Fleischfresser oder Abfallverwerter?

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Geschichten und Fakten zur Ernährung des Hundes

Der Trend zum Barfen ist ungebrochen und basiert vor allem auf dem Argument, dass der Hund vom Wolf abstammt. Aufgrund dieses Arguments füttern heutige Hundehalter ihre Vierbeiner vorwiegend mit Fleisch, was zu einer immer schlechteren CO2-Bilanz in der Hundeernährung führt. Extremform dieser Auffassung ist die in letzter Zeit in Mode gekommene Prey-Methode, die ganze Tiere mit Fell und Innereien als Futter für den Hund propagiert. Aber ist das wirklich die artgerechte Nahrung für unsere modernen Hunderassen?

Neuste Forschungen haben gezeigt, dass der Hund im Gegensatz zum Wolf auch Kohlenhydrate verwerten kann. Haben sich Mensch und Hund in ihrer gemeinsamen Evolutionsgeschichte auch in der Ernährung verändert? In den letzten zehn Jahren liefert die Genetik fundierte Belege über die sich wandelnden Ernährungsgewohnheiten der Caniden in ihrer gemeinsamen Entwicklungsgeschichte mit dem Menschen. Interessanterweise bestätigen Archäologie und historische Quellen die neusten Forschungsergebnisse, nur sind diese historischen Ernährungsratschläge als veraltet belächelt oder oft in Vergessenheit geraten.

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Dr. Karin Dohrmann
Dr. Karin Dohrmann ist promovierte Ägyptologin und hat mehrere Jahre im öffentlichen Kunstbetrieb gearbeitet. Nun lebt und arbeitet sie in Steinhöring bei München und bietet mit ihrer Internet-Galerie ars canis Kunst und Kultur rund um den Hund an. Sie teilt ihr Leben mit drei Hunden aus dem Tierschutz und hatte eine ganze Reihe von Pflegehunden in ein neues Zuhause vermittelt. Als Autorin verfasste sie zahlreiche Artikel über die historische Entwicklungsgeschichte von Hunden und im Speziellen von Jagdhunden und deren jagdlichen Einsatz. In der Tierschutzszene ist sie durch Seminare, Vorträge und Artikel rund um den Hund aus zweiter Hand, Verhalten und Erziehung von Jagdhunden und den Jagdeinsatz von Windhunden in Spanien bekannt. Dazu hat sie mit der Hundetrainerin Inga Böhm das Buch »Windhunde aus Spanien« verfasst. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.ars-canis.de

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