Frauen beim Welpenhandel erwischt

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In Graz wurden zwei Frauen beim illegalen Handel mit Welpen erwischt. (Symbolfoto © AdobeStock)

Beim illegalen Handel mit Hundewelpen vom Auto aus, sind in Graz (Stmk.) zwei Frauen erwischt worden. Wie die Polizei am Mittwoch (13. Jänner 2021) berichtete sind einer 43-jährigen Frau und ihrer 19-jährigen Tochter insgesamt neun – teils verwahrloste – Mischlings-Welpen abgenommen worden. Die Verdächtigen werden wegen zahlreicher Übertretungen angezeigt.

Bereits am 8. Jänner wurde die Polizei in die Fröbelgasse im Bezirk Lend gerufen, nachdem einer Frau vom Auto aus ein Welpe übergeben wurde, der nicht der im Internet getroffenen ursprünglichen Vereinbarung entsprochen hatte. Die Verkäuferin sei mit einem blauen Klein-Pkw mit bosnischer Zulassung davongefahren, berichtete die enttäuschte Käuferin. An Ort und Stelle trafen die Beamten auf weitere Kaufinteressenten, welche weitere im Internet inserierte Welpen kaufen wollten.

Im Hinterhof eines Wohnhauses fiel den Polizisten ein roter Pkw mit bosnischer Zulassung auf. Als die 43-jährige Fahrzeughalterin aus Bosnien und Herzegowina zurückkam, stellten die Beamten im Pkw vier Welpen in offensichtlich verwahrlostem Zustand fest. Insgesamt wurden der Frau fünf Tiere abgenommen und zur weiteren Versorgung in ein Tierheim gebracht. Nach dem flüchtigen blauen Fahrzeug wurde eine Fahndung eingeleitet. Als es am Abend im Bereich des Hauptbahnhofes zu einem weiteren Verkauf kommen sollte, trafen die observierenden Polizisten auf die 19-jährige Bosnierin mit einem zum Verkauf angebotenen Welpen. In ihrem Auto befanden sich drei weitere verwahrloste junge Hunde. Sie wurden ebenfalls abgenommen und in ein Tierheim gebracht.

Auch die 43-Jährige Mutter der jungen Bosnierin befand sich mit ihrem roten Fahrzeug in unmittelbarer Nähe. Bei den beiden Frauen stellten die Polizisten 2.600 Euro Bargeld sicher. Bei der Einvernahme waren die beiden Frauen nicht geständig. Laut Polizei werden gegen sie zahlreiche Anzeigen wegen des Verdacht der Tierquälerei und des Betrugs erstattet und Übertretungen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz und dem Veterinärrecht angezeigt. Hinsichtlich möglicher Übertretungen nach dem Zoll- und Finanzrecht wurden auch die Finanzbehörden eingeschaltet. Eine Sicherheitsleistung wurde eingehoben. (Quelle: APA)

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