Ein Wochenende wie ein kleiner Urlaub …

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Wer kennt das nicht? Man ist urlaubsreif, Urlaub ist jedoch noch nicht in Sicht. Was ­bietet sich da mehr an als ein Wochenendtrip? Wenn man ein Wohnmobil hat, geht das noch einfacher, weil man kein Zimmer buchen muss, sondern seine „rollende Wohnung" immer vor der Tür stehen hat. Diesmal führt uns WUFF-Autorin Elisabeth Polgar nach Bad Aussee und zum Gut Aiderbichl.

Spontan packen wir an einem Freitagnachmittag wieder einmal das Nötigste in unseren Campingbus und fahren los. Gut Aiderbichl ist unser Ziel, doch vorerst brauchen wir einen Stellplatz. Wir entscheiden uns für den Campingplatz „Mondsee Land" (http://www.campmondsee.at)

Als wir ankommen, ist es bereits dunkel und das Schwimmbad wunderschön beleuchtet. An der geschlossenen Rezeption steht auf einem Schild zu lesen, dass man sich einfach einen Platz suchen und am nächsten Morgen zur An­meldung kommen soll. Alles ganz unkompliziert. Mit den Hunden an der Leine erkunden wir noch ein bisschen die nähere Umgebung und bewundern immer wieder den fast vollen Mond, bevor wir uns in unsere „fahrende Mensch-Hund-Hütte" zurückziehen.

Auf zum Gut Aiderbichl
Der nächste Tag beginnt mit einem wunderschönen ­Sonnenaufgang. Hundespaziergang, Frühstück, alles ­einpacken … Gegen 11 Uhr erreichen wir das Gut Aiderbichl (www.gut-aiderbichl.com) – einen Gnadenhof für geschundene Tiere – und zu meiner Freude sind unsere Hunde den vielen freilaufenden Tieren gegenüber ganz gelassen, wenn auch Timo ein bisschen mehr Respektabstand von allen ­Tieren hält als Piccolina – sie liebt vor allem Ziegen!

Viele Leute, Kinder und Hunde tummeln sich auf den Wegen, laufen kreuz und quer, fotografieren, streicheln die Tiere. Viel Ruhe, Gelassenheit und positive Energie liegt wie ein Zauber in der Luft, über all den Tieren und den meisten Menschen! Das Restaurant bietet verschiedene ­vegetarische und vegane Speisen an – von Zeit zu Zeit schaut mitunter auch mal ein Tier am Tisch vorbei. ­Fasziniert bin ich vor allem von der positiven Ausstrahlung der ­verschiedenen Tiere, welche zum Teil schon sehr schlimme Erlebnisse hinter sich haben. Was könnten wir Menschen nicht alles von ihnen lernen?

Next Stop Wolfgangsee
Nach gut drei Stunden lassen wir unsere Hunde nochmals durch den Hundepfad am Gutsgelände laufen, damit sie sich austoben können. Timo hat natürlich die meiste Freude an dem kleinen Teich und gemeinsam mit Piccolina läuft er den Weg mehrmals auf und ab. Danach verabschieden wir uns als „Aiderbichler" und ziehen weiter zum ­Wolfgangsee, wo wir übernachten wollen. Als es aber zu regnen beginnt, ändern wir unseren Plan, fahren nach Bad Ischl, wo die ­Sonne scheint und machen dort einen fast einstündigen Spaziergang. Piccolina und Timo posieren brav als ­Foto­modell und werden mehrmals dafür bewundert. Ich glaube, die beiden verstehen das inzwischen auch schon und Timo lässt es sich auch nicht nehmen, mich stolz zum ­„Zauner" – die bekannte Kult-Konditorei – zu begleiten, wo ich für unsere Enkeltochter Schokolade kaufe.

Grundlsee und Toplitzsee
Diese Nacht verbringen wir dann auf dem Campingplatz „Staud’nwirt" in Bad Aussee (www.staudnwirt.at). Direkt an der Traun, unter alten Obstbäumen sehen wir die vom Sonnenuntergang beleuchteten Berge. Ein interessanter und erlebnisreicher Tag liegt hinter uns, wir machen noch eine kurze Runde mit den Hunden und freuen uns auf den nächsten Tag. Wieder haben wir Glück mit dem Wetter und können am Sonntag nach dem Frühstück den Weg zwischen Grundlsee und Toplitzsee im Sonnenschein genießen. Der Herbst hat schon fleißig gefärbt und so leuchten die ­Blätter in den schönsten Rot- und Gelbtönen, während einige ­Wolken die von der Sonne bestrahlten Berge ­abwechselnd einhüllen und wieder frei geben. Natur pur – totale ­Entspannung und Erholung, bevor es wieder heimwärts geht.

Nur zwei Tage – aber fast ein ganzer Urlaub!

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