Hunde-Demo in Düsseldorf

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Am Samstag, dem 22. Juli 2000, kamen am Vormittag ca. 12.000 verantwortungsbewußte Hundehalter und Tierfreunde aus vielen Teilen Deutschlands und dem benachbarten Ausland, darunter auch zahlreiche Österreicher, zusammen, um gegen die neue Landeshundeverordnung in Nordrhein-Westfalen zu demonstrieren. Die Organisatoren der Demonstration hatten diese Veranstaltung, die ohne Hunde erfolgte, in nicht ganz zwei Wochen auf die Beine gestellt.

Die Ziele der Demonstration:
– Modifikation der Verordnung, so dass eine verantwortungsbewußte und artgerechte Tierhaltung möglich ist.
– Keine Leinen- und Maulkorbpflicht für Hunde, die bisher nicht auffällig geworden sind.
– Keine Rassendiskriminierung der Tiere durch Pauschal-Listen.
– Verpflichtung der Hundehalter, aber nicht der unschuldigen Tiere.

Zum Düsseldorfer Landtag
Gegen 10 Uhr sammelten sich die Teilnehmer auf dem Burgplatz in der Altstadt von Düsseldorf. Nach einem ruhigen Auftakt (ca. 4 000 Menschen) strömten ab 10.30 Uhr Familien mit Kindern, Jugendliche und Senioren aus allen Richtungen auf den Platz. Um 11 Uhr ging es dann in einem langen Zug über die Rheinuferpromenade zum Düsseldorfer Landtag. Während sich die Wiese vor dem Landtagsgebäude sichtlich füllte, kamen immer wieder Hinweise, dass sich noch viele Teilnehmer am 10 Gehminuten entfernten Burgplatz dem ununterbrochenen Zug anschlossen. Nach über einer Stunde konnte gegen 12.15 Uhr mit der Abschlußkundgebung begonnen werden.
Rainer Kratzmann (Mitorganisator) dankte in kurzen Worten allen, die für diesen Erfolg verantwortlich waren und aktiv mitgearbeitet hatten, weiters dem Sponsor Royal Canin, Dr. Stefan Grüll sowie allen, die den Weg nach Düsseldorf gefunden hatten.

Gegen Übergriffe auf Hundehalter
Angelika Olschewsky (Mitinitiatorin der Werstener Bürgerinitiative und einer großen Unterschriftensammlung) sprach über die Geschehnisse aus Sicht einer betroffenen Hundehalterin. Pauschalverurteilungen mehrerer Hunderassen, hitzige Diskussionen und Übergriffe – nicht nur verbal – auf Hundehalter sind für viele Alltag und geben Anlass zum Handeln. Rechtsanwältin Alice Kleinheidt beleuchtete die juristischen Konsequenzen für Hundehalter und zeigte Widersprüche zwischen Landeshundeverordnung und Tierschutzgesetzen auf. Dr. Stefan Grüll, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Düsseldorfer Landtag, präsentierte den 10-Punkte-Plan der FDP und kommentierte die aktuellen Geschehnisse aus politischer Sicht. Weitere Sprecher informierten über Reaktionen aus dem Ausland und aktuelle Ereignisse. Wie geplant löste sich die friedliche Veranstaltung gegen 13 Uhr auf.
Bilanz: rund 12 000 Teilnehmer, eine zufriedene Polizei (es gab nur einen Zwischenfall im Umfeld der Demonstration) und ein Veranstaltungsplatz, dem man nicht ansah, dass hier gerade noch Tausende sich versammelt hatten.

Aktiver Verein gegründet: Erst der Anfang …
Da diese Demonstration aus Sicht aller nur ein erster Schritt gewesen war, gründete sich am 1. August 2000 in Düsseldorf „Menschen Tiere Werte e.V.“. Gründungsmitglieder u.a. die Organisatoren der Demonstration Daniela Bielfeld und Rainer Kratzmann, die Initiatoren der Werstener Initiative Angela und Horst Olschewsky sowie Rechtsanwältin Alice Kleinheidt. Hauptziele sind eine bundeseinheitliche Regelung, die bundesweite Bündelung aller Aktivitäten und die Wiederherstellung eines harmonischen Miteinanders von Hundehaltern und Bürgern.



>>> WUFF – INFORMATION


Info und Kontakt:

Menschen Tiere Werte e.V.
Mozartstraße 20
D-40479 Düsseldorf

Aufnahmeanträge unter Faxabruf:
+49 (0)211/400 241 (2 Seiten)
Internet: http://www.mtw-ev.de
Email: [email protected]

 

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