Editorial WUFF 2/2019 – Deutschland-Ausgabe

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Hund ist g‘sund

Liebe Leserin, lieber Leser!

Es war und ist stets unser Anliegen, Themen anzusprechen, die nicht nur interessant, spannend oder unterhaltsam sind, sondern vor allem auch solche, die für uns Hundehalterinnen und -halter von praktischer Relevanz sind. Das, womit wir es im alltäglichen Leben mit unserem Vierbeiner zu tun haben. Das, was wir an ihm lieben, aber auch das, was uns vielleicht stört, das, was wir (noch) nicht im Griff haben oder was wir besser oder schöner haben wollen. Gemäß dem WUFF-Motto »Besser leben mit Hund«.

So banal manche Dinge sind, so wichtig sind sie auch – und dazu gehört beispielsweise das Gassigehen, das Gehen an der Leine oder – ganz wichtig! –, dass der Hund sofort zu uns kommt, wenn wir ihn rufen (bspw. mit »Komm« oder »Hier« etc.) oder ihm pfeifen. Dass der Hund bei einem bestimmten Pfiff, sei es ohne oder mit Hilfe einer Pfeife, sofort zu seinem Menschen gelaufen ist, war vor mehreren Jahrzehnten noch gar nicht so selten zu sehen bzw. zu hören. Doch mittlerweile scheint das aus der Mode gekommen zu sein. Aber ehrlich, seinen Vierbeiner mit einem eleganten Pfiff zu sich zu rufen ist doch irgendwie cooler als nach ihm zu schreien, oder? Dieses Thema, das neben anderen im Schwerpunkt »Leine, Fuß und Hier« in dieser Ausgabe behandelt wird, ist deshalb so praxisrelevant und wichtig, weil es dem Hund Freiheit gibt. Wenn mein Vierbeiner zuverlässig sofort auf Ruf oder Pfiff zu mir kommt, egal, was sonst um ihn gerade passiert, wird er häufiger frei laufen dürfen, als wenn ich mir die Seele aus dem Leib schreien muss und er trotzdem nicht sofort zu mir kommt.

Das Thema Gassigehen habe ich selbst recherchiert und nicht wenige Studien gefunden, über deren interessante Ergebnisse ich Ihnen in dieser Ausgabe berichte. Gassigehen hat offensichtlich das Interesse der Wissenschaftler gefunden, die sich mit öffentlicher Gesundheit beschäftigen. Der große Nutzen einer regelmäßigen körperlichen Bewegung für die Gesundheit gilt ja für Hund und Halter gleichermaßen, wobei aber dennoch die eigene Gesundheit des Halters bei den motivierenden Faktoren des Gassigehens keine so große Rolle spielt. Kein Frauchen oder Herrchen geht Gassi, weil es für sie oder ihn gut ist. Vielmehr geht man Gassi, weil es für den Hund erstens notwendig und zweitens gut ist. Verschiedenste Aspekte wurden in den Studien zwischen Menschen mit und ohne Hund verglichen, und erstere schneiden durchwegs besser ab. Dass wir Hundehalter der Gesellschaft aber auch geringere medizinische Kosten verursachen als hundelose Bürgerinnen und Bürger, ist schon eine spannende Sache. Eigentlich sollte man mit diesem Argument sofort die Hundesteuer abschaffen und alles tun, um Hundehaltung zu fördern.

Bis das Wirklichkeit wird, wollen wir von WUFF Ihr Leben mit Ihrem Vierbeiner bereichern, fördern und schöner machen. Viel Nutzen und viel Freude mit der neuen Ausgabe!

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Dr. Hans Mosser, WUFF-Herausgeber
und WUFF-Redaktionshund Pauli

Pdf zu diesem Artikel: editorial_0219_D

 

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