Gib Laut – Leserbriefe WUFF 11/2018

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Viele Fragen und keine Antworten …
(Zum Porträt „Der Kromfohrländer“ in WUFF 8/2018)
Ich bin seit einigen Jahren WUFF Leser. Der Bericht über „Toni der Schäferhund“ ist mit noch sehr präsent. Auch die anderen Berichte sind immer sehr lesenswert. Als Halter einer 10-jährigen Kromfohrländerhündin hat mich der Bericht vom August über diese Rasse sehr interessiert. Die Eigenschaften wurden sehr treffend beschrieben. Dass es einen offiziellen VDH-Rassezuchtverein, sowie drei nicht VDH anerkannte Kromi-Vereine gibt, hat mich sehr erstaunt. Dass man da als möglicher Käufer/Halter nicht mehr durchblickt, ist mehr als verständlich. Habe auf die Septemberausgabe gewartet und von irgendeinem Kromi-Verein eine Stellung zum Bericht erhofft. Nun habe ich die Septemberausgabe vor mir und finde nichts. Keine Stellungnahme von irgend einem Kromi-Verein. Einfach nichts. Das kann doch nicht sein. Die Rasse „todkrank gezüchtet“, aber von den Vereinen kein Ton. Oder wer nichts sagt, macht keine Fehler? Deshalb stelle ich ein paar Fragen:
Warum ist es so weit gekommen, dass es vier Kromi-Vereine gibt? Dafür fehlen für mich die Stellungsnahmen der Vereine. Wer ist eigentlich „Eigentümer“ vom Namen Kromfohrländer? Was sagt der VDH, die FCI dazu, wenn überhaupt? Es ist leider so, dass einige Rassen größere oder kleinere genetische (Inzucht)-Probleme haben. Wie steht der VDH, die FCI, SKG dazu? Machen FCI, VDH, SKG die Augen zu?

Es sind sich die meisten Fachleute einig, dass man fremdes „Material“ einkreuzen sollte. Ich habe aber noch nie gelesen, wie lange es dauert, bis die Nachkommen nicht mehr (zu stark) verwandt sind. Wie lange dauert es z.B. beim Kromi im VDH mit ca. 200 Welpen pro Jahr, oder z.B. beim Deutschen Schäfer im VDH mit etwa 8000 Welpen pro Jahr, bis man sagen kann, die Rasse ist wieder absolut gesund? Ich habe diverse Fragen gestellt. Dass nicht alle Fragen beantwortet werden können, dafür habe ich Verständnis.
Andres Graf

Kromfohrländer-Porträt begeistert
(Zum Porträt „Der Kromfohrländer“ in WUFF 8/2018)

Das Kromfohrländer-Porträt in Ihrer Ausgabe 8/2018 hat mich überaus begeistert. Wir haben seit 2015 einen ­Kromi-Rüden und seit 2017 noch eine Kromi-Hündin in unserer Familie. Hätten wir von so einem ehrlichen, offenen Bericht seinerzeit Kenntnis gehabt, wäre das Eine oder Andere im Umgang und in der Erziehung der Hunde einfacher und besser gewesen. Herzlichen Dank nochmal für diese Veröffentlichung. Das meinen auch Chester und Dayla 😉
Carmen Gerlach

Herdenschutzhunde in der Wohnung
(Zum Artikel „Herdenschutzhunde“ in WUFF 9/2018)

Der Artikel über die Herdenschutzhunde hat mir gut gefallen, auch deswegen weil ich selber 4 polnische Herdenschutzhunde hatte (Polski Owczarek Podhalanski) und jetzt einen kroatischen Herdenschutzhund (Tornjak) mehrere Wochen in Pflege. Meine Hunde (immer zu zweit) lebten bei mir damals in Wien in einer 100 m2 großen Wohnung. Morgens und abends ging ich mit ihnen in eine nahegelegene große Hundezone. Sie spielten und tobten ca. eineinhalb Stunden mit ca. 20 bis 30 anderen Spielgefährten. Jeder Neuankömmling wurde begrüßt und auch die dazugehörigen Frauchen nach Beschnuppern akzeptiert. Als die erste ca. 2 Jahre alt war und die zweite ca. 4 Monate, zogen wir in ein Haus mit Garten an einen Waldrand, wo viele Spaziergänger vorbeizogen. Haus und Garten bewachten beide mit lautem Gebell am Gartenzaun. Viele Leute redeten auf sie ein, weil sie so schöne „Eisbären“ waren, was die beiden noch böser mit Knurren beantworteten. Ich wusste aber, dass die beiden richtige Kuschelhunde sind. Also ging ich mit den beiden vor die Türe auf die Straße vor unserem Haus und siehe da, sie gingen auf die Leute zu und genossen die Streicheleinheiten, forderten mit Nasenstupsen auf, noch mehr zu bekommen. Wir hatten immer Weibchen und alle 4 vertrugen sich auch mit allen Hunden, da sie es von der Hundezone schon als Welpen gewohnt waren. Rauften Hunde, schritten sie beide ein und stürzten sich auf den „Bösen“, was ihnen mehrere Blessuren einbrachte. Am glücklichsten war meine letzte, die dann alleine war, wenn wir unsere Freunde besuchten und sie bei den Schafen stundenlang verbringen konnte. Aus Altersgründen nahmen wir keinen so großen Hund mehr, da ergab es sich, dass ein Freund von uns einen Streuner aus Kroatien zu sich nahm. Das gleiche Verhalten. Familienschmusehund und guter Wächter am Grundstück. Ich habe ihn mehrere Wochen bei uns, da sein Herrchen wochenlang ins Krankenhaus musste. Wir sind glücklich, wenigstens immer einige Wochen den Hund bei uns zu haben, und er liebt uns. Ein Herdenhund muss Bezugspersonen haben, sonst verkümmert er. Nur im Garten gehalten ohne Aufgabe geht nicht. Ich bin trotzdem der Meinung, dass meine Hunde in der Wohnung in Wien glücklicher waren mit dem Kontakt zu vielen Hunden. Denn sie lagen nicht allein im Garten sondern immer bei uns. Allerdings stürzten sie in den Garten, wenn sie draußen etwas hörten. Also ein Herdenschutzhund (nur wenn man nicht berufstätig ist) passt meiner Meinung nach auch in eine Wohnung, wenn sie groß genug ist und man viel mit ihm unternimmt. Und ich weiß, dass Schafe in Polen, wo wir oft auf Besuch sind, von den Hunden bewacht sind, die alleine durch ihr Bellen und Knurren dort Bären, Luchse, Wölfe vertreiben und Spaziergängern nichts tun, wenn man sich richtig verhält. Stehen bleiben, nicht ansehen und dann langsam im Abstand weitergehen. Auch unsere Hündin hatte an der kurzen Leine kein Problem. Sie war ganz ruhig und bellte nicht, auch sie verstand die Hunde.
Carola Hatlak

Hunde – Spiegel ihrer Halter?
(Zum Artikel „Wow – das bin ich“ in WUFF 9/2018)

Zitat: „Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute gefährliche Hunde.“ (Sir Arthur Conan Doyle, englischer Schriftsteller, schuf die Gestalt des Meisterdedektivs Sherlock Holmes und seines Freundes Dr. Watson)
Ergo: Wie der Herr, so das Gescherr. Oder: So wie Kinder ein Spiegel ihrer Eltern sind, so sind auch Hunde ein Spiegel ihrer Halter. (Wobei selbstverständlich auch hier die Ausnahmen als solche wahrzunehmen sind!)
Dorothee Rödiger

Das „Ende der Fahnenstange“ erreicht!
(Zum Artikel „Ökologischer Pfotenabdruck“ in WUFF 9/2018)

Besser allemal, an Wochenenden die sinnlosen privaten Stockcar-Rennen irgendwelcher „Möchtegern-Niki-Laudas“ inmitten der Natur (wie zum Beispiel hier in der Nähe bei Pretzier im Uhlenköper-Ring bei Uelzen) endlich zu verbieten! Mal ganz vom Geräuschpegel Freitag bis Sonntag abgesehen. Wie wäre es denn mit dem sterilen Roboterhund? War ironisch gemeint!
Kerstin von Sass

Pdf zu diesem Artikel: leserbriefe_1118

 

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