Gib Laut – Leserbriefe WUFF 12/2016

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Hunde wollen harmonisch und ohne Hierachiestress mit uns zusammenleben
(zum Artikel „Dominanz: Alte Theorien überholt?“ in WUFF 11/2016, S. 10 ff)
Zu der Diskussion über Dominanz in der Mensch-Hund-Beziehung möchte ich Folgendes beitragen: Mein gesamtes bisheriges Leben haben mich Hunde begleitet. Zur Zeit leben „Nr. 7 und 8“ bei mir. Diese 8 Hunde waren bzw. sind in Wesen, Charakter und Rasse extrem unterschiedlich. Vier waren Rasse­hunde (Langhaardackel-Rüde, Zwergschnauzer-Rüde, Dobermann-Hündin, Ratero-Rüde), die anderen vier Mischlinge (Herdenschutzhund-Mix-Rüde, Malinois-Mix-Rüde, Am.Staff.-Mix-Hündin, Undefinierbar-Rüde). Alle stammen aus dem Tierschutz. Keiner dieser Hunde hat jemals Dominanzverhalten gegen mich oder andere Familienmitglieder gezeigt; irgendwelche Unterwerfungsmaßnahmen waren nie notwendig. Ich habe den Eindruck, dass es sich bei Schwierigkeiten in der Mensch-Hund-Hierarchie weniger um hundliche Dominanz als vielmehr um mangelhafte menschliche Führungsqualitäten handelt. Wenn man seinem Hund ein verlässlicher, selbstsicherer Partner ist, dem er vertrauen kann, wird er meiner Erfahrung nach die Führungsposition seines Menschen nie in Frage stellen. Eine ständige Demonstration der Hierarchie seitens des Menschen ist dabei gar nicht erforderlich. Meine Hunde dürfen vor mir durch die Tür, sie liegen mit mir auf dem Sofa, werden als Erste begrüßt und sie bekommen ihr Futter meistens, bevor wir essen. Trotzdem ist die Rangordnung völlig klar; sie ergibt sich einfach aus dem täglichen Miteinander. Vermutlich ist dieses konfliktfreie Zusammenleben mit dem Menschen dasselbe, das laut o.g. Artikel bei frei lebenden Rudeln beobachtet wurde: „Unterwerfung aus freien Stücken und nicht erzwungen.“

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