Italienisches Team holt den WM-Titel im Hundesport

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Deutscher Schäferhund als Gesamtsieger in Schwechat – Zweitplatzierte erreichte gleich viele Punkte – Bester Österreicher auf Platz 15

Schwechat-Rannersdorf (APA) – Der Italiener Gianpaolo Danzi hat sich mit seinem Hund Gibson Mysic Megane in Schwechat den Weltmeistertitel im Gebrauchshundesport gesichert. Nach fünf Wettkampftagen und drei absolvierten Disziplinen sammelte er insgesamt 285 von maximal 300 Punkten. Gleichviele Punkte erarbeitete sich die Deutsche Sina Bosch, die nur Zweite wurde, weil sie im Schutzdienst minimal schlechter bewertet wurde.

„Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Erfolg. Ich hätte nicht gedacht, dass es dazu kommen wird“, sagte Gianpaolo Danzi über den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere. Der Italiener war ursprünglich als Reservestarter nach Österreich gereist. Erst als feststand, dass ein Teamkollege nicht starten kann, durfte Danzi überhaupt erst an seiner ersten Weltmeisterschaft teilnehmen. Seine bisherige Bestleistung war der vierte Platz beim zweiten italienischen Vorausscheid für die WM im Juni.

Auch Sina Bosch war heuer erstmals bei einer Weltmeisterschaft der Gebrauchshunde dabei. Obwohl sie am Ende auf ebenso viele Punkte wie ihr italienischer Kontrahent kam, liegt sie aufgrund von wenigeren Punkten im Schutzdienst nur auf dem zweiten Platz. Da der Schutzdienst beim Gebrauchshundesport als wichtigster Bereich angesehen wird, gewinnt bei Punktegleichstand immer derjenige, der hier mehr Punkte holen konnte. Dennoch übertraf Bosch ihr Ziel, in die Top 20 einzuziehen, deutlich. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir hätten nie gedacht, dass wir bei unserer ersten Weltmeisterschaft so weit vorne landen“, sagte sie.
Für die Deutsche startete der Wettkampf am Mittwoch mit der Fährtensuche, bei der sie mit ihrem Belgischen Schäferhund Bambuca von der schwarzen Mamba 96 Punkte erreichte. Gianpaolo Danzi überzeugte mit seinem Deutschen Schäferhund Gibson Mysic Megane in dieser Disziplin am Donnerstag mit einer tadellosen Leistung und den einzigen 100 Punkten im gesamten Wettbewerb.

In der sogenannten Unterordnung, wo es besonders auf das Gehorchen des Hundes ankommt, holte Bosch am Donnerstag 97 Punkte. Am Freitagvormittag komplettierte sie ihren Wettkampf mit 92 Punkten im Schutzdienst. In dieser Disziplin soll der Hund einen Scheintäter kontrolliert beißen und abwehren. Nachdem Danzi etwas später im Schutzdienst 94 Punkte erreichte, war klar, dass es für den ersten Platz mindestens 91 Punkte in der Unterordnung braucht. Diese Punktemarke erreichte Gianpaolo Danzi dann auch am Sonntag und holte sich aufgrund der zwei Punkte mehr im Schutzdienst den Titel.

Bester Österreicher wurde Peter Mohr mit seinem Hund Ayk vom Köln Tor. Er erreichte insgesamt 269 Punkte und den 15. Platz. Ebenfalls erfolgreich bei der Weltmeisterschaft teilgenommen haben die Österreicher Bernd Sommer (265), Josef Haas (260) und Mario Scheidbach (257). Um eine Prüfung im Hundesport zu bestehen, also erfolgreich teilzunehmen, braucht es in jeder Disziplin mindestens 70 Punkte.

 

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