Leserporträt: Heimlich ins Herz geschlichen… – "Man muss sich nur drauf einlassen"

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Auch wenn Menschen schon mehrere Hunde hatten, so hat doch oft ein ganz bestimmter ihr Herz erobert, der sog. Lebenshund. Hunde, die auf solch einen „Lebenshund" folgen, ­werden meist an diesem gemessen und haben nicht immer die Chance, als eigene Persönlichkeit erkannt und akzeptiert zu werden. Manuela Allendorf erging es zunächst ähnlich, als ihr Ferrox starb. Doch dann eroberte „Zweithund" Fyran klammheimlich ihr Herz.

Bis vorletztes Jahr war ich stolze Besitzerin zweier Langstockhaar-Schäferrüden, Ferrox und Fyran, wobei mein Hauptaugenmerk immer auf dem Älteren, also Ferrox lag. Denn wir waren ein eingespieltes Team, verstanden uns ohne Worte und ein Leben ohne Ferrox war für mich gänzlich undenkbar. Doch wie das Leben so spielt, alles kam ganz schnell. Im August 2010 wurde bei Ferrox ein geplatzter Milztumor ­diagnostiziert und ich bewies ihm meine Liebe, indem ich ihn gehen ließ; er sollte nicht leiden. Doch meine Welt war damals zusammengebrochen.

Dankbar für wunderbare 9 Jahre ­verneige ich mich auch heute noch vor solch einem Traum auf vier Pfoten.

Aus dem Schatten des Älteren

Das, was ich damals für niemals möglich gehalten habe, ist dann doch eingetreten. Mein jüngerer Schäfer­hund, Fyran (auf den Bildern der dunklere), der viele Tugenden aufwies, die ich von meinem Ferrox her so gar nicht kannte, trat aus dem Schatten des „übermächtigen" Ferrox hervor, der bereits zu Lebzeiten von mir wie auf einen Sockel gehoben wurde. So schlich sich Fyran immer mehr in mein Herz.

Die gemeinsame Arbeit (Unterordnung, Dummytraining, Fährtenarbeit, diverse Lehrgänge und Seminare etc.) schweißte mich und Fyran immer mehr zusammen, ebenso wie aus­gestandene Konflike. Ich versuche nun nicht mehr Fyran ständig mit Ferrox zu vergleichen. Jeder Hund ist anders und individuell, so wie wir auch; man muss sich nur drauf einlassen!

Zwar vergeht keine Minute am Tag, in der ich nicht an Ferrox denke, doch zugleich genieße ich jeden Augenblick mit meinem Fyran. Denn wir sind nur eine begrenzte Zeit auf dieser Welt, und irgendwann wird auch uns die Regenbogenbrücke trennen. Doch ich hoffe, bis dahin vergeht noch viel Zeit!  

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