Mythos Hundeversicherung – muss ich meinen Hund versichern?

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Foto: Malin K./unsplash

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Doch das Leben kann einen aus finanzieller Sicht ganz schön herausfordern. Um sich deshalb gegen vielerlei Risiken abzusichern, haben Hundebesitzer die Möglichkeit, verschiedene Hundeversicherungen abzuschließen. Ob Krankenversicherung, Haftpflicht-, Reise- oder Rechtsschutzversicherung, Hunde-OP-Versicherung oder Zwingerhaftpflicht. Die Palette bietet einiges. Doch was davon macht wirklich Sinn? Dazu im folgenden Beitrag mehr.

Versicherungen für den Hund
Das Leben mit dem Hund ist meistens aufregend und spannend. Doch auch Hunde können krank werden, Alterskrankheiten erleiden, Beteiligter eines Unfalls sein und womöglich schwere Verletzungen ertragen. Wie auch wir Menschen, sind ebenfalls die Hunde den täglichen Gefahren ausgesetzt. Da sie außerdem nicht wissen, was gut oder schlecht für sie ist, beißen sie häufig auf irgendwelchen Gegenständen herum, die dann entweder kaputt gehen oder ihnen Schmerzen zufügen. Die unterschiedlichsten Umstände können dafür sorgen, dass hohe Kosten auf uns zukommen. In diesem Fall sind wir froh, eine entsprechende Versicherung für unseren Hund abgeschlossen zu haben.

Welche Versicherungsarten gibt es?
Um Ihnen ein umfassendes Bild davon zu geben, welche Versicherungsarten es für Hunde gibt und welche davon möglicherweise für Sie in Frage kommen, stellen wir Ihnen diese nun vor.

1. Die Hundehaftpflichtversicherung
Auch Hunde, die eine ausgewogene und strenge Erziehung genießen, sind letztendlich nur Tiere und können unbeabsichtigt Schäden verursachen. Deshalb ist die Hundehaftpflichtversicherung die wohl wichtigste Versicherung in Sachen Hundehaltung. Ein kurzer, unaufmerksamer Moment kann bereits verheerende Folgen mit sich ziehen. Als Hundehalter haften Sie für sämtliche Sach-, Personen- und Vermögensschäden an Dritten. Verursacht der Hund beispielsweise einen Autounfall, so muss der Hundehalter haften. Dies kann schnell Summen im mehrstelligen Bereich verursachen. Bereits für solche Fälle, in denen plötzliche, unvorhergesehene Schadensersatzkosten eine horrende Summe erreichen, werden Sie für die abgeschlossene Hundehaftpflichtversicherung dankbar sein. Bei der Deckungssumme des Versicherungsschutzes gilt die Faustregel: Je höher, desto besser. Auch eine Tierhüter- bzw. Fremdhüterklausel im Vertrag machen Sinn. Denn auf diese Weise sind auch jene Personen mitversichert, die als Nicht-Hundehalter mit dem Hund spazieren gehen, ihn beaufsichtigen oder sogar mit ihm in den Urlaub fahren.

2. Betriebliche Hundehaftpflichtversicherung
Daneben gibt es auch noch die betriebliche Hundehaftpflichtversicherung, die für Personen in Betracht kommt, die in ihrem Beruf mit Hunden zusammen arbeiten. Denn die private Hundehaftpflicht haftet nicht für Schäden, die im beruflichen Arbeitsalltag entstehen. Diese betriebliche Hundehaftpflichtversicherung übernimmt sämtliche Schäden, die im beruflichen Zusammenhang durch Hunde an Dritten verursacht werden.

3. Zwingerhaftpflicht – für Hundezüchter
Wer eine Hundezucht betreibt oder vier bzw. mehr Hunde hält, kann zur Zwingerhaftpflichtversicherung greifen. Die Hundehaltung muss hierfür keinesfalls auf den Zwinger begrenzt sein. Die Bezeichnung der Versicherung dient ausschließlich zur Verdeutlichung, dass diese Versicherung den Schutz mehrere Tiere umfasst. Wer Listen- bzw. Kampfhunde besitzt, sollte sich mit verschiedenen Tarifen auseinandersetzen, denn es kann durchaus sein, dass einige Versicherungen die Aufnahme von solchen Hunden ablehnen.

4. Hundekrankenversicherung

Foto: Mikhail Nilov / Pexels

Doch nicht nur durch den Hund verursachte Schäden an Dritten können für hohe, unerwartete Kosten sorgen. Auch beispielsweise chirurgische Eingriffe in Folge eines Unfalls oder Krankheiten, die vom Tierarzt oder einer Tierklinik behandelt werden müssen, können zur ungeahnten finanziellen Herausforderung für den Hundehalter werden. So wenig man auch darüber nachdenken möchte, so sehr sollte man sich damit beschäftigen. Dieser Versicherungsschutz kann vom Hundebesitzer in zwei verschiedenen Formen mit unterschiedlichen Leistungen abgeschlossen werden, je nach Bedarf der Risikoabdeckung: Entweder als Hunde-OP-Versicherung oder als Krankenvollversicherung.
Die Hundekrankenversicherung von Barmenia verspricht Qualität, Kompetenz und Fürsorge. Die Barmenia Tierversicherung bietet Hundehaltern einen umfangreichen Versicherungsschutz. Und nicht zuletzt werden auch zahlreiche andere Leistungen übernommen. Dazu weiter unten mehr.

5. Die Hunde-OP-Versicherung
Die Hunde-OP-Versicherung ist im Grunde die günstigere Variante der Hundekrankenversicherung. Ihr Schutz umfasst lediglich kleine und größere chirurgische Eingriffe, die etwa nach einem Unfall nötig sind, oder wenn man im Körper des Hundes einen bösartigen Tumor festgestellt hat, welchen man unbedingt entfernen sollte. Es werden in diesen Fällen aber auch die Kosten für die benötigten Medikamente, wie zum Beispiel Narkosemittel oder Verbandmaterial übernommen, sowie die stationäre Unterbringung in einer Klinik oder in der Praxis des Tierarztes.

6. Die Vollversicherung
Eine Vollversicherung für Hunde kombiniert die Vorteile der Hunde-OP-Versicherung mit zusätzlichen Leistungen, die die Übernahme der sonstigen Tierarztkosten betreffen. Der Versicherungsschutz der Vollversicherung umfasst für den vierbeinigen Gefährten also nicht nur die Operationskosten, sondern zusätzlich auch die allgemeinen Tierarztkosten für zahlreiche ambulante Behandlungen. So werden vom Versicherer beispielsweise Kosten für die Diagnostik in Form eines EKGs oder Röntgenbilder, Kosten für die Therapie bei körperlichen Einschränkungen des Tieres und, je nach Tarif, auch Kosten für homöopathische Heilmethoden übernommen. Sogar Vorsorgemaßnahmen wie die Würmer- oder Parasitenkur und Impfungen werden oftmals vom Versicherer bezuschusst, wenn nicht sogar vollständig übernommen. Vor allem Hundezüchter interessieren sich gerne für diese Vollversicherung, da hiermit die Kosten für die Grundimmunisierung der Welpen beim Tierarzt vom Versicherer getragen werden.

7. Reiseversicherung
In der Regel greift der Versicherungsschutz der Voll- und Hunde-OP-Versicherung auch für einen gewissen Zeitraum im Ausland. Sie brauchen also keine gesonderte Reiseversicherung für Ihren Hund abschließen. Diese Zeiträume unterscheiden sich allerdings von Versicherung zu Versicherung. Im Normalfall deckt aber auch die Hundehaftpflichtversicherung Schäden, die im Ausland durch den Hund verursacht werden.

8. Hundehalter-Schutz
Tatsächlich gibt es auch Versicherungen, die speziell den Hundehalter versichern. Zum Beispiel leistet die Versicherung Tagesgelder, wenn sich der Halter für einige Tage im Krankenhaus befindet. Auch eine Hundehalter-Rechtsschutzversicherung kann Sinn machen. Wird der eigene Hund von einem anderen Gefährten gebissen, so greift die Hundehalter-Rechtsschutzversicherung und verlangt für den geschädigten Hundehalter Schadensersatz. Neben der Barmenia Tierversicherung bietet der Versicherer auch einen Hundehalterschutz an. Da die meisten Menschen allerdings sowieso über eine herkömmliche Rechtsschutzversicherung verfügen, braucht man den zusätzlichen Schutz in Form einer Hundehalter-Rechtsschutzversicherung eher selten.

Wann sind Versicherungen sinnvoll?
Versicherungen sind grundsätzlich nie verkehrt, da sie uns im Falle eines Falles von hohen Kosten schützen.

Ist es verpflichtend, meinen Hund zu versichern?
Die Pflicht zur Versicherung Ihres Hundes ist abhängig vom Bundesland. In folgenden Ländern besteht seit 2021 eine gesetzliche Pflicht zur Versicherung des Hundes:
– Berlin
– Hamburg
– Niedersachsen
– Sachsen-Anhalt
– Schleswig-Holstein und
– Thüringen.

Fazit
Wir Menschen versichern uns in nahezu jedem Bereich. Das eine Versicherung auch für den eigenen Hund Sinn macht, sollte nach diesem Beitrag außer Frage stehen. Neben der Haftpflichtversicherung raten wir Hundehaltern auch zur Hundekrankenversicherung. Ein Beispiel hierfür ist die Barmenia Tierversicherung. Diese ist ab 26,83 EUR pro Monat erhältlich und bietet Hundehaltern einen umfassenden Schutz. Grundsätzlich sollte man sich je nach Bedarf aber mit verschiedenen Tarifen auseinandersetzen, um so auch nochmal zu entscheiden, ob es die komplette Vollversicherung sein muss oder möglicherweise auch nur die Hunde-OP-Versicherung.

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