Gib Laut – Leserbriefe WUFF 1/2017

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Bitte die Analdrüse in Ruhe ­lassen …!
(zum Artikel „Wenn der Hund Schlitten fährt: Was tun bei verstopften Analdrüsen?“ in WUFF 11/2016, S. 34 f)
Bei meiner Tätigkeit als Tierarzt bin ich mit dem ­Thema Analdrüse sehr oft konfrontiert, daher ist es auch zu begrüßen, dass Sie dieses Thema in WUFF aufgegriffen haben. Ihre Autorin beschreibt sehr gut, wie es zu verstopften Analdrüsen kommen kann, jedoch bin ich anderer ­Meinung, was das regelmäßige Entleeren betrifft. Wenn es aus den beschriebenen Gründen notwendig wird, die Analdrüse ­manuell zu entleeren, soll dies der Tierarzt natürlich vor­nehmen. Allerdings ist es aus meiner langjährigen Erfahrung für den Hund von großem Nachteil, wenn man die Analdrüse beginnt, regelmäßig manuell zu entleeren.

Die Drüse wird dadurch angeregt, ständig Sekret nachzuproduzieren und man kommt in einen nicht mehr enden wollenden Kreislauf ­hinein. Eine Anleitung, wie Hundehalter dies selber vornehmen ­können, ist sicher gut gemeint, aber in der Praxis nicht un­bedingt gut für den Hund.
Dr. Franz Wessely, Tierarzt in St. Pölten

Fehlerteufel eingeschlichen?
(zum Artikel „Verstehen Sie Hündisch? Ausdrucksverhalten besser verstehen“ in WUFF 12/2016, S. 10 ff)
In der Ausgabe 12/2016 im Artikel „Verstehen sie Hündisch?“ ist mir bei der Textstelle „Hundeschule oder nicht“ ein Fehler aufgefallen, der den Sinn ins Gegenteil kehrt! Demnach ist der Hundeführer besser, der NICHT regelmäßig eine Hundeschule besucht. Im weiteren Text ist es aber genau umgekehrt beschrieben und gemeint. Daher sollte dieser Satz vielleicht so lauten: „Hundehalter, die regelmäßig in eine Hundeschule gegangen sind, sind im Gegensatz zu Hundehaltern, die dies nicht taten, deutlich besser darin, das Verhalten von Hunden zu interpretieren.“ Da ich selber Trainerin in einer Hundeschule (Hundeschule Gresten) bin, ist es mir ein Anliegen, dass generell Hundehaltern der Besuch einer guten Hundeschule ans Herz gelegt wird. Vielleicht lässt sich das irgendwie richtigstellen?
Melanie Gilge

Hunde sind gut für Senioren und halten gesund!
(zum Artikel „Herbstzeitlose – Senioren mit Hund“ in WUFF 12/2016, S. 38 ff)
Als meine Hündin Leni 2012 gestorben ist, war ich 67 Jahre alt. Ich habe 10 Tage über einen neuen Hund nachgedacht. In den Wäldern herumstreifen ohne Hund, das war so was von trostlos. Also hab‘ ich mir eine kleine Ungarin, die Mini aus dem Tierschutz, geholt. Sie war 3 Jahre alt und ist jetzt seit 4 Jahren bei mir. Ich gehe jeden Tag (außer es schüttet ganz arg) mit Mini Vormittag und Nachmittag durch die Wälder. Ich finde es sehr gut, wenn sich Senioren Hunde nehmen, natürlich nur, wenn man gut zu Fuß ist. Und was am allerwichtigsten ist, man muss, bevor man sich einen Hund anschafft, jemanden finden, der den Hund im Notfall zu sich nimmt. Ich hab‘ es mit einer Freundin sogar schriftlich ­ausgemacht und es nimmt eine große Belastung von mir. Was ich noch raten würde, Senioren sollten sich keine Welpen nehmen. Ein älterer Hund, der die Pubertät hinter sich hat und schon etwas gefestigt ist, ist da idealer. Ein Hund fördert die Gesundheit, schon weil man immer in der frischen Luft sein kann und Bewegung machen muss.
Biggi Kases

WUFF – bissig und engagiert
(zum Artikel „Dann machen wir doch selber eine“ in WUFF 12/2016, S. 50 ff
Ich bin zwar schon sehr lange WUFF-Abonnentin, aber die Anfangs­zeiten liegen doch schon vor meiner Zeit – da war ich noch eine Jugendliche … Um so spannender finde ich den Blog des Herausgebers, in dem es um die Entstehungsgeschichte von WUFF geht. In der Medienwelt ist ein inhabergeführtes Magazin ja mittlerweile schon die Ausnahme. Die meisten Zeitungen werden irgendwann von ­großen anonymen Verlagen gekauft. WUFF kann man ja nach 20 Jahren schon fast ein Traditionsunternehmen nennen. Und es ist von Anfang an in denselben Händen. An dieser Stelle muss ich ein dickes Lob und eine Gratulation für dieses lange Durchhaltever­mögen aussprechen. Es war sicher nicht immer leicht, als „Einzelkämpfer“ zu überleben und sogar noch Erfolg zu haben. Und Erfolge kann WUFF genug verzeichnen. Viele Machenschaften in der Hundewelt wären unentdeckt geblieben ohne WUFF. Wenn ich nur an diesen Fall vor ca. zwei Jahren denke, wo ein Jäger seine Hunde so arg misshandelt hat. WUFF ist an der Sache dran geblieben, um nicht zu sagen, hat sich „darin verbissen“. Schlussendlich ist der Jäger vor Gericht gestanden, wurde verurteilt und hat ein Hundehalteverbot bekommen. Liebes WUFF – bleib genau so bissig, wie du bist! Die Hunde (und Frauchen/Herrchen) brauchen dich.
Petra Gössler

PDF zu diesem Artikel: gib_laut_0117

 

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