Editorial WUFF 7/2018

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WUFF als Community

Liebe Leserin, lieber Leser!

Immer häufiger erhalte ich Mails, in denen sich Leserinnen und Leser von WUFF in einer Weise äußern, die zeigt, dass sie sich nicht als „bloße“ Konsumenten einer Hundezeitschrift verstehen, sondern vielmehr als eine Gemeinschaft, als eine Community von Hundefreunden. Denn immer mehr spüren, wie das Leben mit einem Hund als Familienmitglied in den letzten Jahren zunehmend angefeindet wird, und immer häufiger müssen wir Hundehaltung in Diskussionen verteidigen. Dass in gar nicht so wenigen Fällen auch richtiger (meiner Meinung nach oft auch pathologischer) Hundehass mit im Spiel ist, verwundert deswegen, weil andererseits immer mehr Untersuchungen die große positive soziale, gesundheitliche, psychologische und wirtschaftliche Bedeutung der Hundehaltung nachweisen. Doch ist ein dumpfer Hundehass seriöser Argumentation ohnehin nicht zugänglich.

Studien, die bspw. den positiven Einfluss von Hunden in der Familie auf Kinder und deren soziale Verantwortung oder die Bedeutung des Hundes als „sozialer Katalysator“ aufzeigen, bestätigen uns nur, was wir ohnehin wissen und tagtäglich erleben. Umso perfider ist es, wenn Unfälle mit Hunden dazu benutzt werden, Hunde generell zu verdammen und Hundehaltung in ein schlechtes Licht zu setzen. Über die Qualität und Seriosität der medialen Berichterstattung darüber konnten wir uns in den letzten Wochen ja ein gutes Bild machen.

Wenn ich darüber nachdenke, wie unkompliziert das Verhältnis zu Hunden in der Gesellschaft noch vor zwei oder drei Jahrzehnten war, dann habe ich das Gefühl, dass sich die Abneigung vieler unserer menschlichen Artgenossen gegen Hunde kontinuierlich steigert. Einerseits die Zahl derer, die bei ihrer Angst vor Hunden nicht mehr wie früher ihre Angst bekämpfen, sondern heute vielmehr die Opfer ihrer Angst, nämlich Hunde. Und andererseits wird die Abneigung gegenüber Hunden heute viel schärfer artikuliert.
Die Tatsache, dass sich immer mehr WUFF-Leser als Gemeinschaft verstehen, ist daher eine gute Antwort auf die Verunsicher­­ung durch die mediale, politische und gesellschaftliche Entwicklung, wie wir sie erleben.

Wir brauchen uns mit unserem Vierbeiner nicht zu verstecken, sondern wir können und sollen die Freude zeigen, die das Leben mit einem Hund in der Familie macht und seit Jahrtausenden immer schon gemacht hat. Nicht nur deswegen gibt es das Hundemagazin WUFF. Seit unserer Gründung vor 23 Jahren sind wir gemeinsam mit anderen zudem auch ein Katalysator für positive Veränderungen in der Hundehaltung und im Hundwesen generell. Ich möchte Sie bitten, nicht nur Teil dieser WUFF-­Gemeinschaft zu bleiben, sondern sich einzubringen. Ihre Ideen sind gefragt, wie WUFF sich Ihrer Meinung nach als Community weiterentwickeln soll. Schreiben Sie mir ([email protected]) bitte!

Noch eine abschließende Info: vor einigen Wochen wurde der Nachfolger des WUFF-Redaktionshundes Bruno, der Anfang dieses Jahres leider gestorben ist, geboren. Der Neue heißt Pauli, mehr verrate ich noch nicht. Aber ab der kommenden Ausgabe ist er bei WUFF an Bord.

Viel Freude mit diesem neuen WUFF!

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Dr. Hans Mosser, WUFF-Herausgeber

Pdf zu diesem Artikel: editorial_0718

 

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Dr. Hans Mosser
Der Arzt und Theologe Mag. Dr. Hans Mosser ist Mitbegründer und Herausgeber von WUFF und arbeitet im Hauptberuf als leitender Arzt und ­Professor in einem Universitätsklinikum.

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