Gib Laut – Leserbriefe WUFF 2/2018

0
972

Pudel: Black and Tan keine Fehl­farbe!
(Zum Rasseporträt „Der Pudel“ in WUFF 12/2017)
Ich habe mich sehr gefreut, eine Rasse­beschreibung der Pudel in der WUFF zu finden. Leider haben ja diese tollen Hunde ihr Image als Oma- und Schoßhunde noch nicht ganz überwunden. Um so mehr freute ich mich über eine so schöne Beschreibung wie im Heft, wunderbar ergänzt durch die vielen Fotos ganz verschiedener Pudel. Dies wird hoffentlich weiter dazu ­beitragen, dass Hundeliebhaber „des Pudels Kern“ richtig erkennen und zu schätzen ­lernen! Da ich selbst seit drei Jahren Kleinpudel in Black and Tan (nach 15 Jahren Australian Terriern) züchte, möchte ich zu den Rassezuchtvereinen noch etwas ergänzen:
Es gibt neben dem ältesten, von Ihnen genannten Deutschen Pudelklub (http://www.DPK.de) auch den Verband der ­Pudelfreunde e. V. (http://www.VPD.de), den Pudel-Zucht-Verband 82 e.v.
(http://www.PZV82.de) und in Österreich den Österreichischen Club der Pudelfreunde (http://www.Oecp.at).
Zu den Farben möchte ich auch etwas ergänzen: In Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, der Ukraine, Russland und in Polen sind auch die Mehrfarbenpudel in Black and Tan, sowie die schwarzweißen Harlekin Pudel zugelassene Farben. Das ist also keine Fehlfarbe, wie es bei der Unterschrift eines Fotos in der WUFF fälschlich genannt wurde. Für künftige Interessenten an dieser Rasse ist es sicher auch gut zu wissen, dass das Jagdhund-Erbe in diesen Hunden nach wie vor vorhanden ist. Es wird leidenschaftlich gern allem, was fliegt (Vögel, Enten) oder schnell wegsaust (Katzen, Rehe, Hasen), nachgeflitzt. Dies kann man mit konsequenter Erziehung gut in den Griff bekommen, sollte aber nicht unerwähnt bleiben!
Sabine Kleffel

Hund beim Einkaufen daheim lassen
(Zum Leserbrief „Hunde und Supermarkt“ in WUFF 12/2017)
Mein Tipp ist: den Hund am besten daheim lassen! Dann kann ihm auch nichts passieren. Weder durch eventuellen Diebstahl, Ärgern, Davonlaufen oder Sonstiges. Meistens, finde ich, schauen angebundene Hunde vor diversen Supermärkten nicht wirklich glücklich aus mit der Situation!
Meine Huskies und Kerstin von Sass

Kastration: Gedankenlose und obskure Gesetzesauslegung
(Zum Artikel „Kastration – bequem, aber für wen?” in WUFF 11/2017)
Es ist schon befremdlich, mit welcher Überheblichkeit, Gedankenlosigkeit und obskurer Gesetzesauslegung in Ihrem Magazin Menschen beeinflusst ­werden sollen. Mein Fall in Stichworten: Meine unkastrierte, läufige Hündin in der Küche eingesperrt. Freilaufender unkastrierter schwarzer Schäferhund­rüde durchbricht Gartenzaun, öffnet Terrassentür, öffnet Korridortür, öffnet Küchentür, deckt meine Hündin. Besitzerin des Rüden Sozialhilfeempfängerin, unwillig und finanziell ­unverantwortlich. Ich, berufstätiger, alleinerziehender Vater von 2 schulpflichtigen Kindern, habe zum Glück nur 3 Welpen und nicht vielleicht 10 aufzuziehen. Ein Welpe droht nach Augenoperation zu ­erblinden, weil ich unfähig bin, alle 2 Stunden Augentropfen zu geben. ­Nervenzusammenbruch, der Welpe 14 Tage in der Tierklinik. Von den drei Junghunden kann ich nur einen abgeben, für zwei kein vertrauens­würdiger Platz. Nach 14 Jahren endet diese eigentlich ungewollte Hundefamilie. Alles, weil ein Mensch seinem Hund ungestörte Erfüllung seines Sexual­triebes als Recht zubilligen musste.
Timm Merkl

Der Artikel „Wenn der Hund für immer wegläuft“ hat mich echt mitgenommen
(Zum Artikel „Wenn der Hund für immer wegläuft“ in WUFF 12/2017)
Seit ich denken kann, liebe Leser, hatte ich Hunde an meiner Seite. Der Beitrag „Wenn der Hund für immer wegläuft“ hat mich echt mitgenommen, und das leider auch aus eigener Erfahrung, aber mit einer anderen Situation. Als Säugling im Kinderwagen und neben mir ein Schäferhund meiner Eltern, das war das erste Bild mit einem Hund an meiner Seite. Als Jugendlicher gab es einen Schäferhundmischling, der zwar nie so richtig hörte, aber alle Türen im Haus aufmachen konnte. Später folgte ein Leonberger und nach zwei Jahren ein Zweiter. Hätte ich gewusst, wie alles endet, hätte ich mir keinen neuen Hund zugelegt. Mit einer gescheiterten Ehe und gleichzeitig gescheiterten Selbständigkeit scheiterte auch die Beziehung zwischen mir und den Hunden. Die Exfrau zog aus und wollte von den Hunden nichts mehr wissen. Ich musste also mit den beiden Hunden jetzt selber klar kommen. Am Zeitmangel hat es nicht gelegen, aber am Geld. Die Miete für eine Doppelhaushälfte konnte ich mir auf Dauer nicht mehr leisten. Ich musste mir also Gedanken machen, wo ziehe ich als nächstes hin und kann ich meine Hunde behalten?

Es musste also ein Neustart her und der ging gründlich in die Hose. Meine neue Lebensgefährtin und ich schalteten eine Annonce nach der anderen, aber einen Vermieter, der ein Haus mit Garten hat und Hunde toleriert, haben wir in 9 Monaten nicht gefunden. Entweder der Preis der Miete war zu hoch oder es gab ein Haus zum Vermieten, aber bitteschön ohne Hund. Die Zeit verstrich und ich musste mir überlegen, wie sage ich es den Kindern und wo sollten die Hunde bleiben. Der Züchter meiner beiden Hunde suchte alte Kontakte heraus und schon bald hatte ich Adressen, wo ich die Hunde abgeben konnte. Meine Hunde mussten leider getrennt werden, und so ging ein Hund nach NRW und einer nach Thüringen. Das einzige Positive war, dass die Hunde nicht alleine waren, weil es bei den neuen Besitzern, schon einen Leonberger gab. Die verbleibende Zeit mit den Hunden verstrich viel zu schnell und so kam der Tag, auf den ich gerne verzichtet hätte.

An einem Vormittag gab ich den Leonberger Ben ab und am Nachmittag gab ich Elwood ab. Was dann folgte mit meinem Sohn, war 14 Tage Weinen. Ich bekam mich gar nicht mehr ein. Alles erinnerte mich an die Hunde. Die Hundehütten im Garten, manchmal hatten die Hunde das Bedürfnis im Garten zu schlafen, und natürlich unendlich viele Bilder vom Welpen bis zum stattlichen 55 kg-Leonberger. Es vergingen 10 ­Jahre bis zu einem weiteren tollen Hund, diesmal ein Labrador, und ich hoffe sehr, dass mir so eine Erfahrung für die Zukunft erspart bleibt. Ich kann also ein wenig mit Susanne mitfühlen und ich verstehe es auch, wenn man sich wieder einen Hund zulegt. Nach dem Motto von dem Schauspieler Heinz ­Rühmann: „Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht“.
Sven und Amy

Pdf zu diesem Artikel: leserbriefe_0218

 

TEILEN
Vorheriger ArtikelEditorial WUFF 2/2018
Nächster ArtikelWUFF Kalender 2018

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT