Internationale Trekkingtour im Waldviertel

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15 Erwachsene, ein Kind und 15 Hunde aus Österreich, Deutschland und Belgien machten sich mit insgesamt 9 Hundegespannen auf einen Rundweg, um in sechs Tagen von Ort zu Ort durch das Waldviertel zu wandern.
Das Waldviertel ist eine schöne, aber teilweise recht hügelige Gegend. Die Route der Trekkingtour führte vielfach über Mountainbike-Strecken. Mit einem guten Fahrrad stellen Steigungen und Gefälle keine Probleme dar, einem Hundegespann hingegen muß man viel Zug- und Bremshilfe geben. Vor allem Teilnehmer aus Ländern wie zum Beispiel Belgien, wo Mensch und Hund nur Flachland kennen, haben mit der Topographie sehr zu kämpfen.
Am ersten Tag gab es einige starke Steigungen zu bewältigen, teilweise auf sehr unebenen Wegen mit Steinen, Wurzeln und Querrinnen. Am Ende einer der Steigungen lag zur „Belohnung“ ein großer Baum quer über den Weg. Alle Gespanne mußten mit vereinten Kräften querfeldein dieses Hindernis umrunden. Die Tagesetappen der Trekkingtour betrugen zwischen 5,8 und 16,4 Kilometer.

Welche Hunde?
An der Tour nahmen insgesamt fünf Hündinnen und zehn Rüden teil, davon wurden eine mittelgroße Mischlingshündin und eine Sheltiehündin nicht eingespannt, erstere war zu klein und zweitere bereits zu betagt. Das Alter der angetretenen Zughunde lag zwischen 21 Monaten und 6 Jahren. Die am häufigsten vertretene Hunderasse war Berner Sennenhund mit sechs Rüden und drei Hündinnen. Außerdem zogen noch drei Große Schweizer Sennenhunde-Rüden und zwei Neufundländer-Rüden.

Futter & Wasser
Die meisten Hunde erhielten einmal täglich ihr Futter und zwar abends, nach getaner Arbeit. Damit war die notwendige Ruhepause nach dem Fressen gewährleistet. Einige Hunde bekamen morgens und auch nach einer ausgiebigen Rast zwischendurch eine Kleinigkeit. Von großer Wichtigkeit war der mitgeführte Wasservorrat. In den Pausen standen immer mehrere Wassernäpfe zur Verfügung, außerdem wurde den Hunden zusätzlich nach anstrengenden Wegstrecken mit Steigungen, Gefälle oder bei praller Sonne zusätzlich Wasser angeboten.

Auswertung
Am Ende der Trekkingtour wurden die Teilnehmer mit einem strukturierten Fragebogen befragt. Drei Gespannführer fanden sowohl die gesamte Tour wie auch die Tagesetappen zu lang, die sechs anderen waren mit der Länge der Wegstrecke zufrieden. Es wurde vorgeschlagen, zu Beginn eines jeden Tages die Pausenzeiten zu besprechen und die Länge jeder einzelnen Pause an ihrem Beginn bekanntzugeben, damit man sich darauf einstellen und Wartezeiten vermeiden könne. Sieben Hundeführer wünschten sich in der Mitte der Tour einen Ruhetag. Alle begrüßten, daß es ein festes Standquartier (gemietete Zimmer) und nicht täglich wechselnde Unterkünfte gab. Das Rahmenprogramm gefiel sechs Gespannführern, nur einer fand, daß zuviel geboten wurde. Die Gruppengröße war nach Meinung aller Teilnehmer optimal. Für die nächste Tour wünschten sich zwei Hundeführer weniger Bergstrecken.
Beim Abschlußabend am Ende der Trekkingtour erhielt jeder Gespannführer eine Urkunde und ein Erinnerungsgeschenk.




>>> WUFF – INFORMATION


Die Hundewagen

An der Trekkingtour nahmen 9 Hundegespanne teil. Die Details im Folgenden:

– 1 Vierspänner, eisenbereifter Leiterwagen, Brustblattanspannung
– 1 Zweispänner, luftbereifter Zweiachser, Brustblattanspannung
– 7 Einspänner:
• 1 luftbereifter Zweiachser, Pulkaanspannung
• 1 luftbereifter Zweiachser mit abnehmbarem Kleinkindersitz, Pulkaanspannung
• 1 luftbereifter Zweiachser, Brustblattanspannung
• 1 luftbereifter Einachser, Brustblattanspannung
• 3 luftbereifte Einachser, Pulkaanspannung



>>> WUFF – TIPP


Die 2. Internationale Trekkingtour mit Hund und Wagen
findet von 1. – 4. Juni 2000 im Mühlviertel statt.
Info: 02827/ 358

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