Hautkrankheiten beim Hund

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Hauterkrankungen bei unseren vierbeinigen Lieblingen vom Hamster bis zum Pferd werden in zunehmendem Maß der Grund für einen Besuch beim Tierarzt. Oft gehen diese mit unangenehmem Geruch oder auch quälendem Juckreiz oder chronischen Schmerzen einher und stellen für Tier und auch Besitzer eine große Belastung dar. Auch eine Vielzahl von Hautkrebs-Arten, welche denen des Menschen oft sehr ähnlich sein können, wird zunehmend diagnostiziert und mit modernen Therapien behandelt. Generell sollte beachtet werden, dass viele dieser Erkrankungen auch auf den Menschen übertragbar sein können! Züchtern wird empfohlen, sich bei ihrem Tierarzt über die Vererbbarkeit gewisser Anlagen zu Hauterkrankungen zu informieren. Der folgende Artikel soll einen Überblick geben über die häufigsten Hauterkrankungen unserer Vierbeiner, deren Untersuchung und Behandlung.

Ein Reaktionsmuster, aber unterschiedliche Ursachen
Die Haut kann direktes Angriffsziel von Parasiten, Bakterien, Pilzen oder auch Viren sein, sie kann aber auch eine innere Erkrankung widerspiegeln. Problematisch ist dabei das oft gleichartige Aussehen der einzelnen Hauterkrankungen. Schuppen, Krusten und Haarausfall können durch die verschiedensten Ursachen ausgelöst werden, welche oft erst durch umfangreiche Untersuchungen herausgefunden werden. Allergien werden mehr und mehr als Ursache für chronischen Juckreiz diagnostiziert und entsprechend behandelt. Die immer noch häufige Allergie auf Flohspeichel sei hier besonders erwähnt, aber auch die auf bestimmte Umweltallergene oder auch auf einige Futtermittel.

Diagnose mühsam und aufwendig
Die Diagnose gestaltet sich oft schwierig, da die Symptome nicht spezifisch für eine spezielle Krankheit sind. Nur Ihr Tierarzt kann entscheiden, welche Proben von welchen Körperstellen zu entnehmen, und wie sie zu untersuchen und auszuwerten sind. Nicht selten sind aufwendige Tests nötig, um nach einer eindeutigen Diagnose eine zielführende Therapie einzuleiten zu können.

Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie richtet sich nach der Grundkrankheit, umfasst häufig die Gabe von Antibiotika, Mittel gegen Parasiten oder Pilze oder auch chirurgische Eingriffe. Moderne Therapien der Humanmedizin wie Desensibilisierung im Falle einer Allergie oder auch verschiedene Strahlentherapien werden mittlerweile auch mit Erfolg bei Tieren angewandt. Ihr Tierarzt berät Sie gerne und fachmännisch über mögliche Wechselwirkungen und die richtige Vorgehensweise im Einzelfall.

Ein unerlässliches Hilfsmittel in der Veterinärdermatologie stellen medizinische Shampoos dar. Sie sind meist besser geeignet als Salben und Cremes und enthalten je nach Grundkrankheit Substanzen, welche gegen Bakterien, Pilze oder Parasiten wirksam sind. Shampoos sind juckreizstillend, schuppenlösend und entzündungshemmend. Aufgrund des unterschiedlichen Säuregrads der Haut sind medizinische Shampoos für den Menschen zur Anwendung beim Tier nicht geeignet.

Mehr über das wichtige Thema Haut in einer der nächsten Ausgaben.



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Der Autor:
Dr. Ulli Wendelberger ist Fachtierarzt für Kleintiere und spezialisiert auf Haut- und Zahnkrankheiten. Seine Zusatzausbildung für Zahnheilkunde erfolgte auf der Universität München und sein Zertifikat für Veterinary Dermatology erwarb er sich an der Universität London.
Info: Tier – Haut- & Allergiezentrum, Hütteldorfer Strasse 36, A-1150 Wien, Tel. +43 1 7865151


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