Kärntnerin wegen Tierquälerei verurteilt

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Der Hund der 21-jährigen Kärntnerin war drei Tage allein in der Wohnung. (Symbolfoto © AdobeStock)

21-jährige Kärntnerin ließ ihren Hund tagelang allein in Wohnung – dafür wurde sie am 2. März am Landesgericht Klagenfurt wegen Tierquälerei zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt. Es war bereits der vierte Verhandlungstermin, den Richter Oliver Kriz angesetzt hatte, zu den ersten drei war sie nicht erschienen. Die Frau nahm das Urteil an, Staatsanwalt Helmut Jamnig verzichtete auf Rechtsmittel, das Urteil ist damit rechtskräftig.

Den ersten Verhandlungstermin habe sie verschlafen, sagte die Arbeitslose. Für die weiteren Termine habe sie keine Ladung erhalten, behauptete sie, auch den Strafantrag der Staatsanwaltschaft will sie nie bekommen haben. Der Staatsanwalt warf ihr vor, ihren Hund Anfang September 2019 tagelang in ihrer Wohnung in Villach eingesperrt gelassen zu haben. Die Wohnung wurde schließlich polizeilich geöffnet, das Tier gerettet. Eine Nachbarin hatte damals die Polizei alarmiert.

Der Hund sei des öfteren in der Wohnung eingesperrt gewesen, Anfang September sei es aber ganz arg gewesen, sagte die Zeugin beim ersten Prozesstermin. „Das Tier hat gejault und geweint, es ist in der Wohnung an einem Fenster gesessen, das gekippt war.“ Am dritten Tag habe der Hund so laut gejault, dass sie den Tierschutzverein angerufen habe, dort hätte man ihr geraten, die Polizei zu verständigen. „Das habe ich dann auch gemacht.“

Der Beamte, der zu dem Einsatz gefahren war, erzählte, dass man zuerst versucht habe, die Frau zu erreichen. Danach habe man die Spitäler durchgerufen, und als die 21-Jährige dort auch nirgends war, habe man einen Unfall in der Wohnung befürchtet. Ein Schlüsseldienst öffnete die Tür, und die Polizisten fanden eine total verwahrloste Wohnung vor. Dass der Hund tagelang nicht ins Freie gekommen war, trug das Seine dazu bei. Der Futternapf sei leer gewesen, die Wasserschüssel beinahe, berichtete der Polizist. Die Angeklagte sah letztlich ihren Fehler ein, nach kurzer Verhandlung wurde das Urteil gesprochen.

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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.

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