Gib Laut – Leserbriefe WUFF 8/2017

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Aus Hundehaaren macht man Kleidung …
(Zum Gewinnspiel „Welcher Hundehaar-Typ sind Sie?“ in WUFF 4/2017, S. 17)
Leider habe ich die April-Ausgabe nicht genau genug gelesen und die Frage nach dem Hundehaar-Typ verpasst. Ich möchte nachträglich einen Beitrag senden: Die Wolle, die mein Eurasier-Rüde ­Darjusch abwirft, lasse ich spinnen und verstricke sie. Leicht, ultrawarm und nicht unangenehm riechend (auch bei Feuchtigkeit).
Dorothee Rödiger mit Darjusch

Meinung eines „Hund-bei-Gefahr-Hochnehmers“
(Zum Artikel „Ein guter Start ins Kleinhundeleben“ in WUFF 6/2017, S. 12 ff)
Noch vor 7 Jahren (als Halterin ­zweier Hunde 20 kg+) hätte dieses Thema ­vermutlich keinen Nerv bei mir getroffen, allerdings begann ich kurze Zeit später die Schuhe eines „Kleinhund-­Halters“ zu tragen, denn ich legte mir einen Chihuahua zu. Da Papier ­geduldig ist und Hundetrainer und Ratschlag­geber anscheinend meist nur Hunde höherer ­Gewichtsklassen ihr Eigen ­nennen, werde ich nun 3 ­Episoden unserer Gassirunden schildern, obwohl ich ein Buch schreiben könnte:

1. Chihuahua-Welpe ist zu Deinen Füßen, in einiger Entfernung biegt ein Jagdterrier ums Eck. Du weißt von ihm, dass er einem älteren Ehepaar gehört, immer wieder ausbüchst und anschließend mehrere Stunden durch den Wald jagt. Besagter Terrier erblickt Deinen Welpen, bekommt einen ganz irren Blick und schießt auf Dich und Deinen inzwischen „schreienden“ Chihuahua zu. Der Tatsache bewusst, dass Du erziehungstechnisch unkorrekt handelst, Dich aber nicht darauf verlassen willst, ob der Jagdhund noch rechtzeitig kapiert, dass Chihuahuas Artgenossen sind, steckst Du das Hündchen blitzschnell unter Deine Jacke, während Dich ein, aus dem Stand auf Augenhöhe hüpfender, Jagdterrier erreicht hat. Nix passiert!

2. Inzwischen gehst Du in eine gute Hundeschule, Dein Chihuahua kennt den Kontakt mit Artgenossen aller ­Größen und bist Gassi. Aufgrund weiblichen Gebrülls „Nero, Hera“, irgendwo aus dem Gebüsch, beförderst Du Deinen Chihuahua hinter Dich, während Du eine selbstbewusste Pose einnimmst und der Dinge harrst, die jetzt dann aus dem Dickicht hervorschießen. „Nero und Hera“ entpuppen sich als kupierte ca. 40 kg schwere Junghunde, gefolgt von einer hilflosen schmächtigen Frau, die unbeholfen versucht, Hera am Halsband zu erwischen. Währenddessen ignoriert Nero Deine Abwehrhaltung, einschließlich des „NEIN“ und springt Dich rempelnd an, zeitgleich rutscht Dir Hera, dem Frauchen entflohen, in die Kniekehle. Du taumelst zurück, trittst dabei Deinen Chihuahua, verfluchst die Tatsache, ein Bewegungsdepp zu sein und dass Du darauf verzichtet hast, das Hündchen rechtzeitig hochzunehmen. Während Du, inzwischen doch mit einem Chihuahua auf dem Arm, „Nero“ am Halsband packst und ihn seiner Besitzerin übergibst. Außerordentlich erleichtert darüber, dass Du nicht in die Hocke gegangen bist, denn sonst hättest Du den Chihuahua platt gesessen … Wieder nix passiert!

3. Chihuahua läuft vor Dir, hinter Dir biegt ein ca. 40 kg-Rüde um die Ecke, dessen Halterin ruft den Hund zu sich, welcher nicht kommt. Du stellst Dich in aufrechte Haltung, wirst von dem Hund im Vorbeirennen grob angerempelt und schaffst es nicht, ihn aufzuhalten. Mal abgesehen davon, dass Dein sensibler Chihuahua den 1-m-Radius um Deine Beine nach dem „Nero-Hera-Geschehen“ nicht mehr als allzu sicher empfindet, versperrt ihm nun der Hund die Rückkehr zum Frauchen. Was liegt da näher für den Kleinhund, der immer wieder schlechte Erfahrungen mit groben Fremdhunden machte, als panisch die Flucht zu ergreifen und zum Auto zu rennen, das am Ende des Waldweges auf dem Parkplatz steht … den man erreicht, wenn man die Landstraße überquert! Schutzengel! Nix passiert!

Meine Botschaft an Hundeerzieher: Bedenkt bitte, dass man mit einem Kleinhund oft Angst hat, dass er schwer verletzt wird oder gar stirbt, weil man nicht weiß, wie sich die Großen be­nehmen. Diese Sorge hat man mit einem großen Hund meist nicht! Die Ratschläge aus der letzten Ausgabe funktionieren, wenn die Hunde, groß oder klein, gut erzogen und sozialisiert sind und alles kontrolliert abläuft. Der Alltag sieht leider anders aus und ich kann den Hundetrainern nur raten, sich mal einen Hund unter 5 kg zuzulegen und mit „Kleinhund-Halter-Schuhen“ über ihren Tellerrand zu schauen. Ihr werdet staunen … und hoffentlich brauchbarere Ratschläge geben können!
Daniela Seiler mit Neisha, Dobby & Manson

Staubsauger gewonnen
(Zum Gewinnspiel „Welcher Hundehaar-Typ sind Sie?“ in WUFF 4/2017, S. 17)
Ich habe den Severin-Staubsauger heute erhalten und habe mich riesig gefreut darüber. Ich kenne drei Arten von Hunde­haaren: Einmal die ­dünnen feinen weißen Haare von meiner ­Westie-Oma, die langen dicken Haare meines Golden Retriever-Rüden und zu guter Letzt die kurzen (sich reinfressenden) braunen Haare meines ­Malinois-Teenies. Es ­kommen insgesamt eine ganze Menge ­Haare zusammen, daher ist ein ­täglicher Staubsauggang nötig.
Carola Saller

Pdf zu diesem Artikel: leserbriefe_08_2017

 

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