Hund vor Giftködern schützen

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Die Giftköder sind meist in besonders schmackhaften Leckereien versteckt. (Foto © AdobeStock)

Die Angst geht auf der Gassirunde immer mit: Was ist, wenn der Hund Leckerlis frisst, in denen Hundehasser Rasierklingen, Scherben oder Rattengift versteckt haben? Oberstes Gebot: Stehts wachsam sein. Wenn sie beim Spaziergang Würstchenstücke herumliegen sehen, sollten bei Frauchen und Herrchen die Alarmglocken schrillen. „Am besten ist es, wenn man seinem Hund beibringt, nichts zu fressen, was zum Beispiel im Gebüsch liegt“, erklärt die Tierschützerin Lea Schmitz. „Manchmal sind die ausgelegten Köder gar nicht für Haustiere gedacht, sondern sollen andere Tiere wie Ratten oder Mäuse schädigen“, so Schmitz. Und nicht immer stecke bei einer Vergiftung ein klassischer Giftköder dahinter. Auch das Fressen von Schokolade, zuckerfreien Kaugummis oder giftigen Pflanzen kann für den Hund lebensbedrohlich werden.

Laut Schmitz würden zwischenmenschliche Konflikte, etwa zwischen Nachbarn, oft über das Haustier ausgetragen. „Wenn bekannt ist, dass in der Nachbarschaft Menschen Schwierigkeiten mit dem Tier haben, sollte man das Gespräch suchen, um Vorbehalte und Berührungsängste abzubauen“, rät sie.

Hund beim Gassigehen beobachten
Wenn der Hund Giftiges verschluckt hat, gilt: Reste davon einsammeln und sofort zum Tierarzt gehen. Bricht der Hund unaufhörlich? Dann müssten Halter bis zur Ankunft beim Tierarzt die Atemwege des Hundes freihalten. „Der Halter sollte hierbei vorsichtig die Maulhöhle seines Schützlings von Schleim und Erbrochenen befreien, den Kopf möglichst nach unten halten und die Zunge herauslagern“, erläutert die Expertin. „Wir raten dringend davon ab, auf Sauerkraut, Senf oder ähnliche Hausmittel zu vertrauen“, erklärt Sascha Schoppengerd von Giftköder-Radar. Auf der Webseite können sich Tierhalter über giftige Funde in ihrer Nähe informieren.

Schoppengerd gibt allerdings zu bedenken: „Auch wenn es hart
kling, aber wenn Hunde draußen aktiv nach Futter suchen, sind Herrchen oder Frauchen meist zu langweilig.“ Die Tiere liefen oft nur nebenher und der Halter beschäftige sich mit Smartphone, Freundin oder Kindern. Der Hund suche sich dann eine „Beschäftigung“, um seine Gassirunde spannender zu machen. (Quelle: APA)

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