Editorial WUFF 1/2021

0
1745

25 lange Jahre

Liebe Leserin, lieber Leser!

WUFF feiert ein Jubiläum! 25 Jahre ist es her, dass dieses Magazin gegründet wurde – und seit 25 Jahren schreibe ich in jeder ­Ausgabe als Herausgeber ein Editorial und darüber hinaus als Chefredakteur immer wieder auch Artikel. Viele Autoren haben uns in dieser Zeit begleitet und Sie mit spannenden, informativen, aber auch unterhaltsamen Texten zum Thema Hund in seiner weitesten Spannbreite versorgt. Und WUFF hat sich zusammen mit Ihnen, den Leserinnen und Lesern, in diesen 25 Jahren weiterentwickelt.

Warum taten sich ein Spitalsarzt und ein Vermessungstechniker das vor 25 Jahren an, ein neues Hundemagazin zu gründen? Natürlich gab es damals mehrere Hundeblätter auf dem Markt, doch wirkten diese auf uns wie Werbebroschüren von Rassezuchtverbänden. Wurden beispielsweise Hunderassen in Porträts beschrieben, konnte man ausschließlich über die positiven Seiten lesen. Rassespezifische Erkrankungen wurden regelrecht tabuisiert. Auch die damals übliche Tötung von sogenannten »überzähligen« Welpen oder von Hunden, die nicht dem Rassestandard entsprachen, z.B. durch eine sog. »Fehlfarbe« (Beispiel weißer Boxer), wurde der Öffentlichkeit verschwiegen. Und nicht zuletzt die extrem aversiven Methoden in der Erziehung und Ausbildung von Hunden, wie wir sie unseren Vierbeinern auf den Hundeplätzen, die wir besuchten, nicht antun wollten – Stichwort Starkzwang durch Strom und Stachel –, all das war für uns abstoßend.

Wir waren der Meinung, dass diese und zahlreiche weitere Missstände im Hundewesen, die ich jetzt gar nicht alle aufzählen möchte, einerseits aufzudecken sind, und andererseits alternative Konzepte gesucht und bekannt gemacht werden müssen. Das war unsere Anfangsmotivation, WUFF zu gründen. Sozusagen aus Liebe zum Hund.

Parallel dazu fand der Hund auch zunehmendes Interesse in der Wissenschaft, bei Psychologen, Verhaltensforschern und Kognitionsbiologen. Dachte man früher, der Hund sei nichts anderes als ein bloß reflexgesteuerter Bio-Automat, entdeckte man nun seine mentalen Fähigkeiten. Die 1990er waren im Hundewesen also eine regelrechte Umbruchzeit und wir haben sie mit WUFF zweifellos mitgestaltet. Viele unserer Artikel und Themen fanden sogar den Weg in die Tagespresse.

Doch wenngleich es gut ist, seine Wurzeln zu kennen, so bleibt unser Blick nicht in der Vergangenheit hängen. Ich habe in meinem allerersten Editorial folgendes geschrieben: »Wenn wir glaubten, warten zu müssen, bis das, was wir Ihnen vorlegen, vollkommen ist, dann gäbe es dieses Hundemagazin nie. … Ihr Hundemagazin will sich mit Ihnen weiterentwickeln.« Und so hat sich WUFF in 25 Jahren tatsächlich mit Ihnen weiterentwickelt. Für ein schöneres Leben mit dem besten Freund des Menschen!

Viel Freude mit dem neuen WUFF!

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Dr. Hans Mosser, WUFF-Herausgeber
und WUFF-Redaktionshund Pauli

 

TEILEN
Vorheriger ArtikelHunde Cartoon WUFF 2/21
Nächster ArtikelNachrichten aus der Hundewelt, WUFF 1/2021
Dr. Hans Mosser
Der Arzt und Theologe Mag. Dr. Hans Mosser ist Mitbegründer und Herausgeber von WUFF und arbeitet im Hauptberuf als leitender Arzt und ­Professor in einem Universitätsklinikum.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT