Haben Hunde ein Gewissen?

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Was macht das Gewissen aus? Besitzen Hunde die nötigen Voraussetzungen dafür? Kann man diese erforschen? Eine Reise durch die Undefinierbarkeit des caninen mentalen Seins.

Haben Hunde ein Gewissen? – Diese Frage zu beantworten ist wirklich eine große Herausforderung, sagt Juliane Kaminski von der Universität Portsmouth. Schon in Bezug auf den Menschen sei die Frage nach dem Gewissen eine schwierige, gibt die Verhaltensforscherin zu bedenken. „Diese auf Tiere zu übertragen ist noch komplizierter.“ Seit über 15 Jahren beschäftigt sich die Wissenschaftlerin mit den kognitiven Fähigkeiten von Mensch und Tier. „Evolutionär sind wir alle an dieselbe Welt angepasst, aber doch sehr unterschiedlich. Alle Lebewesen haben etwas mitbekommen, das es ihnen ermöglicht, sich besser an ihre Nische in dieser Welt anzupassen.

Möchten wir eine Fähigkeit des Hundes ­erforschen und mit der des Menschen ­vergleichen, wird es kompliziert, so Kaminski: „Hunde sind gut mit Kindern im vorsprachlichen Alter vergleichbar, da beide keine Sprache ausgebildet haben.“ Zuerst muss die zu erforschende Frage daher beim Kind beantwortet werden. „Hierfür wiederum müssen wir unsere Frage herunterbrechen und eruieren, in welchem Kontext Kinder diese Fähigkeit zeigen.“ In unterschiedlichen Zusammenhängen bekommt ein Verhalten oft eine andere Bedeutung. Die zu testende Fähigkeit sollte daher zuerst nur in einem bestimmten Kontext erforscht werden. Erst nachdem Ergebnisse hierzu vorliegen, kann man sich dem Vergleichen unter Arten widmen und überlegen, in welchen Situationen diese Fähigkeit beim Hund Sinn machen würde. Dann kann es mit der Forschung am Hund losgehen.

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