Filou, der Blitzlerner

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Filou, ein schwarzer junger Mischling aus dem Tierheim in Bottrop, lebt seit einem Sonntag im Juni 2001 bei Birgit Strempel in Essen. Das war der Tag, an dem sie Filou am Ende des ersten „Kennenlern-Tages" wieder ins Tierheim zurückbringen musste. Auf dem Weg dorthin hatte Birgit Strempel den Eindruck, dass der auf der Rückbank sitzende Filou immer ruhiger wurde und ganz traurig wirkte. Ihr Blick fiel immer häufiger in den Rückspiegel. Und so versprach sie Filou, sich dafür einzusetzen, dass er erst gar nicht mehr aus dem Auto steigen müsse … Und tatsächlich, entgegen der sonst üblichen Vergabepraxis durfte Frau Strempel nach den üblichen Formalitäten Filou wieder mit nach Hause nehmen. Da hatten sich die zwei Richtigen gefunden, wie auch die Tierheimleiterin mit offensichtlicher Menschenkenntnis erkannt haben dürfte.

Langeweile
Filou gewöhnte sich rasch ein, spielte, tobte herum, und er und Frauchen hatten viel Spaß miteinander. Und natürlich ging es auch in die Hundeschule – ein wenig Erziehung könne niemals schaden, wie Frauchen meinte. Dort lernte Filou schnell das „Hunde-ABC" – und dann begann er sich zu langweilen.

Bald zeigte sich, dass Filou durch Spaziergänge, Spielen und Toben einfach nicht ausgelastet war. Das entwickelte sich zu einem Problem, denn der offensichtlich unterforderte Hunde kam auf die seltsamsten „Beschäftigungsideen", was Frauchen nicht unbedingt immer recht war. Was tun?

Schicksalsbegegnung
Doch dann wurde alles anders. Mitten auf den Ruhrwiesen in Duisburg trafen das engagierte Frauchen und der chronisch gelangweilte Hund auf Beate Müller. Birgit Strempel über diese Begegnung, die Filous Leben verändern sollte: „Wie es so beim Gassigehen ist, kommt man ins Gespräch. Ich klagte Beate mein Leid mit dem gelangweilten Filou, dem ich einfach nicht gerecht werden konnte. Da wir uns auf Anhieb gut verstanden, verabredeten wir uns für einen Besuch bei mir zu Hause, wo sie sich einmal meinen Filou etwas näher anschauen wollte".

Was Birgit Strempel vorerst noch nicht wusste – die neue Bekanntschaft hatte es sich zur Aufgabe gemacht, erwachsenen unterforderten Hunden individuell zu helfen. Ein wahrer Glückstreffer also, diese Begegnung!

Das Dream Team …
Und tatsächlich, als die Hundeexpertin sich intensiv mit Filou beschäftigt hatte, kam auch sie zu dem Schluss, dass Filou mehr als das übliche „Hundeschul-Programm" benötige. Sie leitete Filous Frauchen an, ihm allerlei tolle Dinge beizubringen. Birgit Strempel: „So lernte Filou ‘im Pfotenumdrehen’, das Handy zu bringen, wenn es schellt, die Sets zu holen, wenn ich den Tisch decke, das Körbchen beim Einkaufen zu tragen – sogar mit Brötchen drin – und noch viel mehr!" Frauchen ist stolz auf ihren gelehrigen Filou, der das sein dürfte, was man bei Menschen ein „hochbegabtes Kind" nennt. Der Hund erlernte mit großem Spaß und sehr schnell jede Menge Kunststücke. Und seither ist Filou nicht nur ausgeglichen, wie Frauchen erzählt. „Auch die Beziehung zwischen uns ist immer weiter gewachsen, und heute stellen wir ein echtes ‘Dream-Team’ dar, eben mein Mischlings-Champ Filou, der trotz allem ein völlig normaler Hund ist, und ich."

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