Editorial WUFF 2/2021

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Zusammenhalten

Liebe Leserin, lieber Leser!

Viele von uns denken schon an den oder die Urlaube, die sie in diesem Jahr mit ihrem vierbeinigen Familienmitglied verbringen wollen. Und wissen zugleich, dass jede Planung unter dem Vorbehalt des 2020 und wohl auch dieses Jahr am häufigsten verwendeten Wortes Corona steht. In unserer freien Lebensgestaltung betrifft es uns ja alle gleichermaßen, im beruflichen Bereich hingegen sehr unterschiedlich. Dass etwa Einzel- bzw. Einpersonenunternehmen am stärksten betroffen sind, ist nicht zu bezweifeln, und dies in zweifacher Weise. Einerseits durch das Verbot des Kundenkontakts und damit der Geschäftsausübung und andererseits fallen viele von ihnen durch den Rost staatlicher Hilfen.

Besonders geht es dabei auch um Menschen, die in unterschiedlicher Weise im Hundedienstleistungsbereich tätig sind und die unglaublich viel leisten, damit das Zusammenleben von Mensch und Hund für beide Seiten gut gelingt. Zudem erfüllen sie auch eine soziale Aufgabe, indem die Folgen ihrer Arbeit zur Akzeptanz des Hundes in unserer Gesellschaft maßgeblich beitragen.

Für mich unverständlich ist es, dass ein Hundetraining im Freien, wo große Abstände möglich sind und auch Masken getragen werden, in Zeiten des Lockdowns verboten ist, ebenso wie die Abhaltung von Fortbildungsveranstaltungen mit reduzierter Teilnehmerzahl. Dass neben dem finanziellen Desaster für die betroffenen Veranstalter die fehlende Weitergabe von Know How in diesem so wichtigen Bereich auch für die verhinderten Teilnehmer Konsequenzen hat, wurde wohl noch kaum bedacht. Die auch gesellschaftliche Relevanz dieser Berufe wird bei Weitem unterschätzt.

Aus diesem Grund habe ich zahlreiche Mails an Landes- und Bundespolitiker geschrieben und auf die große gesellschaftliche wie individuelle Bedeutung des Hundes für das soziale Leben, für die mentale und körperliche Gesundheit (wie dies viele Studien beweisen) etc. hingewiesen. Rund die Hälfte meiner Mails wurde mit nichtssagenden Aussagen beantwortet; ich muss zugeben, viel mehr habe ich auch nicht erwartet. Dennoch glaube ich, dass wir Zeichen setzen müssen, gerade auch in schwierigen Zeiten. Dazu gehört es auch, dass wir Hundefreunde zusammenhalten. Dass wir uns nicht auseinanderdividieren lassen in Halter großer oder kleiner Hunde, dieser oder jener Rasse usw. Nur so können wir eine gesellschaftlich relevante Größe werden, die wir trotz unserer großen Zahl bei Weitem noch nicht sind.

In diesem Sinn bitte ich Sie, auch die WUFF-Gemeinschaft zu stärken und damit dieses Magazin. Wenn es Ihnen gefällt, geben Sie es weiter oder schenken Sie jemandem auch gleich ein WUFF-Abo.

Und jetzt viel Freude mit dem neuen WUFF!

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Dr. Hans Mosser, WUFF-Herausgeber
und WUFF-Redaktionshund Pauli

 

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Dr. Hans Mosser
Der Arzt und Theologe Mag. Dr. Hans Mosser ist Mitbegründer und Herausgeber von WUFF und arbeitet im Hauptberuf als leitender Arzt und ­Professor in einem Universitätsklinikum.

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