Was zeichnet einen Hundetrainer aus?

Kokosbällchen

Profi Knochen
Um ein wenig zu schlichten und weil das auch für mich ein interessantes Thema ist, eröffene ich einmal diesen Thread :)

Denke, um Sachlichkeit zu wahren, ist es wichtig keine Trainernamen zu nennen und nicht irgendwie versteckt auf irgendwelche Trainer hinzuweisen. Auch Werbung von Trainern oder für Trainer ist hier vielleicht etwas unangebracht.

Was zeichnet einen Hundetrainer aus? Was muss dieser können, kennen, wissen? Wie muss er sein?
 

JazzDancer

Medium Knochen
Hallo!
Meine Hundetrainerin ist sehr freundlich, sachlich und kompetent (zumindest für mich), verbreitet ein gutes Klima, in dem man als Hundebesitzer mit seinem Hund gut lernen kann. Jederzeit erreichbar, falls es Probleme mit den Übungen gibt. Sie hat verschiedenste Kurse (Longieren, Spiel und Spass, Trickdog etc) und ist nicht rein auf BGH ..... ausgerichtet.

Was ich an einem Hundetrainer/in nicht leiden kann: Überheblichkeit, Grobheiten dem Hund gegenüber, auspielen der Hundebesitzer und persönliche Beleidigungen.


Nicht jeder Hund ist gleich und auch jeder Besitzer hat eine andere Auffassungsgabe. Daher ist Einfühlungsvermögen gefragt.
LG Angelika
 

Kokosbällchen

Profi Knochen
Geduld und Ruhe finde ich auch sehr wichtig. Bin manchmal selbst recht nervös und immer aufgeregt, wenn man mit meinem Hund arbeitet (man muss ja immer aufpassen, dass auch alles richtig verläuft :)).

Hab schon einige Leute kennen gelernt, die unglaublich ruhig sind und das hilft wohl sehr, vor allem, wenn der Hund mit Fremden z.B. nicht so gut umgehen kann.

Also Geduld und Ruhe ist für mich oberstes Gebot. Ein Hundetrainer, der rumschreit (ob er jetzt den Hund anschreit, oder mich) darf gleich wieder Heim gehen.
 

Ingenieur

Gesperrt
Medium Knochen
Einen guten Trainer (egal, was trainiert wird), zeichnet für mich aus:

.) daß er theoretische Kenntnisse
und
.) praktische Erfahrungen hat
und
.) die Fähigkeit, Wissen zu vermitteln
und
.) sich aktiv um den Fortschritt der zu Trainierenden bemüht.

Bei Hundetrainern wird meiner Meinung nach primär der HH ausgebildet, der dann wiederum mit seinem Hund trainiert. Er müßte also eigentlich "Hundehaltertrainer" genannt werden.
 

Gelöscht_36

Gesperrt
Super Knochen
Moin,

Hundetrainer müssen keine Allroundgenies sein. Es reicht, wenn sie ein gutes Allgemeinwissen über Hunde haben und ihren Bereich beherrschen, d.h. ich erwarte nicht von einem Agilitytrainer, dass er Dummy beherrscht u.ä..


Der wichtigste Punkt ist mir aber folgender:

Das Hundetraining und die Hunderziehung hängt nicht am Hund sondern am Halter. Es kann ein Trainer noch so gut mit Hunden umgehen können, wenn es ihm an der Fähigkeit zum Umgang mit Menschen mangelt, ist er/sie ungeeignet. Eben weil der Halter das entscheidende ist. Hunde machen keine Fehler.


Ehrlichkeit in den Aussagen finde ich noch wichtig.


Tschüss

Ned
 

leopold

Super Knochen
Ein guter Hundetrainer ist in meinen Augen in erster Linie ein guter Menschentrainer.
Dass er über Hunde, ihre Verhaltensweisen und ihre Erziehung glaubhaft Bescheid weiss, ist für mich eine Minimalanforderung. Gut ist er für mich dann, wenn er sein Wissen so an die Hundehalter weiter geben kann, dass sie es mit Freude, ohne Krampf und Zwang im Alltag umsetzen können.
lg

ad Ned: warst schneller :)
 

Kurenai

Super Knochen
Abgesehen von Fachwissen und dem Können dieses Wissen auch weitervermitteln:

Ein guter Hundetrainer trainiert nicht nach Schema F, sondern stellt sich auf den jeweiligen Hund/Halter ein und wählt danach eine passende Trainingsmethode.
 

Kokosbällchen

Profi Knochen
Einen guten Trainer (egal, was trainiert wird), zeichnet für mich aus:

.) daß er theoretische Kenntnisse
und
.) praktische Erfahrungen hat
und
.) die Fähigkeit, Wissen zu vermitteln
und
.) sich aktiv um den Fortschritt der zu Trainierenden bemüht.

Bei Hundetrainern wird meiner Meinung nach primär der HH ausgebildet, der dann wiederum mit seinem Hund trainiert. Er müßte also eigentlich "Hundehaltertrainer" genannt werden.
wie viel praktische Erfahrung muss ein Trainer haben? Also ehrliche Trainererfahrung (die "Ich bin mit Hunden aufgewachsen"-Jahre sollten nicht zählen).

Oder kommt's dann letztlich doch auf die Qualität an?
Kann man "praktische Erfahrung" in einem professionellen und angemessenen Ausmaß auch innerhalb von zwei Jahren sammeln, oder muss man da schon mit 20 Jahren auffahren können?
 

Gelöscht_36

Gesperrt
Super Knochen
wie viel praktische Erfahrung muss ein Trainer haben? Also ehrliche Trainererfahrung (die "Ich bin mit Hunden aufgewachsen"-Jahre sollten nicht zählen).

Oder kommt's dann letztlich doch auf die Qualität an?
Kann man "praktische Erfahrung" in einem professionellen und angemessenen Ausmaß auch innerhalb von zwei Jahren sammeln, oder muss man da schon mit 20 Jahren auffahren können?
Moin,

die Tochter unserer Trainerin ist mit Hunden aufgewachsen und hat selbst an einigen Prüfungen teilgenommen. Sie hat dann einfach angefangen, andere zu trainieren (sich selbst natürlich auch fortgebildet).

Sie war aber eigentlich von Anfang an eine der besten (wenn nicht sogar die beste) Trainerinnen, die ich kenne.

Tschüss

Ned
 

Lia111

Super Knochen
Abgesehen von Fachwissen und dem Können dieses Wissen auch weitervermitteln:

Ein guter Hundetrainer trainiert nicht nach Schema F, sondern stellt sich auf den jeweiligen Hund/Halter ein und wählt danach eine passende Trainingsmethode.
Genau das wollte ich auch gerade schreiben!

Es bringt mir nichts, wenn bis jetzt all seine Schützlinge dies und jenes so und so gelernt haben und mein Hund mit dieser Methode nicht zurecht kommt. Dann finde ich es wichtig, dass der Trainer dies bemerkt und sich andere Methoden überlegt. Ich habe auch kein Problem damit, wenn Trainer mal offen und ehrlich zugeben, dass sie mit bestimmten "Macken" meines Hundes überfordert sind. Ist mir lieber, als sie doktoren herum haben keine Ahnung.

lg Cony
 

Ingenieur

Gesperrt
Medium Knochen
Also Geduld und Ruhe ist für mich oberstes Gebot. Ein Hundetrainer, der rumschreit (ob er jetzt den Hund anschreit, oder mich) darf gleich wieder Heim gehen.
Ich vermute, du hast keine(n) Retriever, mit dem du Dummytraining machst?
Da steht der/die TrainerIn oft 50 Meter weit entfernt vom HH (zB in der Nähe des Dummies). Da ist eine kräftige Stimme schon von Vorteil.

Ich kenne eine Trainerin, zart von Gestalt und mit einem zarten Stimmchen ausgestattet. Dazu auch in den Formulierungen eher vage - "jetzt probiern wir einmal ein bißchen dies oder das machen ...". Dafür sehr freundlich.

Könnte sein, was dir gefällt. Mein Fall war sie nicht. Und die Lernfortschritte bei mir und meinem Hund nach einer Stunde waren winzig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gelöscht_36

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Super Knochen
Moin,

dazu mal eine Nachfrage:

Nehmen wir mal an, Du willst Ágility machen und zwar richtig für Wettkämpfe usw.. In Deiner Gegend ist dafür ein Trainer mit sehr guten Ruf und Erfolgen. Dort wird speziell Agility gelernt und zwar durchaus ehrgeizig.

Dein Hund hat nun aber Verhaltensauffälligkeiten (ist bissig gegenüber anderen Hunden und hat mitunter mangenden Gehorsam).

Ist dieser Trainer dann schlecht, wenn er sich dafür nicht zuständig fühlt?


Tschüss

Ned
 

Kokosbällchen

Profi Knochen
Ich vermute, du hast keine Retriever, mit dem du Dummytraining machst?
Da steht der/die TrainerIn oft 50 Meter weit entfernt vom HH (zB in der Nähe des Dummies). Da ist eine kräftige Stimme schon von Vorteil.

Ich kenne eine Trainerin, zart von Gestalt und mit einem zarten Stimmchen ausgestattet. Dazu auch in den Formulierungen eher vage - "jetzt probiern wir einmal ein bißchen dies oder das machen ...".

Könnte sein, was dir gefällt. Mein falls war sie nicht. Und die Lernfortschritte bei mir und meinem Hund nach einer Stunde waren winzig.
Ja gut, das ist aber klar - ich kenne Dummytraining persönlich nicht, aber wenn man hier laut werden muss, damit einem der Hund hört (wobei ich hier fragen möchte, ob der Hund nicht eh so unglaublich gut hört und daher das schon hören müsste), dann ist das halt Anforderung.

Gibt aber bestimmt genug Trainer, die laut werden, weil der Hundehalter sich "dumm" anstellt oder weil der Hund es "schon wieder" "falsch" macht. Das meinte ich eigentlich :)

Moin,

dazu mal eine Nachfrage:

Nehmen wir mal an, Du willst Ágility machen und zwar richtig für Wettkämpfe usw.. In Deiner Gegend ist dafür ein Trainer mit sehr guten Ruf und Erfolgen. Dort wird speziell Agility gelernt und zwar durchaus ehrgeizig.

Dein Hund hat nun aber Verhaltensauffälligkeiten (ist bissig gegenüber anderen Hunden und hat mitunter mangenden Gehorsam).

Ist dieser Trainer dann schlecht, wenn er sich dafür nicht zuständig fühlt?


Tschüss

Ned
Du meinst, wenn er dann trotzdem Agility macht, obwohl es diese Baustelle gibt?

Ich frage mich, ob sich das nicht in die Quere kommen kann.
Wie sieht es bei Tunieren hinter den Kulissen aus? Trifft man da auf Hunde? Wenn ja, könnte sich der Hund so aufregen, dass später die Leistung darunter leidet. Wenn meine Hündin einmal wegen irgendetwas aufdreht, weil sie so gestresst ist, kommt sie oft Stundenlang davon nicht runter und fällt schnell in alte Muster - funktioniert der Hund dann also nicht mehr, wenn er vorher einen anderen Hund trifft?

Denke aber, dass der Agility Trainer den Hundehalter darauf aufmerksam machen sollte, dass das ein Problem ist an dem gearbeitet werden sollte - und zwar eher, als am Agility Training.

Aber das ist schon wieder so komplex :) Vielleicht hilft das Training dem Hund? Ist eine Aufgabe, macht dem Hund Freude, Hund wird entspannter und ausgeglichener, auch selbstsicherer - vielleicht kann er später mit anderen Hunden besser umgehen. Also vielleicht ist das auch eine Trainingsmöglichkeit. Schwierig, schwierig :D
 
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Ingenieur

Gesperrt
Medium Knochen
wie viel praktische Erfahrung muss ein Trainer haben? Also ehrliche Trainererfahrung (die "Ich bin mit Hunden aufgewachsen"-Jahre sollten nicht zählen).

Oder kommt's dann letztlich doch auf die Qualität an?
Kann man "praktische Erfahrung" in einem professionellen und angemessenen Ausmaß auch innerhalb von zwei Jahren sammeln, oder muss man da schon mit 20 Jahren auffahren können?
HundetrainerInnen habe ja im Regelfall eigene Hunde. Da schaue ich gerne einmal, wie er/sie mit denen umgeht, was die können, wie zuverlässig die folgen.

Die erforderlichen Jahre Praxis werden wohl mehr als 2 sein, aber ich schätze, 20 Jahre sind auch nicht nötig. Lernkurven werden ja meist anch einiger Zeit flacher.

Da Menschen dazu neigen,eigene Erfahrungen zu generalisieren ist es sicher forteilhaft, wenn die eigenen Erfahrungen von vielen Hunden stammen und damit ein größeres Repertoire an Verhalten bekannt ist. Oder sich Trainer auf Teilbereiche (zB Retriever und Dummiearbeit) spezialisieren.

PS: der Trainer schreit, damit der HH ihn auf 50 Meter versteht. Der Hund hat feinere Ohren, da hast Du recht.
 

Lia111

Super Knochen
Moin,

dazu mal eine Nachfrage:

Nehmen wir mal an, Du willst Ágility machen und zwar richtig für Wettkämpfe usw.. In Deiner Gegend ist dafür ein Trainer mit sehr guten Ruf und Erfolgen. Dort wird speziell Agility gelernt und zwar durchaus ehrgeizig.

Dein Hund hat nun aber Verhaltensauffälligkeiten (ist bissig gegenüber anderen Hunden und hat mitunter mangenden Gehorsam).

Ist dieser Trainer dann schlecht, wenn er sich dafür nicht zuständig fühlt?


Tschüss

Ned
Wenn er sich von Grund auf nicht dafür zuständig fühlt und zugibt, dass er mit verhaltensauffälligen Hunden (obwohl für mich die von dir angesprochenen Macken kein Grund wären als Trainer "Nein" zusagen) überfordert ist, dann finde ich den Trainer deshalb nicht schlecht. Sondern bin froh, dass er ehrlich ist.

lg Cony
 

Gelöscht_36

Gesperrt
Super Knochen
Wenn er sich von Grund auf nicht dafür zuständig fühlt und zugibt, dass er mit verhaltensauffälligen Hunden (obwohl für mich die von dir angesprochenen Macken kein Grund wären als Trainer "Nein" zusagen) überfordert ist, dann finde ich den Trainer deshalb nicht schlecht. Sondern bin froh, dass er ehrlich ist.

lg Cony
Moin,

ich würde es nicht eine 'Überforderung' nennen. Es gehört einfach nicht in den Bereich, den er/sie trainieren will.

Für mich ist das nämlich auch nichts, was gegen einen guten Trainer spricht. Er kann nämlich auf seinem Gebiet Agility dennoch sehr gut sein und genau das wird da ja trainiert.

Tschüss

Ned
 

Lia111

Super Knochen
Moin,

ich würde es nicht eine 'Überforderung' nennen. Es gehört einfach nicht in den Bereich, den er/sie trainieren will.

Für mich ist das nämlich auch nichts, was gegen einen guten Trainer spricht. Er kann nämlich auf seinem Gebiet Agility dennoch sehr gut sein und genau das wird da ja trainiert.

Tschüss

Ned
Ich würde mich freuen, wenn der Trainer mich darauf aufmerksam macht, dass er mit solchen Verhaltensauffälligkeiten noch keine Erfahrung hat, aber mich trotzdem einlädt, bei ihm zu trainieren.

Wenn ich das Gefühl habe, dass er sich auf mich und meinen Hund einlässt und bereit ist, sich eingehend mit uns zu befassen, dann denke ich, dass nicht unbedingt wahnsinnig viel Erfahrung notwendig ist um mit so einem Team zu trainieren. Als Trainer sollte er ja grundsätzlich Hundewissen und Verstand haben und somit auch mit Problemhunden ansatzweise gut umgehen.

lg Cony
 

Kokosbällchen

Profi Knochen
Ich würde mich freuen, wenn der Trainer mich darauf aufmerksam macht, dass er mit solchen Verhaltensauffälligkeiten noch keine Erfahrung hat, aber mich trotzdem einlädt, bei ihm zu trainieren.


lg Cony
oder vielleicht eine Empfehlung abgeben kann, welcher Trainer sich mit Verhaltensauffälligkeiten beschäftigt.
 

Gelöscht_36

Gesperrt
Super Knochen
Moin,

mmein Punkt ist, dass so etwas manchmal ebenn nicht in so eine Gruppe gehört.

Mich würde s beim Dummytraining schon nerven, wenn da ein Hund dabei wäre, der grundlegende Probleme hätte, die alle anderen behindern oder aufhalten.

Manchmal ist man einfach in einer Gruppe falsch und dafür kann der Trainer nichts. Im Gegenteil, ein guter trainer muss ja alle im Auge haben und so etwas dann lieber auch deutlich kommunizieren.

Tschüss

Ned
 

Lia111

Super Knochen
Moin,

mmein Punkt ist, dass so etwas manchmal ebenn nicht in so eine Gruppe gehört.

Mich würde s beim Dummytraining schon nerven, wenn da ein Hund dabei wäre, der grundlegende Probleme hätte, die alle anderen behindern oder aufhalten.

Manchmal ist man einfach in einer Gruppe falsch und dafür kann der Trainer nichts. Im Gegenteil, ein guter trainer muss ja alle im Auge haben und so etwas dann lieber auch deutlich kommunizieren.

Tschüss

Ned
Da geb ich dir natürlich recht!

lg Cony
 
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