Gib Laut – Leserbriefe WUFF 2/2017

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Warum kastrieren und nicht sterilisieren?
(zum Thema Kastration und Hundehalter-Report)
Das leidige Thema Kastration beschäftigt mich schon ­lange. Bin im Tierschutz immer mal wieder aktiv und habe auch einen Hund vom Tierheim, der natürlich ­kastriert ist. Meine große Frage, auf die ich auch im Internet keine Antwort gefunden habe, ist: Warum sterilisiert man die Tiere nicht? Die Vorteile wären viel geringere Kosten, minimal invasive Technik, heißt: die Tiere könnten nach der OP schneller genesen und dann eventuell wieder freigelassen werden, und nicht zu vergessen, keine hormonelle ­Umstellung, sie könnten ihren Trieb weiterhin ausleben. Sicher gibt es Gründe für die Kastration im Tierschutz, ich würde sie halt einfach gerne wissen.

Der Hundehalter-Report ist ja echt prima und für mich mehr als stimmig. Ich kenne alle 4 Variationen Menschen, echt sehr interessant diese Studie. Ich bin der sachkundig-bedürfnis­orientierte Typ. Ich brauche keinen Hund für mein Ego, fühle mich auch nicht einsam ohne Hund oder will irgendetwas darstellen. Mir geht es um den Hund selbst. Was will sie, was braucht sie, wie kann ich sie glücklich machen, auslasten, ihr das beste Futter geben und sie gesund halten? Ich mache mich ständig kundig über den Caniden in jeder Form, die ich ­finden kann. Neueste Studien, neue Erkenntnisse lese ich sofort, wenn ich deren habhaft werde. Drum ist Ihre Zeitschrift für mich auch immer eine Bereicherung! Ansonsten ist Homöo­pathie sehr wichtig, und auch Austesten mittels ­Kinesiologie hat uns schon das Leben eines Hundes gerettet, wo der ­Tierarzt nicht mehr weiter wusste.
Marion Roth

Antwort der Redaktion: Bzgl. Sterilisation soll bei Hündinnen ein erhöhtes Risiko von Gebärmutterentzündungen bestehen, die dann einen ­erneuten Eingriff nötig machen. Zudem hat die Hündin weiterhin ihre Läufigkeiten, sodass die Mehrheit der Tierärzte sich gegen eine Sterilisation ausspricht und die Kastration befürwortet. Aber wir geben Ihnen Recht, dass das trotzdem ein Punkt ist, über den man mehr diskutieren sollte.

Haben Frauen eine bessere Bindung zu ­Hunden?
(zum Artikel „Mensch & Hund: Welche Spiele verstärken die Bindung?“ in WUFF 1/2017, S. 24 ff)
Am Ende des Artikels „Mensch und Hund: Welche Spiele ­verstärken die Bindung“ stellen Sie die Frage und rufen zur Diskussion auf, woran das liegen könnte, dass zwischen ­Frauen und Hunden häufiger eine Bindung zu erwarten ist als zwischen Männern und Hunden. Die Erklärung dafür mag u.a. in der Interaktion zwischen dem Bindungshormon ­Oxytocin und dem weiblichen Geschlechtshormon ­Östrogen liegen. Östrogen fördert die Expression von Oxytocin, ­stimuliert die Freisetzung von Oxytocin im Hypothalamus und fördert zudem die Bindung von Oxytocin an Oxytocin-­Rezeptoren in der Amygdala. (Nachzulesen bei: Meyer-­Lindenberg A. et al., 2011: „Oxytocin and vasopressin in the human brain: social neuropeptides for translational ­medicine. Nature Reviews 12, 524-538“). Für mich übrigens auch einer der Gründe, die gegen eine nicht medizinisch indizierte ­Kastration von Hündinnen, insbesondere von ängstlichen und/oder unsicheren, sprechen.
Univ. Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur

Was macht eine Bulldogge in den Bergen? ­Wandern …
(zum Thema Wandern mit dem Hund)
Spencer (White Lion Eisenherz – eine Amerikanische Bulldogge) ist uns mittlerweile ein treuer Begleiter in den Bergen. Jede Woche nutzen wir unsere freien Tage, um neue oder auch alte Wege in den Bergen zu erkunden. Spencer liebt das Sofa genauso wie die Berge – die unterschiedlichen Landschaften, Kletterpassagen sowie große Wiesen.

Dieses Mal waren wir am Gerzkopf auf 1.728 Höhenmetern. Ausgangspunkt unserer Wanderung war Schattbachwinkel – ein Ort in Filzmoos in Eben (Salzburg). Insgesamt waren wir ca. 11,5 km unterwegs und legten um die 790 Höhenmeter zurück, und das in einer Zeit von 3 Stunden. Der Weg auf den Gerzkopf ist sehr idyllisch und diesmal richtig „kitschig schön“. Keine Wanderer kamen uns unter – nur Natur, viele Wildtier­spuren, wunderschöne Aussichten und herr­liches Wetter.

Zu Beginn geht man über steile, breite Forstwege hinauf, dann führt der Weg in den Wald hinein. Langweilig wird das Wandern für Spencer nie – hier ein Knacksen, dort ein neuer Geruch … Und was beim Wandern natürlich nie fehlen darf, ist ein neu gefundenes Stöckchen – naja, meistens kein Stöckchen, sondern ein richtig großer Brocken Holz …

Auf dem Gipfel angekommen, gibt es meist immer einen leckeren Apfel. Ganz genau, Bananen, Äpfel oder Käse sind für Spencer immer mit dabei. Auch eine eigene Wasserflasche wird natürlich für Spencer immer mitgeschleppt. Auf was wir meistens beim Wandern angesprochen werden, ist die Frage nach dem Schnaps­fässchen. Wo denn das Schnapsfässchen für den „Bernhardiner“ sei. Für alle, die es noch nicht wissen: Spencer ist ein American Bulldog (auf dem Berg).
Lisi Greibl

Pdf zu diesem Artikel: gib_laut_0217

 

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