Wie soll mein Hund lernen? Oder doch besser - WAS?

calimero+aaron

Super Knochen
Zuerst einmal ein riesengroßes Danke an Sabine Lagies für diesen - mit Hirn und Herz geschriebenen Artikel!

Nicht nur die Ratschläge für das beste Welpentraining (ach, hätten wir nur Sabine Lagies damals gehabt, bzw. so eine Hundeschule mit DEM Denken!), sondern der gesamte Artikel sollte als Anleitung für alle Hundeschulen dienen! Als Anleitung und Vorbild!

Sehr gut dazu passend dann übrigens der vorherige Artikel, über die kognitiven Fähigkeiten von Hunden....
da staunt man, was Hunde alles können....

ach ja..."sprechen" können sie auch - das steht im Artikel ja nicht drin.
Auch Lautäußerungen können eine Art von "Sprache" darstellen. Müssen ja nicht immer Worte oder Sätze sein.
 

calimero+aaron

Super Knochen
Nein, diese Erkenntnis hatte ich schon viel, viel früher.
Aber im Bezug zum Artikel ist es eine Ergänzung, da im Artikel steht, dass "Denken - wie früher einmal angenommen - nicht unbedingt an Sprache gekoppelt sein muss".
Im Artikel steht aber nicht, was genau unter "Sprache" verstanden wird - gelten Lautäußerungen, die in einem bestimmten Zusammenhang - und immer wiederkehrend - erfolgen, nun auch als "Sprache"?
Müssen das immer nur Worte und Sätze sein?
Wenn ich eine bestimmte Lautäußerung einer bestimmten Handlung oder Äußerung von Gefühlen zuordnen kann - ist das doch auch Sprache!

Ich weiß nicht, wie ich das nun erklären soll... Aaron macht, wenn er sich unwohl fühlt, weil er - etwas haben will, weil er in ein verschlossenes Zimmer will, weil er zu einem bestimmten Hund hin will - er eben ein bestimmtes Verlangen hat... "Öm,Öm. " Das ist ein ganz bestimmter Laut.
Mich erinnert das ans Sprechenlernen meines Sohnes - vor 28 Jahren.
War faszinierend.... Michi hat alles, was sozusagen in die Tiefe ging (Loch, Glas, wo man was einfüllte, usw. ) als "Nganga" bezeichnet.
Klingt irgendwie afrikanisch - nur hat er das sicher nirgendwo gehört.
Es hatte einen logischen Hintergrund (die Tiefe, das "Hineingehen") - nur, das Wort war ein Fantasiewort.
Aber so ungefähr ist das beim Hund auch. Man kann Hunde ja vom Denken her ein wenig mit kleinen Kindern vergleichen.
 

chess

Super Knochen
Wenn ich eine bestimmte Lautäußerung einer bestimmten Handlung oder Äußerung von Gefühlen zuordnen kann - ist das doch auch Sprache!

Aber so ungefähr ist das beim Hund auch. Man kann Hunde ja vom Denken her ein wenig mit kleinen Kindern vergleichen.
worauf willst du hinaus?

wenn mein hund will daß ich ihm zb. die tür öffne, dann macht er ein ganz bestimmtes wuff, immer kurz und knapp und in der selben tonlage.

natürlich ist das "sprache" aber ich kann jetzt wirklich nicht glauben daß das neu für dich ist:confused:

fast alle unsere haustiere entwickeln im lauf ihres zusammenlebens mit uns bestimmte laute/signale wenn sie uns etwas vermitteln möchten.

und natürlich verständigen sich hunde/andere tiere untereinander auch mit lauten (sprache)...
 

frau kleinwolf

Super Knochen
ach ja..."sprechen" können sie auch - das steht im Artikel ja nicht drin.
Auch Lautäußerungen können eine Art von "Sprache" darstellen. Müssen ja nicht immer Worte oder Sätze sein.
Nein, diese Erkenntnis hatte ich schon viel, viel früher.

natürlich ist das "sprache" aber ich kann jetzt wirklich nicht glauben daß das neu für dich ist:confused:
Chess, wie kommst du auf das (fette)?
Ich hab das von C&A so verstanden, dass sie das mit der Sprache dem Artikel noch hinzufügen wollte, weil ihr das "gefehlt" hat, bei den kognitiven Fähigkeiten von Hunden.
 

asta1

Super Knochen
ich weiss nicht... jeder lebt mit seinem Tier zusammen - oder vielleicht doch nur nebenher - weil eigentlich sollte einem einiges klar sein :eek:
 

chess

Super Knochen
Chess, wie kommst du auf das (fette)?
Ich hab das von C&A so verstanden, dass sie das mit der Sprache dem Artikel noch hinzufügen wollte, weil ihr das "gefehlt" hat, bei den kognitiven Fähigkeiten von Hunden.
weil sie schreibt:

Wenn ich eine bestimmte Lautäußerung einer bestimmten Handlung oder Äußerung von Gefühlen zuordnen kann - ist das doch auch Sprache!

ich gehe davon aus daß es kaum eine hund/halterbeziehung gibt wo das nicht vorkommt.
es gibt aber vermutlich menschen die es nicht in dem sinn registrieren.
 

jamie27

Super Knochen
also wenn meiner vor die heizung liegt, weiss ich , das er will
das ich sie aufdrehe :D

und wenn er ins bett kommt und mich ewig anschaut, weiss ich, er will zugedeckt werden :D

er muss nicht mal nen ton von sich geben -
der wickelt mich einfach um den finger und hat mich gut erzogen :D
 

calimero+aaron

Super Knochen
Frau Kleinwolf, danke! Genau in diesem Sinne meinte ich es. Ging ja um diese zwei Artikel im Wuff.
Mir hat das gefehlt im Artikel - diese Lautäußerungen, die einem bestimmten Zweck dienen, gehören ja auch zu den kognitiven Fähigkeiten.
Und ich meine, "Denken" fängt schon hier an.

Vielleicht wird es im Laufe der Zeit einmal so sein, dass Hunde sowas wie rudimentäre Stimmbänder oder so entwickeln, damit sie sich noch besser artikulieren können. Wer weiß, wie die Evolution weitergeht?

Aber aus diesem Grund... und jetzt könnt's mich wieder prügeln.... bin ich dafür, doch mehr mit dem Hund zu reden, als so Einwortsätze. Sitz und Platz wär aus dem Grund für mich nicht genug. Kann man vielleicht damit vergleichen, wie manche Leute mit Ausländern reden... "Du putzen!"
Natürlich ist es so, dass zuerst einmal einzelne Wörter verstanden werden. Aber dann - im Kontext - mit Körpersprache - wird mehr verstanden.

Ich glaub, das Ganze ist was Dynamisches. Und wir - als Menschen - können da mitarbeiten. Was fördern. Wir können auch unsere Hunde lehren, mehr als Einwortsätze (Kommandos) zu verstehen. Es liegt an uns, ihr Gehirn weiterzubilden.
Das ist meine Meinung.
 

Tamino

Super Knochen
also wenn meiner vor die heizung liegt, weiss ich , das er will
das ich sie aufdrehe :D

und wenn er ins bett kommt und mich ewig anschaut, weiss ich, er will zugedeckt werden :D

er muss nicht mal nen ton von sich geben -
der wickelt mich einfach um den finger und hat mich gut erzogen :D
:DDetto.

Es gibt Hunde, die sich der Stimme bedienen, es gibt Hunde, die das schlicht nicht machen.

Von "Sprache" zu reden, würde ja bedeuten, dass ein Hund, der im Alltag keine Lautäußerungen von sich gibt, weit weniger kommuniziert. Und das ist ganz klar nicht der Fall.

Der Haarige schlägt an wenn es läutet, knurrt wenn ein Fremder ohne mein OK die Schwelle übertreten möchte, bellt ca 1x pro Jahr wenn er mit Hunden spielt als Spielaufforderung, ansonsten gibt es von ihm keinerlei Lautäußerung in Richtung Mensch

Aber im Kommunizieren mit Menschen, fremden und ihm bekannten, ist er Spitzen:Dklasse.....
 

calimero+aaron

Super Knochen
Naja, das ist wie beim Menschen. Da gibt es welche, welche wenig reden und dann gibt es welche, die ununterbrochen (oder fast ununterbrochen) den Mund offen haben müssen... (öhm......:eek::eek::D)
 

Lykaon

Super Knochen
Also MEINE Hunde haben Stimmbänder.

Hast du sie deinem entfernen lassen, damit er weniger kläfft?

Was meinen Hunde fehlt, ist der Stimmbildungsapparat des Menschen, der, wie jeder Sänger und Sprechberufler weiß, eine komplizierte Kombination verschiedener Organe ist.

Mit einer langen Schnauze, trensenden Lefzen und einem aufs Bellen selektierten(!), breiten Kehlkopf werden Hunde auch in Zukunft gesteigerte Probleme mit "Fischers Fritze" haben.

Außerdem fehlt ihnen jenes Sprachzentrum im Gehirn, dass Kinder befähigt, aus Gebrabbel irgendwann Grammatik abzuleiten.

"Hör mal, Loki-Boy, ich kauf dir gerne einen Kalbsknochen, aber rausspeiben tust du ihn bitte im Hof draußen!"
Na ob das je verstanden wird?

Hingegen hat es sich bewährt, schon den Junghund bei Anzeichen von Toilettebedürfnissen oder Speibere sofort "Raus!" zu befördern. Wenn ihm danach ist, verlangt er eilig "Raus!"

(Leider hat er es nimmer ganz geschafft, Ich putzen Teppich. Der Gierschlund. Dieser Knochen war halb so lang wie er selber und breiter als sein Maul. Wie kann man da noch immer schlingen? Maya schlingt nicht und hat ihren Knochen auch nicht erbrochen. :mad:)
 

selina

Super Knochen
Frau Kleinwolf, danke! Genau in diesem Sinne meinte ich es. Ging ja um diese zwei Artikel im Wuff.
Mir hat das gefehlt im Artikel - diese Lautäußerungen, die einem bestimmten Zweck dienen, gehören ja auch zu den kognitiven Fähigkeiten.
Und ich meine, "Denken" fängt sßchon hier an.

Vielleicht wird es im Laufe der Zeit einmal so sein, dass Hunde sowas wie rudimentäre Stimmbänder oder so entwickeln, damit sie sich noch besser artikulieren können. Wer weiß, wie die Evolution weitergeht?

Aber aus diesem Grund... und jetzt könnt's mich wieder prügeln.... bin ich dafür, doch mehr mit dem Hund zu reden, als so Einwortsätze. Sitz und Platz wär aus dem Grund für mich nicht genug. Kann man vielleicht damit vergleichen, wie manche Leute mit Ausländern reden... "Du putzen!"
Natürlich ist es so, dass zuerst einmal einzelne Wörter verstanden werden. Aber dann - im Kontext - mit Körpersprache - wird mehr verstanden.
Haben wir nicht schon gefühlte 20 Threads darüber diskutiert, dass klare Befehle für keinen Hund ein Martyrium, keine Diskriminierung (also der obige Vergleich ist zutiefst schauerlich) oder sonst irgendeine Unmenschlichkeit sind?

Und ja, ich spreche mit meinem Hund auch manchmal ganze Sätze, manchmal auch kein Wort, da reicht eine Geste oder ein Blick. Nach 9 Jahren Zusammenleben, bild ich mir auch ein, er versteht so einiges, aber deswegen ist er noch lange kein Sprachtalent, sondern es sind einfach ritualisierte Abläufe. Und Sprache erfordert schon ganz andere Dinge von uns. Ein Gefühl für Zeitabläufe, Abstraktion, das Lösen von Dingen aus ihrem Kontext und da reichen noch so rudimentären Stimmbänder einfach nicht aus...

Lg Selina
 
Zuletzt bearbeitet:

calimero+aaron

Super Knochen
Ein Gefühl für Zeitabläufe, Abstraktion, das Lösen von Dingen aus ihrem Kontext
Siehst du, darum geht es im zweiten Artikel. (kognitive Fähigkeiten des Hundes)

Und ja... der Hund hat ein Gefühl für Zeitabläufe ("Hunde haben ein Verständnis von Zeit und Raum und erkennen darin auch Unterschiede oder Ähnlichkeiten" - Zitat aus dem Artikel).
Weiters... "keinesfalls läuft das Lernen und Denken von Hunden nur über angeborenes Verhalten oder gar über die Klassische Konditionierung ab..."

Der Hund ist KEINE Reiz-Reaktions-Maschine! Er ist - viel, viel, viel mehr!
Sicher ist das abstrakte Denkvermögen begrenzt, also nicht so wie beim Menschen.
Aber... naja, bitte... Artikel lesen! Da lernen Hunde Auto fahren....faszinierend!
 

EvaJen

Super Knochen
S
Aber... naja, bitte... Artikel lesen! Da lernen Hunde Auto fahren....faszinierend!
Über konditionierte Befehle, die haben keine Ahnung dass sie Auto fahren während sie Kommandos ausführen.... mein Hund kennt auch nicht den Unterschied zwischen einem Schwein und einem Elefanten, dennoch bringt er mir wenn ich sag bring das Schweindi ebensolches usw ....
 

selina

Super Knochen
Siehst du, darum geht es im zweiten Artikel. (kognitive Fähigkeiten des Hundes)

Und ja... der Hund hat ein Gefühl für Zeitabläufe ("Hunde haben ein Verständnis von Zeit und Raum und erkennen darin auch Unterschiede oder Ähnlichkeiten" - Zitat aus dem Artikel).
Weiters... "keinesfalls läuft das Lernen und Denken von Hunden nur über angeborenes Verhalten oder gar über die Klassische Konditionierung ab..."

Der Hund ist KEINE Reiz-Reaktions-Maschine! Er ist - viel, viel, viel mehr!
Sicher ist das abstrakte Denkvermögen begrenzt, also nicht so wie beim Menschen.
Aber... naja, bitte... Artikel lesen! Da lernen Hunde Auto fahren....faszinierend!
Ich habe den Artikel nicht gelesen, ich werde es nachholen. Ich spreche Hunden nicht gewisse kognitive Fähigkeiten ab, nicht im Geringsten. Aber ich hüte mich einfach, aus meinen Alltagsbeobachtungen (pseudo-) wissenschaftliche Rückschlüsse zu ziehen. Genauso, wie ich nicht jedes Studienergebnis sofort hochemotional bewerte. Die Versuchsanordnungen für solche Erkenntnisse sind sehr, sehr aufwändig in der Gestaltung, wenn sie wirklich haltbar, reproduzierbar und nachbrüfbar sollen und haben mit Alltag recht wenig zu tun.
Ergebnisse von solche Studien sind oft sehr faszinierend und aufschlussreich, sollten sicher auch überdacht oder verinnerlicht werden, aber im täglichen Leben brauchts dann auch wieder sehr oft einfach nur das richtige "Gspür", und das haben manche von haus aus, manche können es lernen und bei anderen hilft da auch der 100ste Artikel keinen Deut weiter...
 

EvaJen

Super Knochen
Ich sehe eine große Gefahr darin das Zusammenleben mit Hunden zur Wissenschaft zu erheben .... ich hab einfach Spass mit meinen Hunden und Freude an ihnen mit allen ihren Vorzügen und auch mit ihren Defiziten :)
 
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