Gib Laut – Leserbriefe WUFF 7/2018

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Natürlich einen Hund aus dem Tierschutz nehmen!
(Zum Artikel „Hund aus dem Tierschutz nehmen – Warum eigentlich?“ in WUFF 4/2018)

Ihr Artikel „Hund aus dem Tierschutz“ hat mich doch einigermaßen aus der Fassung gebracht. Ja, selbstverständlich Hunde aus dem Tierschutz nehmen! Was Sie mit dem beschriebenen Verein erlebt haben, hat sicherlich keinen Spaß gemacht, zumal Sie ja mit großen Hunden, selbst den sogenannten „Listenhunden“ Erfahrung haben. Aber: Wir (ich arbeite selber ehrenamtlich seit einigen Jahren im örtlichen Tierschutzverein mit) sind gehalten, von den Interessenten Fragebögen ausfüllen zu lassen. Wir haben jedenfalls genormte Bögen. Allerdings fragen wir weder nach dem Beruf des Partners, noch nach der Dauer Ihrer Ehe oder Ihrem ehemaligen Tierarzt. Aber wir fragen die Wohn-, Arbeits- und Lebenssituation der Interessenten ab. Es kommen nämlich Leute, die uns treuherzig erzählen, dass sie 9 Stunden außer Haus sind, alleine leben, aber einen Hund möchten, den sie auch nicht auf die Arbeit mitnehmen können, und den Vermieter hätten sie auch noch nicht gefragt …
Daher bitte ich um Verständnis für viele der Fragen. Da aber die Tierschutzvereine e.V.‘s sind, hat jeder Verein seine eigene Satzung, d.h., es kann schon Unterschiede geben. Also Tierschutzverein ist nicht gleich Tierschutzverein. Bei uns z.B. in Forchheim werden die Hunde nicht „automatisch“ kastriert. Kastrierte Hunde haben wir manchmal, wenn wir Straßenhunde aus Rumänien in der Vermittlung haben. Die sind dann aber schon in Rumänien kastriert worden, wir waren es nicht. Es gibt also auch keinen „Kastrationszwang“ im Tierschutz, wie Sie schreiben. Und Vermittlung ins Ausland machen wir auch und haben wir schon gemacht, z.B. mit einem Hund der Kategorie 1, in Bayern verboten, der in ein Nachbarland vermittelt wurde und von einer unserer Mitarbeiterinnen bis an die Grenze zur Übergabe gefahren wurde. Die jeweilige Überprüfung – hört sich doof an, ich weiß – der Wohn- und Haltesituation macht dann der jeweilige Tierschutzverein vor Ort. Und auch bleiben unsere Hunde nicht Eigentum des Vereins, sondern gehen nach der Überprüfung in den Besitz des neuen Halters über. (Leserbrief gekürzt)
Susanne Engel

Das andere Ende der Leine …
(Zum Artikel „Der Fall Chico – Das Ende einer Tragödie“ in WUFF 6/2018)

Mit der Ausgabe 06/2018 haben Sie mehrere Lanzen für mich gebrochen und mich zu manchen Tränen gerührt …
Der Fall Chico: Ich könnte darüber Stunden lang – vielleicht sogar Tage lang debattieren. Doch ich will mich kurz fassen: Es gibt nun einmal keine Kampfhunde von Geburt an! Es spielt immer (!) das andere Ende der Leine mit in dieses Chaos hinein. Man braucht sich doch nur die Augen von Chico anzusehen – er versteht bzw. verstand die Welt nicht mehr. Keine Frage, es darf zu keinen so genannten Beißattacken kommen, doch wie schon von Ihnen erwähnt, wer war denn dabei, bei dem, was passiert ist bzw. sein soll? So wie die Boulevard-Zeitungen immer schreiben, als ob diese direkt dabei waren. Sogar mein Leserbrief in der hiesigen Zeitung dazu wurde so gekürzt, dass die Verletzungen von Chico außen vor blieben und gar nicht erst erwähnt wurden. Sehr verwunderlich oder eben für diese Presse förderlich. Ich vermag zu hoffen, dass es Chico jetzt hinter der Regenbogenbrücke besser gehen mag, und dass die toten Besitzer auch ihren Frieden finden. Zum Thema „Kampfhunde oder Kampfschmuser?“ auf Seite 41 (Heft 6/18): Ich kann Ihnen nur beipflichten: Staffs & Co zählen zu den menschenfreundlichsten Rassen! Wer das Gegenteil behauptet, hat von diesen (und auch anderen) Rassen keine Ahnung!
Andrea Ewig

Von perfekten Hunden und Menschen
(Zum Artikel „Wenn ich ein Hund wäre – vor allem die Aufzählung auf Seite 55“ in WUFF 6/2018)

Genau das sind alles Punkte, die viele heutige Hunde“besitzer“ gerne hätten, ohne überhaupt an das Wesen Hund dabei zu denken. Ich bin sicher, für diese Art Mensch wäre ein Holz- oder Stoffhund auf Rollen zum Hinterherziehen besser geeignet. Es gibt immer noch Hundebesitzer, die sich darüber beschweren, sie wären ja nicht aufgeklärt worden, was ein Welpe z.B. für eine „Arbeit“ bedeutet. Er hat z.B. einfach ohne zu fragen sein Häufchen auf dem ach so teuren Teppich hinterlassen … In diesen Fällen hilft auch kein Hundeführerschein und so genannter Wesenstest weiter – denn wie veraltet sind diese denn? Wenn jemand auf mich zukommen würde, vornübergebeugt, lallend, drohend mit einem Schirm, mir Prügel androht – würde ich als Mensch denn dabei ruhig bleiben – nach dem Motto: halte auch die rechte Wange hin ? Nein, ich kann diese Methoden nicht nachvollziehen, aber leider sind das ja alles so gute „Hunde-Kenner“ …
Ich habe mit meinem Feingefühl – besonders für Hunde – seit m einer Kindheit (und inzwischen bin ich 48 Jahre alt) – gemixt mit vielen Höhen/Tiefen/Besonderheitserlebnissen und der passenden Anwendung von Naturheilkunde vielen Hunden (und damit auch Menschen) zu einem glücklichen, besseren Leben helfen können.
Andrea Ewig

Pdf zu diesem Artikel: leserbriefe_0718

 

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