Gewitter: Die unliebsame Überraschung beim Wandern

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Vorsorge- und Verhaltenstipps bei Unwetter
Wanderer erleben das Wetter von allen Seiten: Denn gerade die Sommermonate bis in den Herbst hinein bringen nicht nur Sonnenschein, sondern sind auch die Hauptsaison für Gewitter. Folgende Tipps von WetterOnline helfen Wanderern, die Unwettergefahr frühzeitig zu erkennen und die richtigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wenn es blitzt und donnert.

Vorsorge ist besser als Nachsorge
Der wichtigste Tipp zum Schutz vor Gewittern beim Wandern ist, gar nicht erst in ein Gewitter hinein zu geraten! Damit das gelingt, ist es sinnvoll, noch am Tag der Tour einen Blick auf den aktuellen Wetterbericht zu werfen. Werden Blitz und Donner angekündigt, sollte der Wandertag verschoben werden. Unterwegs kann man zudem aktuelle Daten jederzeit über die WetterOnline App abrufen. Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline, weiß: „Auch während der Wanderung lohnt es sich, den Himmel zu beobachten. So lässt sich ein Gewitter oft schon vorzeitig erkennen. Ziehen im Laufe des Tages Wolken auf, die schnell in die Höhe wachsen und die Form eines ausgefransten Ambosses bilden, kündigt sich mit großer Sicherheit ein Unwetter an.“

Richtig schützen bei Gewitter
Wer trotz aller Vorsorge in ein Unwetter gerät, kann bestimmte Verhaltensweisen beachten, um sich vor gefährlichen Blitzeinschlägen zu schützen:

• Die Sekunden zwischen Blitz und Donner zählen: Vergehen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, ist das Gewitter näher als zehn Kilometer. Höchste Zeit also, sich in Sicherheit zu bringen, vor allem weil Blitze auch mehrere Kilometer vom eigentlichen Gewitterzentrum entfernt einschlagen können.
• Unterschlupf suchen: Zelte bieten keinen Schutz, im Gegenteil: Ihre Metallstangen können die Blitze anziehen. Auch einfache Unterstände halten nur Regen, aber keine Blitze ab. Sicherer sind rundum geschlossene Schutzhütten, über deren Lage sich Wanderer vorab online informieren können.
• Auf offenen Flächen Schutzhaltung einnehmen: Gipfel, Grate, offene Felder, Wälder oder
wasserführende Bereiche sind bei Gewittern extrem gefährlich. Wer kann, entfernt sich unverzüglich von diesen Gefahrenstellen. Geht das nicht, ist eine Schutzhaltung ratsam: Mit angezogenen Beinen und Armen auf die Fußspitzen kauern – oder noch besser, auf eine isolierende Unterlage (z.B. Isomatte oder leerer Rucksack). So bietet der Körper möglichst wenig Angriffsfläche und zwischen den Füßen entsteht keine lebensgefährliche Schrittspannung.
• Metalle entfernen: Wanderstöcke mit metallener Spitze, Pickel oder Zelte sollten so weit wie
möglich vom Körper entfernt liegen. Metallgegenstände, die nah am Körper getragen werden oder über diesen hinausragen, bieten potenzielle Einschlagspunkte. Höchste Vorsicht ist geboten, wenn Metalle ein singendes Geräusch von sich geben und einem alle Haare zu Berge stehen – dann kann der Blitz in unmittelbarer Nähe einschlagen! Die Schutzhaltung sollte unverzüglich eingenommen werden.

Immer über kommende Gewitter informiert bleiben Wanderer über www.wetteronline.de, über die WetterOnline App oder über den WetterOnline WhatsApp Service.

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