, Tannalbin, Canikur, Diatab - bitte den Tierarzt befragen, was empfehlenswert wäre in eurem Fall! Geben würde ich die dann zB 1 x mittags, 1 x abends, damit ihr eine ruhige Nacht habt.
 

Eternity_2021

Neuer Knochen
Nun war ich nochmals beim Tierarzt.
Hatte ich ohnehin vor. Bis zum Termin ist es ihm aber auch noch schlechter gegangen und er hat sich übergeben.
Jetzt weiß ich auch, dass Ranitidin verdauungsfördernd ist. Bei Durchfall dementsprechend kontraproduktiv. Deshalb ging es ihm letzte Nacht ziemlich schlecht.
Ich habe ihm Ranitidin aber nicht einfach so gegeben, sondern weil der ehemalige Tierarzt das mitgegeben hat.
Endlich konnte ich auch nochmals ganz in Ruhe über Ernährung und Enzyme sprechen und hatte das erste Mal das Gefühl, das mir wirklich zugehört und geraten wurde.
Diatab hatte er von dem ersten Tierarzt bekommen und es überhaupt nicht vertragen.
Das Problem ist, dass der Durchfall durch die Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hervorgerufen wird und dementsprechend hilft leider bislang kein Mittel gegen Durchfall.
Er hat nun Cortison als entzündungshemmendes Mittel und ein Mittel gegen Übelkeit gespritzt bekommen.
Da meine arme kleine Fellnase durch die Pankreatitis inzwischen auch Bauchweh hat, bekommt er Metamizol bei Bedarf und eine kleine Dosis Sucrabest als Magenschutz.
Leider alles notwendig bzw auch gut, dass es diese Möglichkeiten gibt.
Ich hoffe inständig, dass es ihm dadurch besser gehen wird. Wenn der Kotabsatz weiterhin breiig bleibt bzw wird (im Moment ist er sehr flüssig) können wir eventuell ein wenig mit Flohsamenschalen gegensteuern.
Die Spritzen scheinen jetzt gerade zumindest zu wirken. Er hat eine kleine Portion gefressen und bis jetzt ist sie drin geblieben.
Abgesprochen haben wir mit dem Tierarzt, dass er jetzt zunächst eine noch kleinere Portion bekommt - Die Hälfte von der ursprünglichen, damit auch das Verhältnis Futter und Enzyme weiterhin gleich bleibt.
 
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