Elliot, das Schmunzelmonster

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Der Anruf erreichte mich an einem kalten Januarabend vor einem Jahr: „Claudia, ich hätte einen Hund für dich!" Meine erste Reaktion war ablehnend, es war mir noch zu früh, ich wollte noch ein paar Monate warten. „Aber er passt perfekt zu dir!" Meine Freundin Bettina, Tierärztin von Beruf, wusste, wovon sie sprach, sie hatte meinen vorherigen Hund Nicky gut gekannt, oft behandelt und schließlich – 2 Monate zuvor – wegen eines irreparablen Bandscheibenvorfalls 14-jährig eingeschläfert.

Tolle Mischung
„Ich will’s gar nicht hören", sagte ich, doch Bettina erzählte bereits: Da ist dieser Bauernhof im Burgenland, und die Hofhündin hat gerade wieder geworfen, da sich niemand um eine Sterilisation kümmert, und so eine tolle Mischung, Schäfer-Collie-Hirtenhund, und wenn die Welpen keine neuen Besitzer finden, dann … Ich erbat mir 14 Tage Bedenkzeit, doch eigentlich war meine Entscheidung bereits gefallen, als ich den Hörer wieder auf die Gabel legte …

Drei Wochen später konnte ich ein Foto des Wurfs im Internet bewundern und mir einen der Zwerge aussuchen. Da lagen sie auf dem Holzboden einer Bauernstube, schliefen, und einer hatte so ein „Smile" im Gesicht, dass mir dazu spontan „Schmunzelmonster" einfiel … Und so wollte ich ihn dann auch nennen, Elliot, nach diesem liebenswerten Drachen aus einem Film, den ich als Kind sehr geliebt hatte.

Am Freitag, dem 2. März 2001, konnte ich ihn mir holen. Hektische Tage waren vorangegangen: ein Anruf der Schwiegertochter des Bauern: „Meinen" Welpen hätte sie irrtümlich bereits vergeben, jetzt wäre nur noch ein kleiner Rüde zu haben. Nun, ich war ja bereits in so freudiger Erwartung, dass ich natürlich auch diesen haben wollte.

Neuer Kamerad
Futter und Spielzeug kaufen, eine Kiste vorbereiten, Urlaub nehmen, Nachbarn verständigen … Und dann sah ich ihn zum ersten Mal, meinen neuen „Lebensgefährten" – und es war Liebe auf den ersten Blick! Während der Autofahrt nach Hause streichelte ich unentwegt sein weiches Köpfchen und erzählte ihm leise von dem wundervollen Leben, das auf ihn wartete … Ich hoffe, ich habe ihm nicht zu viel versprochen: Elliot ist nun 13 Monate alt, 36 kg schwer, und einem Blinden würde ich ihn als „rotblonden Wolf" beschreiben. Er hat mit mir einen Welpen- und einen Junghundekurs (den wir als zweitbestes Team von 19 abgeschlossen haben) besucht, hat unzählige 2- und 4-beinige Freunde im Augarten, Prater und an der Alten Donau und wird im März seine Ausbildung zum „Therapiehund" beginnen.

Elliot ist unglaublich temperamentvoll, energiegeladen und stark – aber auch liebevoll, verschmust und sanft mit Kindern und kleineren Tieren. Er liebt lange Autofahrten, Schwimmen, die Hündin meiner Schwester und Ballspiele. Ich könnte mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Manchmal bin ich traurig, weil Nicky ihn nicht kennenlernen konnte – er hätte ihn gemocht …




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