Ein „Fress-Gen“ beim Hund?

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Ursachen von Übergewicht bei Hund (& Mensch)

Übergewicht und Fettleibigkeit haben beim Hund ähnliche Ursachen wie beim Menschen, doch spielt hierbei die Hund-Halter-Beziehung eine größere Rolle. Darüber hinaus hat eine Studie – derzeit nur beim Labrador und Flat Coated Retriever – eine Genmutation entdeckt, die mit gesteigertem Appetit und Fettleibigkeit einhergeht. Diese Genmutation lässt sich, salopp gesagt, durchaus als Fress-Gen bezeichnen …

Da Hunde weitgehend in derselben Umwelt leben wie ihre Halter und zudem auch deren Lebensstil teilen, ist es kein Wunder, dass sie auch die gleichen „Zivilisationskrankheiten“ haben. Daher ist auch die Fettleibigkeit eine weltweit steigende Erkrankung nicht nur beim Menschen sondern auch beim Hund. Vieles, was Mediziner aus Untersuchungen dazu beim Menschen wissen, lässt sich auf den Hund anwenden und umgekehrt gilt der Hund immer häufiger in der Wissenschaft als Modell für Fettleibigkeit beim Menschen.

Während in der vorigen Ausgabe die Frage „Zu viel Speck auf den Rippen?“ beantwortet, d.h. geklärt wurde, wie Sie selbst Übergewicht bzw. Fettleibigkeit bei Ihrem Hund feststellen können, geht es in diesem Artikel um die wichtigsten Ursachen, wobei auch das Verhältnis Hund und Halter eine wichtige Rolle zu spielen scheint, die bislang kaum wirklich untersucht wurde.

Das zweite Hauptthema dieses Artikels ist die titelgebende Frage, ob bestimmte Hunderassen eher zu Fettleibigkeit neigen als andere, zumal die Wissenschaft eine Genmutation entdeckt hat, die man salopp als „Fress-Gen“ bezeichnen könnte.

Übergewicht oder Fettleibigkeit?
Zunächst noch ein wichtiger Hinweis: Zwischen Übergewicht und (krankhafter) Fettleibigkeit besteht kein qualitativer, sondern bloß ein gradueller Unterschied, der beim Menschen durch den Body Mass Index (BMI) definiert ist. Wie schon in der vorigen Ausgabe erwähnt, spricht man bei einem BMI des Menschen von 25 bis 29,9 von Übergewicht, ab 30 von Adipositas, also Fettleibigkeit. Bei Hunden ergeben sich die entsprechenden Werte in Abhängigkeit vom BCS-Wert (Body Condition Scale), wobei es hier unterschiedliche Skalen gibt; meist wird eine 5- oder 9-teilige verwendet, wobei die Höhe der Ziffer mit dem Ausmaß des Ernährungszustandes bzw. dem Übergewicht des Hundes korreliert. Mittlere BCS-Werte (also bspw. 3 bei einer 5-teiligen Skala) entsprechen dem Normalwert (vgl. WUFF 09/2018).
Aufgrund des nur graduellen Unterschiedes wird in den meisten wissenschaftlichen Studien zwischen Übergewicht und Fettleibigkeit nicht unterschieden, dies daher auch nicht in diesem Artikel, sodass in dem Begriff Fettleibigkeit im Folgenden stets auch der Begriff Übergewicht inkludiert ist.

Warum kommt es zu Fettleibigkeit?
Fettleibigkeit beim Hund kann – genauso wie beim Menschen – sehr unterschiedliche Ursachen haben, und oft ist es mehr als nur eine einzige. Zunächst ist immer abzuklären, ob es eine medizinische Ursache ist. Denn es gibt mehrere Krankheiten, die aufgrund ihres Einflusses auf den Stoffwechsel zu Fettleibigkeit führen. Meist handelt es sich dabei um Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nebenniere. Oder es kommt zu Fettleibigkeit aufgrund der Nebenwirkung von Medikamenten, wie bekanntermaßen bei einer Kortisontherapie. Eine kurze tabellarische Übersicht über diese Ursachen finden Sie nachstehend.

Als Hauptursache von Fettleibigkeit gilt jedoch bei (sonst gesunden) Menschen und Hunden ein Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch (German 2006), d.h. es werden mehr Kalorien (bzw. Joule) über die Nahrung zugeführt als bspw. durch Bewegung verbraucht werden. Das logische Ergebnis ist ein Energieüberschuss, der sich dann letztlich in vermehrtem Körperfett manifestiert.

Der Fettstoffwechsel des Körpers wird u.a. beeinflusst von bestimmten Hormonen mit der Aufgabe, das Energiegleichgewicht aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck haben sie auch Einfluss auf das Hunger- und das Sättigungsgefühl. Solche Hormone sind bspw. das bekannte Insulin, das u.a. zu einer vermehrten Aufnahme von Glukose aus dem Blut führt (und damit den Blutzuckerspiegel senkt). Weniger bekannt sind das appetitanregende Hormon Grehlin oder das appetitzügelnde Leptin sowie Adiponectin, das die Wirkung von Insulin an den Fettzellen beeinflusst (Jeusette 2005, Verkest 2011, Park 2014). Es ist daher einsichtig, dass Dysregulationen in diesem komplizierten Regelsystem eine Neigung zu Fettleibigkeit begründen können. Oft aber lässt sich gar nicht genau unterscheiden, ob diese Dysregulation Ursache oder Folge von Fettleibigkeit ist.

Fettleibigkeit und Persönlichkeitsmerkmale
Wissenschaftler der Abteilung für Psychosomatische Medizin & Psychotherapie des Klinikums der Ruhr-Universität Bochum haben 70 Studien ausgewertet, die zwischen 1993 und 2003 zum Thema Übergewicht und Essverhalten (beim Menschen) publiziert worden sind. Das Ergebnis war, dass Übergewicht, Essanfälle und Fettleibigkeit mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen zusammenhängen (Gerlach 2015). Als Risikofaktoren wurden Impulsivität und große Empfänglichkeit für Belohnungen (Belohnungssensitivität) identifiziert, während Selbstkontrolle bzw. Selbstdisziplin vorbeugend gegen Fettleibigkeit wirken sollen. Selbstdisziplin zu stärken sei daher auch ein guter Ansatz in der Therapie, so die Wissenschaftler.

Allerdings – so interessant die Zusammenhänge auch sind, eine kritische Beurteilung dieser Analyse (wie jeder wissenschaftlicher Arbeit) muss feststellen, dass allein der Nachweis eines Zusammenhanges noch nicht Ursächlichkeit bedeuten muss. So kann beispielsweise mangelnde Selbstdisziplin klarerweise auch eine der Ursachen von Fettleibigkeit sein, aber es ist genauso gut auch umgekehrt möglich: Dass nämlich eine (aus welchen Gründen auch immer entstandene) Fettleibigkeit zu einer Schwächung der Selbstdisziplin bei Nahrungszufuhr und Bewegung führt, vielleicht etwa nach dem Motto „jetzt ist es mir schon egal“. D.h. der Beweis eines Zusammenhanges von Fettleibigkeit und mangelnder Selbstkontrolle kann, aber muss nicht entscheiden, was die Ursache wofür ist.

Dicker Halter – dicker Hund?
Eine positive Beziehung zwischen dem Gewicht des Hundes und dem seines Menschen bzw. dessen BMI ist schon vor 50 Jahren erstmals festgestellt und durch weitere Studien bestätigt worden (Mason 1970, Kienzle 1998, Roy 2004, Colliard 2006, Nijland 2009). Unlogisch ist es nicht, da der Lebensstil von Frauchen oder Herrchen nicht ohne Auswirkungen auf den Vierbeiner sein wird. Andererseits aber haben auch viele normalgewichtige Menschen fettleibige Hunde, sodass also auch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Wer ist da der Faulpelz?
Alexander German vom Institut für Altersforschung und chronische Erkrankungen der Universität Liverpool hat in einer Studie mit 11.154 Hunden, von denen 16% (1.801) als übergewichtig klassifiziert wurden, anhand von Fragebögen der Halter die Häufigkeit und Dauer täglicher Gassigänge ermittelt (German 2017). Das Ergebnis war ein klarer Zusammenhang zwischen Gewichtszunahme und wenigeren und/oder kürzeren Spaziergängen. Etwas banaler ausgedrückt: Ist Herrchen oder Frauchen ein Faulpelz, ist es auch der Hund.

Wenn vorhin das Thema Selbstdisziplin bei der Nahrungsaufnahme erwähnt wurde, so kann das natürlich nur für den Menschen gelten, weniger für seinen Vierbeiner. Denn üblicherweise ist es ja jener, der die Nahrungsaufnahme des Hundes hinsichtlich Häufigkeit und Menge bestimmt. Wenn dann also der Hund zu dick ist, wird – wenn Krankheiten ausgeschlossen sind – die Ursache doch wohl zumindest überwiegend bei seinem Menschen liegen.

Frust-Fressen beim Hund?
Analog zum bekannten Frust-Essen beim Menschen mit der Folge von Fettleibigkeit zeigen Studien, dass es dies auch bei Hunden gibt (McMillan 2013). Obwohl Haushunde meist keinen selbständigen Zugang zu Futter haben, so würden sie bei Stress durch ein entsprechendes Verhalten versuchen, Leckerlis oder Futter zu erhalten. Häufig würde der Halter diesem Stress-induzierten Betteln um Futter nachgeben, was dann zur Fettleibigkeit seines Hundes führt, die wiederum in einer Senkung seiner Lebensqualität resultiert und damit Stress-steigernd wirkt. Damit ist der Teufelskreis perfekt. Wie er durch Verhaltensmodifikationen zu durchbrechen ist, wird Thema in der nächsten Ausgabe sein.

Erkaufen von Zuneigung
Sehr interessant, aber nur wenig bekannt ist das Ergebnis von Studien, die psychologische Zusammenhänge zwischen Eltern und ihren fettleibigen Kindern untersuchen und dies auf die Beziehung von Hundehaltern zu ihren Vierbeinern übertragen (Pretlow 2016). Demnach sei eine Erklärung für fettleibige Kinder das Bedürfnis ihrer Eltern nach Zuneigung und Liebe, was sie durch Naschereien und besondere Lebensmittel für ihr Kind erreichen. Dieser Aspekt würde sich durchaus auch auf die Mensch-Hund-Beziehung anwenden lassen. Frauchen und Herrchen oder auch andere Familienmitglieder würden sich die Zuneigung des Hundes z.B. mit Leckerlis oder besonderem Futter „erkaufen“ wollen. Und andererseits würden Hunde sehr schnell lernen, wie sie Leckerlis oder Extra-Futterportionen erhalten können und ebenso, wie sie reagieren müssen, wenn sie dieses Ziel nicht erreichen (Jakovcevic 2013, Carballo 2015, Fugazza 2016).

Stellten Frauchen oder Herrchen dann plötzlich fest, dass der Hund eindeutig zu dick und in seiner Lebensqualität eingeschränkt ist, würden sie es zunächst mit einer Reduktion von Leckerlis und Futter versuchen. Das würde jedoch nicht selten zu negativen Reaktionen des Hundes führen, sozusagen zu Entzugserscheinungen, bspw. zu erhöhter Aggressivität oder anderem unerwünschten Verhalten. Damit würde der Hundehalter sozusagen zur „Geisel“ seines Hundes werden und alles tun, um seinen Vierbeiner bei Laune zu halten (Pretlow 2016).

Auch wenn diese Analogie zu einer Eltern-Kind-Beziehung durchaus plausibel ist, so ist doch festzuhalten, dass solche Studien bei Haltern und ihren Hunden derzeit noch fehlen.

Risikofaktoren für Fettleibigkeit bei Hunden
Viele Studien haben Zusammenhänge zwischen verschiedenen Risikofaktoren und Fettleibigkeit bei sonst gesunden Hunden untersucht (Robertson 2003, Colliard 2006, Bland 2009). Am häufigsten wird stets zu große Futterzufuhr und/oder mangelnde Bewegung angegeben. Als weitere Risikofaktoren werden die Kastration, v.a. bei Hündinnen genannt, ein höheres Alter des Hundes (wobei hier einige Wissenschaftler widersprechen) sowie bestimmte Hunderassen.

Risikofaktor Alter?
Über das Alter als Ursache von Übergewicht sind sich, wie erwähnt, die Wissenschaftler nicht einig. Während die einen hier einen Zusammenhang feststellen (z.B. Colliard 2006), kommen andere zu dem Schluss, dass es nicht das Alter des Hundes als solches ist, sondern vielmehr die Dauer eines bestimmten Lebensstils, dem er ausgesetzt ist. Die letztere Meinung wird unterstützt durch den Nachweis einer Reduktion sowohl des Gewichts des alten Hundes als auch des BMI seines Menschen durch häufigeres und längeres Gassigehen (Nijland 2009).

Während sich also aus diversen Studien das Motto „Dicker Halter, dicker Hund“ durchaus resümieren lässt, so gilt das interessanterweise nicht für Katzen und deren Halter (Nijland 2009). Die Gründe dafür könnten u.a. darin liegen, dass Katzen mehr auf sich selbst orientiert sind als auf ihren Menschen und sich auch eher mit sich selbst beschäftigen können. Und natürlich geht ein Mensch mit einer Katze eher selten Gassi.

Fress-Gen bei Labrador Retrievern
Nun zum zweiten Hauptthema dieses Artikels, der Frage, ob manche Hunderassen mehr zur Fettleibigkeit neigen als andere, und wenn ja, aus welchen Gründen.

Dass bestimmte Hunderassen als besonders „verfressen“ gelten, ist in Hundehalterkreisen nichts Neues. Häufig wird das dem Beagle, dem Labrador oder dem Golden Retriever nachgesagt. Diese Alltagserfahrung ist aber auch wissenschaftlich „abgesichert“, denn in Studien werden immer wieder Hunderassen genannt, die zu Fettleibigkeit neigen würden (s. Tabelle oben), Retriever sind tatsächlich immer dabei, häufig auch der Beagle.

Wenn es aber nun wirklich rassespezifische Unterschiede in der Neigung zu Fettleibigkeit gibt, dann könnte diese Disposition durchaus auch genetisch (mit)bestimmt sein. Auf der Suche nach so einem – salopp gesagt – Fress-Gen sind britische Wissenschaftler nun bei Labrador Retrievern fündig geworden. Wie in einer groß angelegten, internationalen Studie mit Beteiligung von 13 Universitätsinstituten in Großbritannien und Schweden herausgefunden wurde, ist bei rund 25% aller Labrador Retriever eine Mutation im sog. POMC-Gen nachweisbar, welche mit gesteigertem Appetit und Fettleibigkeit einhergeht (Raffan 2016). Dieses Gen ist verantwortlich dafür, dass POMC (Proopiomelanocortin) gebildet werden kann, ein Eiweißstoff, der im Fettstoffwechsel eine Rolle spielt, nicht nur bei Hunden, sondern auch beim Menschen, wie eine Studie der Charité Berlin nachweist (Kühnen 2016).

Auffallend ist darüber hinaus, dass bei Labrador Retrievern, die als Assistenzhunde, wie bspw. Blindenführhunde, eingesetzt werden, diese Mutation mit 76% deutlich häufiger vorkommt als es dem Durchschnitt von 25% in der Gesamtpopulation entspricht. Die Wissenschaftler erklären sich diesen höheren Prozentsatz so, dass Ausbilder von Assistenzhunden aus Labradorwürfen bevorzugt solche Tiere auswählen würden, die stärker auf Futterbelohnung (Futtermotivation) reagieren als andere. Das würde sie offensichtlich leichter trainierbar machen. Diese Genmutation wurde außer beim Labrador nur noch im Flat-coated Retriever nachgewiesen, in anderen Rassen bislang nicht.

Ist Fettleibigkeit vorhersagbar?
Ob und wie eine Neigung zu Fettleibigkeit schon vor ihrem Auftreten bemerkt werden kann, ist bislang bei Hunden noch nicht untersucht worden, mit Ausnahme einer einzigen Studie. Wissenschaftler der Universität Nantes versuchten bei Beagle-Hündinnen Faktoren im Welpenalter zu finden, die auf Fettleibigkeit im Erwachsenenalter hinweisen könnten (Leclerc 2017). Von den zahlreichen untersuchten Faktoren wurden zwei als statistisch relevant erkannt, nämlich erstens eine rasche Gewichtszunahme in den ersten beiden Lebenswochen und zweitens das Auftreten von Übergewicht (BCS >5/9) bereits im 7. Lebensmonat.

Die Wissenschaftler empfehlen daher Züchtern, denen bei einem Welpen eine im Vergleich zu seinen Wurfgeschwistern deutlich raschere Gewichtszunahme in den ersten beiden Wochen auffällt, nach dem Abstillen entsprechende energiereduzierte Nahrung zuzuführen, um die spätere Entwicklung zu Fettleibigkeit hintanzuhalten. Und Tierärzte sollten bei Hunden, die ihnen im Alter von ca. 7 Monaten vorgestellt werden und die einen deutlich erhöhten BCS von über 5/9 aufweisen, dem Halter entsprechende energiereduzierte Fütterungsempfehlungen abgeben. Wichtig ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die Aussagekraft dieser Studie eingeschränkt ist, weil einerseits nur eine geringe Anzahl von 24 Hunden und andererseits ausschließlich weibliche Beagles untersucht wurden. Dennoch liefert die Studie interessante Anhaltspunkte, auf die zu achten es sich lohnt.

Komplexe Zusammenhänge
Selbst nach Ausschluss einer krankheitsbedingten Ursache von Fettleibigkeit sind die Zusammenhänge bei ihrer Entstehung bei Hunden wie auch bei Menschen sehr komplex und häufig sind es mehrere Faktoren, die ursächlich zusammenwirken. Dass bei bestimmten Hunderassen eine genetische Disposition vorliegt, ist mittlerweile ebenso unbestritten wie das, was sich zwischen Hund und Frauchen bzw. Herrchen abspielt.

Daher geht es in der nächsten WUFF-Ausgabe im dritten und letzten Teil dieser kurzen Übersicht um Einflüsse und Auswirkungen von Übergewicht und Fettleibigkeit auf Körper und Psyche, auf Lebensdauer und Lebensqualität und abschließend um praktische und wissenschaftlich gesicherte Methoden der Gewichtsreduktion und/oder Verbesserung der Fitness unter Beibehaltung der Lebensqualität. Die alleinige Fokussierung auf das Körpergewicht des Hundes bzw. auf den BMI des Menschen ist nämlich mittlerweile obsolet geworden.

Medizinische Ursachen von Übergewicht/Fettleibigkeit

Verschiedene Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen sowie Nebenwirkungen von Medikamenten können zu Fettleibigkeit führen. Für ihren Nachweis oder Ausschluss ist ein Tierarztbesuch obligatorisch!

1. Erkrankungen
• Schilddrüsenunterfunktion
• Überfunktion der Nebennierenrinde (Hyperadrenokortizismus, Cushing)

2. Medikamente
• Cortisonpräparate
• Antikonvulsiva (Mittel gegen Krampfanfälle od. neuropathische Schmerzen)

Literatur

Die im Artikel zitierte Literatur in alphabetischer Reihenfolge.

• Bland IM et al. Dog obesity: Owner attitudes and behaviour. Prev Vet Med. 2009;92:333–40
• Carballo F et al. Dog’s discrimination of human selfish and generous attitudes: the role of individual recognition, experience, and experimenters’ gender. PLOS ONE 2015,å10, e0116314
• Colliard L et al. Risk factors for obesity in dogs in France. J Nutr. 2006;136(7 Suppl):1951S–4S
• Fugazza C et al. Do as I … Did! Longterm memory of imitative actions in dogs (Canis familiaris). Anim Cogn 2016;19:263–269
• Edney AT, Smith, PM. Study of obesity in dogs visiting veterinary
practices in the United Kingdom. Vet. Rec. 1986;118:391–396
• Gerlach G, Herpertz S, Loeber S. Personality traits and obesity: a systematic review. Obes Rev. 2015;16(1):32-63
• German AJ. The growing problem of obesity in dogs and cats. J Nutr. 2006;
136:1940S–6S
• German A et al. Overweight dogs exercise less frequently and for shorter periods: results of a large online survey of dog owners from the UK. J Nutr Sc 2017;6(11):1-4
• Jakovcevic A et al. Frustration behaviors in domestic dogs. J Appl Anim Welf Sci 2013;16:19-34
• Jeusette IC et al. Effects of chronic obesity and weight loss on plasma ghrelin and leptin concentrations in dogs. Res Vet Sci. 2005;79:169–75
• Kienzle E et al. A comparison
of the feeding behavior and the human–animal relationship in owners of normal and obese dogs. J Nutr 1998;128,12 Suppl.:2779S–2782S
• Kronfeld DS et al. Body condition and energy intakes of dogs in a referral teaching hospital. J Nutr. 1991;121:S157–8
• Kühnen J et al. Interindividual Variation in DNA Methylation at a Putative POMC Metastable Epiallele Is Associated with Obesity. Cell Metabolism 2016; 24(3):502-9
• Leclerc et al. Higher neonatal growth rate and body condition score at 7 months are predictive factors of obesity in adult female Beagle dogs BMC Veterinary Research 2017;13:104
• Lund EM et al. Prevalence and risk factors for obesity in adult dogs from private US veterinary practices. Int. J. Appl. Res. Vet. Med. 2006;4:177
• Mason E. Obesity in pet dogs. Vet Rec 1970;23:612–616
• McMillan F. Stress-induced and emotional eating in animals: a review of the experimental evidence and implications for companion animal obesity. J Vet Behav 2013;8:376–385
• Nijland ML et al. Overweight in dogs,but not in cats, is related to overweight in their owners. Public Health Nutr 2010;13:102–106
• Park HJ et al. Leptin, adiponectin and serotonin levels in lean and obese dogs. BMC Vet Res. 2014;10:113
• Pretlow RA, Corbee RJ. Similarities between obesity in pets and children: the addiction model. British Journal of Nutrition 2016;116:944–949
• Raffan E et al. A deletion in the canine POMC gene is associated with weight and appetite in obesityprone labrador retriever dogs. Cell Metab 2016;23:893-900
• Robertson ID. The association of exercise, diet and other factors with owner-perceived obesity in privately owned dogs from metropolitan Perth, WA. Prev Vet Med. 2003;58:75-83
• Roy MM, Christenfeld NJS. Do dogs resemble their owners? Psychol Sci 2004;15:361-363
• Verkest KR et al. Distinct adiponectin profiles might contribute to differences in susceptibility to type 2 diabetes in dogs and humans. Domest Anim Endocrinol. 2011;41:67–73

Pdf zu diesem Artikel: uebergewicht_bei_hunden_teil2

 

1 KOMMENTAR

  1. Guten Morgen,

    Sehr interessanter Artikel, zum Einen wegen der biogenetischen Veränderungen beim Hund, zum Anderen aber auch gerate in der Betrachtung der sozialen und psychologischen Umfelder des Hund-Mensch-Gespannes.
    Gibt es auch empirische Untersuchungen zu dicken Menschen und schlanken, topfitten Hunden?

    Mit freundlichem Gruss
    Heijo Fescharek, ein Dicker mit schlankem Hund

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