Liebe auf den ersten Blick – Der WUFF-Mischlings-Champion

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Bei manchen Mensch-Hund-Begegnungen in Tierheimen kommt es zu der berühmten „Liebe auf den ersten Blick“. So auch bei Fipsi aus dem ­Wiener Tierheim Vösendorf und Marina Hölzl aus dem 5. Wiener Gemeindebezirk.

Warum Fipsi ins Wiener Tierheim Vösendorf kam, ist nicht bekannt. Der Tierarzt stellte bei ihm einen offensichtlich etwas schief zusammengewachsenen Beckenbruch fest, der dem ­aufgeweckten Vierbeiner auch heute noch manchmal Schmerzen im rechten Hinterlauf verursacht.

Fipsi war erst gerade mal zwei Wochen im Tierheim, als sich Marina Hölzl dort einen Hund aussuchen wollte. Als sich die Hundeinteressentin Fipsis Zwinger näherte, streckte der seine Nase durch das Gitter und suchte mit seinen dunklen Augen Blickkontakt zu ihr.

Aus der Sicht von Marina Hölzl stellt sich das dann so dar: „Als ich ihn sah, wusste ich sofort, das ist er!“. Es war die berühmte Liebe auf den ersten Blick.

Da sein Frauchen kein Auto hat, war es von Vorteil, dass Fipsi „öffentlich verkehrstauglich“ ist. „Wir sind von Anfang an problemlos mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren“, erzählt Marina Hölzl. „Wir machen bei jedem Wetter Ausflüge in und um Wien, wie zum Beispiel nach Nußdorf oder auf den Kahlenberg“.

Um ihren vierbeinigen Liebling auch entsprechend auszulasten, besuchte sein Frauchen mit ihm die Hundeschule „SVÖ Stadlau“, wo alle Prüfungen erfolgreich absolviert wurden. Eine der Lieblingsbeschäftigungen des Hundes ist, wie Frauchen erzählt, der Besuch im „Clever Dog Lab“ der Abteilung für Kognitionsforschung der Universität Wien. Dort nimmt Fipsi an verschiedenen Studien zur Kognitionsforschung bei Hunden teil. Marina Hölzl: „Die Hunde erhalten dort einen Touchscreen, gekoppelt mit einem Futterautomaten. Wenn sie eine Aufgabe erfolgreich lösen, bekommen sie eine Belohnung.“

Ganz stolz auf Fipsi ist Frauchen über seine 12 Pokale, die er bei verschiedenen Mischlingswettbewerben gewonnen hat. „Aber natürlich wäre Fipsi auch ohne diese Auszeichnungen für mich der Schönste und Beste!“ sagt Frauchen über ihren vierbeinigen Liebling.

Dass Hunde wahre Seelentröster ihrer Menschen sind und die Mensch-Hund-Beziehung daher auch positive Auswirkungen auf die psychische und emotionale Situation des Hundehalters hat, ist wissenschaftlich bereits unbestritten. Das weiß auch Marina Hölzl aus eigener Erfahrung: „Fipsi hat mir schon über viele Enttäuschungen und Traurigkeiten in meinem Leben hinweggeholfen. Wie sehr stimmen doch die Aussagen, dass Hunde nicht lügen und dass bei einem Hund andere Werte zählen als bei Menschen. Wenn Fipsi mich mit seinen dunklen Knopfaugen anschaut und ich sein weiches Fell streichle, geht es mir gleich um vieles besser!“

Und wie schon bei vielen WUFF-Mischlings-Champs vor Fipsi bringt es auch sein Frauchen auf den Punkt, wenn sie sagt: „Für mich ist Fipsi das Liebste und Wichtigste auf der Welt!“

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