Editorial WUFF 1/2018

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Innovationsfreudig …

Liebe Leserin, lieber Leser!

Obwohl wir heute mehr freie Zeit zur Verfügung haben als alle Menschen je vor uns hatten, hören wir doch immer wieder Klagen über zu wenig Zeit. Der Konsum von Literatur (sei dies online oder in gedruckter Form) erfolgt heute vielfach nur mehr in Form des Lesens von Titeln und Zwischenüberschriften sowie des Betrachtens von Bildern, vielleicht noch mit den zugehörigen Bildtexten. Erst das, was wirklich interessiert, erhält größere Aufmerksamkeit, und dann wird schon auch ein langer Artikel einmal genau studiert.

Ich glaube im Gegensatz zu manchen Berufskollegen, dass es nicht der Mangel an Zeit ist, der zu einem geänderten Literaturkonsum geführt hat, sondern dass unsere Leser, wie ja auch wir Medienleute selber, vielmehr anspruchsvoller geworden sind. Wir haben genug Zeit, ja, aber wir wollen sie sinnvoller nutzen. Ich will nicht bspw. einen langen Artikel zu lesen beginnen, um dann nach einer Weile zu bemerken, dass mich das nicht wirklich interessiert, auch wenn mich das Thema zunächst interessiert hat.

Wie auch immer wir selbst zu diesem erwähnten Trend des Literaturkonsums stehen, so müssen wir als Medium dem natürlich entsprechen. Wir haben uns in der WUFF-Redaktion mit diesem Thema daher intensiv auseinandergesetzt und auch unser persönliches Leseverhalten von Magazinen (mit den Themen Tiere, Tierschutz, Reisen, Camping, Autos, Sport usw.) analysiert. Wir haben einiges daraus gelernt, was uns dabei fehlt und was wir uns wünschen würden. Genau das wollen wir nun beim eigenen Magazin, also in WUFF, umsetzen.

Was ist geplant? Als Leser werden Sie sich bei einem Artikel nun rasch informieren können, ob und wie sehr er Sie interessiert, und ob und wie sehr es sich lohnen könnte, Lesezeit in ihn zu investieren. Sie werden nämlich in kurzer Zeit, konkret heißt das in weniger als drei Minuten Lesezeit, die wichtigsten Fakten und Infos zum Artikel erhalten, inklusive einer Angabe für die ungefähre Zeit, die Sie benötigen würden, wenn Sie den gesamten Artikel lesen.

Wie machen wir das? Wir werden das Schritt für Schritt umsetzen und beginnen mit zunächst einem Artikel in dieser Ausgabe, dem über den Blindenführhund, der übrigens auch der Beginn einer neuen WUFF-Serie über die Berufe der Hunde darstellt. In einem Kasten finden Sie dort die wichtigsten Fakten des Artikels. Anhand dieser Angaben können Sie dann entscheiden, ob Sie sich näher für das Thema interessieren, d.h. jetzt (oder auch später) den gesamten Artikel lesen wollen.

Wir werden die Infos in solchen Kästen in weiterer Folge in den nächsten WUFF-Ausgaben ausbauen. Je nach der Art des Artikels werden Sie ein oder zwei Sätze dazu finden, was an diesem Artikel neu oder anders ist im Vergleich zum bereits ­Gewussten, und warum es sich lohnen könnte, ihn zu lesen, sowie andere relevante Informationen. Ziel ist es also, dass Sie anhand des Kastens sofort die Relevanz des Artikels für Sie ­persönlich erkennen sowie den Zeitaufwand zum Lesen abschätzen können.

Ich denke, dass wir Ihnen damit wieder einmal unsere Innova­tionsfreudigkeit bewiesen haben, die stets im Dienst der ­Leserin, des Lesers steht, und wir freuen uns auch, wenn andere Hunde­magazine – wie schon so oft in der Vergangenheit – unserem Beispiel folgen werden.

Viel Freude mit dem neuen WUFF!

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Dr. Hans Mosser, WUFF-Herausgeber,
und Bruno, der WUFF-Redaktionshund

Pdf zu diesem Artikel: editorial_0118

 

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Dr. Hans Mosser
Der Arzt und Theologe Mag. Dr. Hans Mosser ist Mitbegründer und Herausgeber von WUFF und arbeitet im Hauptberuf als leitender Arzt und ­Professor in einem Universitätsklinikum.

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