Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 1/2020

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Blindenführhunde- Team auf Fusswallfahrt
­[A] Steiermark – Als erstes Blindenführhunde-Team haben Wolfgang Niegelhell und sein Weißer Schweizer Schäferhund Amadeus in 3,5 Tagen 130 Kilometer Fußwallfahrt nach Mariazell (Steiermark) erfolgreich bewältigt! Weder schlechtes Wetter noch Kühe oder umgestürzte Bäume konnten die beiden aufhalten! Die Bilder zeigen, was ein liebevoll mit positiver Motivation ausgebildeter Blindenführhund zu leisten imstande ist! Immer freudig und hoch konzentriert hat Wolfgangs geliebter Amadeus in diesen drei Tagen Höchstleistungen vollbracht und seinem Herrchen eines seiner schönsten Lebensereignisse geschenkt! Die beiden wurden in der Basilika von Pfarrer und Mesner bereits voll Spannung erwartet und in der Pilgermesse mit den Worten »Ein Hund, der sich auch in dieser ehrwürdigen Basilika zu benehmen weiß!« begrüßt. Wolfgang Niegelhell ist unendlich stolz auf seinen »Lebenshund«! Zum Abschluss wurden natürlich in der Kerzengrotte für alle Verwandten, Freunde und Fans des Panflötenmusikers gebetet und Kerzen angezündet.

Doglive 2020: Ein volles Programm für Hundefreunde
[D] Münster – Ihr Markenzeichen ist der orangefarbene Teppich, über den Jahr für Jahr rund 16.500 Zwei- und 3.000 Vierbeiner aus ganz Deutschland flanieren: Am Samstag, 18. und Sonntag, 19. Januar 2020 findet die nächste DOGLIVE – Münsters Hundemesse und Event im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland statt. Das bunte Programm spricht Hund und Hundefreunde genauso an wie zukünftige Hundehalter. Die große Rassepräsentation hilft bei der Entscheidung, welcher Welpe am besten zu einem passt. Infostände, Vorträge und Workshops unterstützen dabei, von Anfang an ein gutes Team zu sein. Bei den insgesamt 160 Ausstellern der DOGLIVE finden Herrchen und Frauchen vom schicken Halsband über komfortable Hundebetten, spannendes Spielzeug, bis zu Fachliteratur und einer umfassenden Futterauswahl wieder alles, was das Hundeherz begehrt. Hundefreunde, die planen, dass im neuen Jahr ein Vierbeiner in die Familie einzieht, können sich an zahlreichen Infoständen über die Hundeerziehung und Ausbildung informieren. Wer sich für einen Vierbeiner entscheidet, hat die Qual der Wahl: Von Malteser bis Dalmatiner, in der großen Rasseausstellung und -präsentation stellen sich insgesamt 50 Hunderassen vor, ganze 14 Rassen mehr als im Vorjahr. Zahlreiche Vereine sind vor Ort und stehen Rede und Antwort bei Fragen zu den besonderen Eigenschaften. Sogar der Club der exotischen Hunderassen wird mit Raritäten wie Chinese Crested, Shar-Pei oder Thailand-Ridgeback vertreten sein. Infos zur Messe finden Sie unter http://www.doglive.de.

Hundehalterverband bekämpft Regelverschärfungen in Wien vor VfGH

»Maulkorb- und Leinenpflicht für Listenhunde seien gleichheitswidrig und im Konflikt mit
im Verfassungsrang stehendem Tierschutzgedanken

[A] Wien (APA) – Der Österreichische Hundehalterverband (ÖHV) will die seit Mitte Februar 2019 geltenden schärferen Regeln für sogenannte Listenhunde in Wien zu Fall bringen. Gelingen soll das über den Weg zum Verfassungsgerichtshof mithilfe eines Individualantrags im Namen von drei Betroffenen, wie ÖHV-Präsident Dr. Hans Mosser am 20. November in einer Pressekonferenz erklärte. Die Stadt Wien hat nach einer tödlichen Attacke eines Rottweilers auf ein Kleinkind im Herbst 2018 ein neues Tierhaltegesetz beschlossen. Für Halter sogenannter Listenhunde wurde eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille eingeführt, wenn sie mit ihrem Tier unterwegs sind. Die Tiere selbst unterliegen – mit wenigen Ausnahmen – einer Maulkorb- und Leinenpflicht im öffentlichen Raum. Der mit dem ­Individualantrag beauftragte Anwalt Mag. Josef Phillip Bischof: »Diese Regelung ist gleichheitswidrig, weil alle nicht gelisteten Hunde davon ausgenommen sind, unabhängig von ihrem Verhalten oder von ihrer individuellen Gefährlichkeit«.

Außerdem sei der kombinierte Maulkorb- und Leinenzwang »unsachlich«, meinte Mosser. Studien würden belegen, dass die Rasse des Hundes »kein Ursachenfaktor für Beißunfälle« sei. Die Mehrzahl von Hundebissen gehe auf das Konto von nicht gelisteten Hunden, machten diese doch 94 Prozent aller in der Bundeshauptstadt gemeldeten Tiere aus. Das Wiener Gesetz sei also nicht mehr als eine »populistisch vermittelte Scheinsicherheit«. Außerdem stehe die kombinierte Maulkorb- und Leinenpflicht in Konflikt mit dem im Verfassungsrang stehenden Tierschutzgedanken. Mosser sprach darüber hinaus von einer »Unverhältnismäßigkeit«. Denn Halter von Listenhunden seien sowieso verpflichtet, einen Hundeführschein mit umfangreichen theoretischen und praktischen Aufgabenstellungen zu absolvieren. »Es ist höchste Zeit, diese Diskriminierung zu beenden«, resümierte Anwalt Bischof.

Pdf zu diesem Artikel: nachrichten_0120

 

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