Folgen rassespezifischer Hundeverordnungen – Ein Update

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Wissenschaftler aus den Bereichen der Risikoforschung und Risikobewertung, der öffentlichen Sicherheit und der Humanmedizin dreier skandinavischer Universitäten haben mit einer neuen Methodik die Folgen der 2010 eingeführten rassespezifischen Hundeverordnung in Dänemark evaluiert, die als eine der strengsten in Europa gilt.

Rassespezifische Hundegesetzgebungen, also solche, die auf bestimmte Hunderassen und deren angenommene Gefährlichkeit abzielen, sind seit dem tödlichen Beißunfall durch zwei Hunde in Hamburg im Jahr 2000 mehr oder weniger konstant Thema der Politik und Medien, vor allem in Österreich und Deutschland. Ziel dieser rassespezifischen Gesetze ist es, das Risiko und somit die Zahl an Hundebeißunfällen zu reduzieren. Dies ist etwas, das sich klar messen lässt, natürlich unter Berücksichtigung allgemeiner Trends.

Allerdings – gerade weil mittlerweile viele wissenschaftliche Studien einen fehlenden Einfluss rassespezifischer Hundegesetzgebung auf die Zahl an Hundebeiß­unfällen nachgewiesen haben, stellt sich die Frage, warum nur wenige Behörden davon wieder abrücken, so wie dies bspw. einige deutsche Bundesländer sowie Holland, das 2009 die 1993 eingeführte »Rasseliste« wieder abgeschafft hat, getan haben. Dass also trotz nachgewiesener fehlender Wirkung weiterhin an rassespezifischen Verordnungen festgehalten wird, muss Gründe haben, die außerhalb des Ziels dieser Verordnungen liegen. Welche Gründe können das sein?

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