Lesermeinung – WUFF 1/2022

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Freue mich über Beiträge über Boxer

Seit vielen Jahren beziehe ich Ihre Zeitschrift WUFF und lese sie mit großem Interesse. Für mich ist es die beste Hundezeitschrift im deutschsprachigen Raum. Ich bin seit Jahrzehnten Boxerbesitzerin. Über Beiträge zur Rasse freue ich mich natürlich besonders. Aber Ihre sorgfältig recherchierten Themen, besonders zu medizinischen Problemen, helfen allen Hundebesitzern, besser zu verstehen und schneller zu handeln. Mit Respekt betrachte ich aus diesem Grund stets alle Ihre Beiträge und genieße die Zeitschrift im wahrsten Sinne. Sie wird sodann von Freunden zweitgelesen! Allen vier- und zweipfotigen Mitarbeitern wünsche ich viel Erfolg und eine stabile Gesundheit!
Christiane F.

Haben weißen Boxer bekommen

Hallo, ich fand Ihren Artikel zum deutschen Boxer sehr interessant. Ich habe einen fast komplett weißen Boxer für uns als Familienhund ausgesucht, weil ich ihn einfach wunderschön fand. Er wohnt jetzt seit 3 Tagen bei uns, ist 8 Wochen alt und ich habe keine Ahnung, warum uns alle schief angucken, wenn sie nach der Rasse fragen und sich dann wundern, dass er so weiß ist. Er ist quietschfidel, Ohren, Augen und Nase funktionieren. Sein einziges Manko ist, dass ihm bisher kein Winterfell wächst und er deshalb einen Mantel bekommen hat. Er hat teilweise stark gefroren. Der Anblick vom manteltragenden Boxer ist nur etwas ungewöhnlich, aber uns stört es nicht. Ich wollte eigentlich nur ein kurzes Lob zu Ihrem Artikel senden und »das schwarze Schaf«, den weißen Boxer, zeigen. Er war übrigens der einzige weiße in seinem Wurf.
Sherin D.

Anmerkung der Redaktion: Da das erwähnte Porträt über den Deutschen Boxer schon einige Jahre zurückliegt, haben wir es aktualisiert und in dieser Ausgabe erneut veröffentlicht.

Helfende Hunde – ganz persönlich: Mein Maltipoo Shiro

Mein Name ist Sina-Lucyle S. (44) aus Berlin. Ich bin Heilpädagogin und mache die Ausbildung zur Fachkraft für hundegestützte Intervention. Ich schreibe Ihnen, nachdem ich Ihren Artikel »Helfende Hunde – ganz persönlich« gelesen habe und möchte meinen acht Monate jungen Maltipoo Shiro vorstellen, der in Vorbereitung zum Besuchs- und Therapiebegleithund ist. Ich arbeite in einer Kita mit Schwerpunkt Integration/Inklusion und mit Kindern mit erhöhtem und wesentlich erhöhtem Förderbedarf.

Als ich mit der Ausbildung zur Fachkraft für hundegestützte Intervention begann, machte ich mich auf die Suche nach einem Hund. Ich lernte viele Fellnasen kennen, tolle Tiere, schöne Wesen und jeden von ihn hätte ich sofort als Familienhund genommen. Aber als Einsatzhund brauchen sie noch das »besondere Etwas«. Ich weiß nicht warum, bei Shiro (Chinesisch für Schnee) hatte ich das Gefühl, dass er für diesen Weg bestimmt ist. Er hat mich gefunden und ich ihn. Er ist ein toller Familienhund und hat das Potenzial, ein guter Einsatzhund zu werden, denke ich. Seit ­August 2021 begleitet mich Shiro regelmäßig für ein paar Stunden in die Kita und bereitet mit Spaß an der Sache den Kindern viel Freude. Er soll sich in aller Ruhe an seine zukünftige Aufgabe gewöhnen und den Kita-Alltag langsam kennenlernen. Darum begleitet er mich nur, zum Einsatz kommt er noch nicht, soweit ist er natürlich noch nicht.

Shiro ist ein von Grund auf freundliches, kleines Wesen. Er geht voller Freude auf jeden zu, zeigt keine Ängste und jeder, der sich auf seinen begrüßenden Blick einlässt und diesen erwidert, wird schwanzwedelnd aufgefordert, ihn zu streicheln. Und das passiert sehr gerne. In unserer Wohngegend leben viele Senioren. Shiro findet Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen eher interessant als befremdlich. Er setzt sich dann oft hin und beobachtet mit schiefen Köpfchen, wer da auf ihn zu kommt. Nähert sich die Person, schaut er kurz zu mir, steht auf, wedelt mit seinem Schwänzchen und möchte den Menschen begrüßen. Mittlerweile kennt man uns auch schon in unseren Straßen, und viele Menschen freuen sich und genießen diese unvoreingenommene Freude dieses kleinen Hundes. Und wenn das Bücken schwerfällt, um über das weiche Fell zu streichen, darf er auch gerne mal im Rollstuhl auf den Schoß oder auf meinem Arm die Streicheleinheiten abholen. Schnell kommen die Menschen dann ins Erzählen – Shiro ist wie eine Brücke zur Kommunikation. Kindern gegenüber ist er genauso aufgeschlossen. Aber er zeigt noch eine andere Art, wenn Kinder ängstlich sind. Da setzt er sich an meine Seite und schaut das Kind an, wie es ihn – aus Distanz – anschaut. Durch Blickkontakt zu mir, holt er sich immer wieder die Bestätigung: »Alles okay. Es ist wohl alles in Ordnung für dich, dann ist auch alles in Ordnung für mich.« Dann legt Shiro sich nach einer Weile ab und verhält sich ganz ruhig. Kommt das Kind dann tatsächlich vorsichtig heran und berührt ihn an der Seite, dann legt er sich auf den Rücken und lässt sich von mir den Bauch streicheln. Meist ist das Eis schnell gebrochen, und die Ängste, die vorher noch herrschten, werden ein klein wenig kleiner.

Shiro streichelt die Seelen vieler Menschen, das zeigt er einfach in seinen Begegnungen mit ihnen. Ich weiß, jeder sagt das von seinem Hund, so auch ich: »Er ist ein besonderer kleiner Hund mit großer Wirkung«. Er ist ein Augenstern für meine Familie und mich und zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht, der ihm zugewandt begegnet. Ich freue mich sehr, ihn an meiner Seite zu haben und wir wollen uns auf den Weg machen, ein gutes Einsatzteam zu werden.
Sina-Lucyle S.

 

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