Gib Laut – Leserbriefe WUFF 11/2017

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Tierheim-Hund? Mit gemischten Gefühlen!
(Zum Artikel „Tierheim-Hunde, ungeschliffene Diamanten?“ in WUFF 8/2017, S. 18 ff)

Mein erster Hund war ein dreijähriger Schäferhundrüde aus dem Tierheim. Ich war damals gerade 18 Jahre alt und hatte keine Ahnung von ­Hunden. ­Blutiger Hundeanfänger also. Die ­Leute vom Tierheim kannten mich und wussten um meine Unerfahrenheit, dennoch gaben sie mir Ben mit. Da Ben laut Tierheim nur im Zwinger gehalten werden durfte, weil er im Haus Menschen biss (!), baute ich von meinen Ersparnissen einen Zwinger. Ich hatte ja keine Ahnung, also verließ ich mich auf diese „Fachleute“. Als Ben einzog, stellte ich fest, dass er Kinder hasste und sie auch beißen würde. Seine Bezugsperson (mich) verteidigte er mit allen Mitteln. Nun hatten wir damals mehrere Kinder in der Familie und Ben rastete völlig unkontrolliert aus, wenn sich mir Menschen näherten. Eine gefährliche Situation! All diese wichtigen Dinge wurden mir zu keiner Zeit vom Tierheim mitgeteilt. Schweren Herzens und völlig überfordert musste ich Ben wieder zurückgeben. Dieser Hund hätte mir niemals vermittelt werden dürfen! Als meine Freundin Jahre später einer Bekannten aus diesem Tierheim meine Geschichte erzählte, hieß es schulterzuckend: „Kann ja schon mal vorkommen“. Nein! – In einem gut geführten Tierheim mit professionellen Mitarbeitern kommt das eben nicht vor! Es gibt hervorragend geführte und verantwortungsvolle Tierheime. Leider habe ich das erst Jahre später erfahren. Nachdem ich so enttäuscht wurde, habe ich mich nicht mehr getraut einen Tierheimhund aufzunehmen und wir haben uns für Hunde vom Züchter entschieden. Heute haben wir zwei wundervolle Landseer von guten, verantwortungsvollen Züchtern. Sicher geht es anderen Hundefreunden ähnlich. Schlecht geführte, verantwortungslose Tierheime sind daran schuld, dass viele Menschen vor einem Hund aus dem Tierschutz zurückschrecken. Sehr schade, denn letztendlich müssen es sehr viele ungeschliffene Diamanten ausbaden!
Claudia Spanner

Wer will mit mir und meinen Hunden wandern?
(Zum Thema „Wandern mit dem Hund“)

Ich bin eine treue Leserin Ihres ­Hun­demagazins und würde mich sehr freuen, wenn es wieder Hundewanderungen in jedem Bundesland gäbe, so wie einst vor Jahren eine eigene Rubrik in WUFF zu lesen war. Ich bin Tier­sitter und Hundecoach und stelle mich gerne im Raum Graz und Umgebung zur Ver­fügung. Bin täglich um die Mittagszeit und abends von 19.00-23.00 erreichbar unter der Telefon­nummer +43 3132 21526. Gebe gerne kostenlose Infos über Tierhaltung, Ernährung und vieles mehr. Da ich total ­entschleunigt lebe (kein Internet, kein Fax, kein ­Handy, kein Auto), habe ich umso mehr Zeit für 2- und ­4-Beiner. PS: Jeden 2. Sonntag im Monat Treff ab 11.00 Uhr bei mir. Mit lieben Hunde- und Katzen­grüßen …
Renate Schenk

Eine Menge an Inspirationen mit WUFF …
(Zum Artikel „Klassische und instrumentelle Konditionierung“ in WUFF 10/2017, S. 10 ff)

Vielen Dank für diesen Artikel. Hier habe ich eine Menge Inspirationen, um mit unserer 4-jährigen Frida (Jack Russell-Bayerischer Gebirgsschweißhund-Mix) zu trainieren. Frida ist ein ausgesprochen klassisches Beispiel für a) Familien- und Kinderhund sowie b) Jagdhund. Sie kann sehr gut unterscheiden, wo man etwas ruppiger sein darf und wo „zart“ gespielt werden muss. Aber sie kann schwer Pausen einlegen, wenn ich (ihr menschlicher Spielkamerad) anwesend bin (z.B. bei der Arbeit). Daher habe ich hier einiges gelesen, was ich nun versuche umzusetzen. Vielen Dank dafür und weiterhin viel Erfolg – ich werde immer mit Spannung auf die neuen Ausgaben warten (ungeduldig, so wie ­Frida).
Michael Pauli

Vertrauen und Bindung zum vierbeinigen Freund stärken
(Zum Artikel „Longieren“ in WUFF 7/2017, S. 50 ff)
Bezugnehmend auf den Artikel „Longieren – Sich im Kreis zu drehen kann die Welt verändern“ von der Wuff Ausgabe im Juli möchte ich diesbezüglich Stellung nehmen. Longieren zählt als reine Beschäftigung mit Spaß, Tricks und Bewegung für den Hund. Mein 1,5 Jahre alter Australian Shepherd und ich longieren seit einem dreiviertel Jahr in der Hundeschule Uni Bock. Wir haben beide, seitdem wir begonnen haben, große Fortschritte in der Kommunikation untereinander gemacht. Anfangs war es sehr schwierig für meinen Hund, weil er einen höheren Stresslevel hatte, aber je öfter wir longierten, desto besser ist es ge­­worden. Durch die Kommunikation, die wir beim Longieren mit Körpersprache, Blickkontakt und Entspannung entwickelten, gab dies meinem Hund eine bestimmte Sicherheit, so ist es bei uns auch im Alltag ruhiger ge­­worden. Die Hundeschule Uni Bock und Mensch-Hund-Systeme kann ich nur für jeden Hundehalter weiterempfehlen. Ich kann behaupten, dass ich durch das Longieren sehr viel gelernt habe. Abgesehen davon, dass Longieren sehr viel Spaß macht, stärkt es das Ver­trauen und die Bindung zum vierbeinigen Freund.
Michaela Blau

Kleine Hunde sind toll …
(Zum Artikel „Hunde-Mythen: Kleine Hunde brauchen keine Erziehung!?“ in WUFF 9/2017, S. 16 ff)
Als Zugabe möchte ich von meinem Zwergpinscher im Hundesport sprechen, denn der hat neben Obedience 1, BGH 3 und etlichen Agilitysiegen mit seinen knapp 4 Jahren schon Unglaubliches an Spiel und Spaß im Sport geleistet. Tiffany ist ein kleines süßes Hundemädchen, welches viel Beschäftigung will, und ich bin neben meinen Dobermann-Damen überglücklich mit ihr. Anbei ein Foto vom letzten Wochenende, wo wir beim Österr. Dobermann Klub Linz die Bundesmeisterschaft und Klubschau abgehalten haben. Man sieht die echte liebe Frechheit, mit der sie am Auto sitzt …
Inge Eberstaller

Pdf zu diesem Artikel: leserbriefe_11_2017

 

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