Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 2/2022

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8 Jahre nach Diebstahl des Hundes wieder mit Halter vereint
Sussex/England (Sussex Police/WUFF) – 2013 war Cassie, ein Cocker Spaniel, aus dem Vorgarten des Hauses seiner Familie im englischen Sussex gestohlen worden. Wie erst jetzt durch die Polizei Sussex bekannt wurde, konnte sie im November des Vorjahres die Hündin im Rahmen von Razzien, durch die gestohlene Hunde entdeckt werden sollten, anhand des Mikrochips identifizieren und zu ihrer Familie zurückbringen. Bei der aufgefundenen Hündin waren auch drei Welpen, die offenbar von ihr stammen. Die Polizei Sussex veröffentlichte nun ein Video, in dem das Zusammentreffen mit der alten Familie nach 8 Jahren dokumentiert wurde. Die Familie teilte mit, dass sie sehr dankbar und glücklich seien und dass sich Cassie bereits wieder eingelebt hätte. Ihre Welpen wurden an drei andere Familien vergeben. Die Polizei machte keine Angaben darüber, wer die Hündin gestohlen hat und wie sie die letzten 8 Jahre verbracht hat.

• Link zum Video: https://tinyurl.com/24rjcmu8

Autobahnpolizisten stoppen illegalen Welpentransport – Mehr als 60 Tiere befreit
Köln (WUFF/Polizei Köln) – Ein Streifenteam der Kölner Autobahnpolizei hat kürzlich in der Nacht auf der Bundesautobahn 4 bei Eschweiler einen illegalen Tiertransporter auf seiner Fahrt von Tschechien nach Belgien gestoppt und mehr als 60 Hundewelpen befreit. Noch am Einsatzort verständigten die Polizisten das zuständige Veterinäramt in Aachen, um den Gesundheitszustand der Vierbeiner und die ausgehändigten Tierausweise fachkundig prüfen zu lassen. Nach ersten Erkenntnissen fielen dabei Unregelmäßigkeiten beim Impfschutz der Welpen auf, so dass Polizei und Veterinäramt die vom Transport geschwächten Tiere beschlagnahmten. Gegen den aus der Slowakei stammenden Fahrer (51) und seinen Helfer (48) leiteten die Beamten Strafverfahren wegen Verstößen gegen die Hundeeinführverordnung und Urkundenfälschung ein. Die Welpen wurden in Tierheimen in der Umgebung aufgenommen und medizinisch betreut.

Wasserschutzpolizei findet über Bord gegangenen jungen Malinois
Hannover (WUFF/Polizei Hannover) – Die Wasserschutzpolizei konnte einen jungen belgischen Schäferhund, der in den Mittellandkanal gefallen war, auffinden und dem Halter zurückbringen. Der Hund war von einem Binnenschiff beim Spielen mit einem zweiten Hund in den Kanal gefallen. Der Schiffsführer machte darauf hin sein Gütermotorschiff an der nächstmöglichen Liegestelle fest und alarmierte die Wasserschutzpolizei. Die Beamten machten sich daraufhin mit einem Streckenboot auf den Weg zu dem Ort, an dem der sieben Monate junge Hund in den Kanal gefallen war. Auf dem Weg dorthin sahen sie auf einem Betriebsweg westlich des Kanals einen hellbraunen jungen Hund, dessen Aussehen der Beschreibung des Schiffsführers entsprach. Der Hund tollte zwischen Joggern und anderen Hundehaltern mit ihren Tieren umher, augenscheinlich war er wohlauf. Die Polizeibeamten legten daher mit ihrem Boot dort an und legten dem Hund mithilfe einer Hundehalterin eine geliehene Leine an und brachten ihn mit ihrem Streckenboot zu dem Binnenschiff, wo der 58-jährige Hundehalter und seine Familie ihren jungen Vierbeiner glücklich und dankbar entgegennahmen. Er hatte offenbar den Sturz ins Wasser gut überstanden und war selbst ans Ufer geschwommen.

Hunde kennen das Prinzip von Ursache und Wirkung
Wien (APA) – Hunde kennen Newtons Grundgesetze der Bewegung intuitiv: Geschieht vor ihren Augen etwas mechanisch nicht Erklärbares, stutzen sie, berichten Christoph Völter und Ludwig Huber vom Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Hunde haben demnach ein Verständnis von Ursache und Wirkung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift »Biology Letters« veröffentlicht. Die beiden Verhaltensforscher setzten 14 Familienhunde (nacheinander) vor einen Bildschirm und zeigten ihnen zwei Videos. Im Ersten stieß eine rollende Billardkugel auf eine andere und wurde durch den Aufprall gestoppt, woraufhin die andere losrollte. Das zweite Video war surrealistisch: Die erste Kugel stoppte lange vor der zweiten, und letztere kullerte dann unvermittelt los. Beim zweiten Video verharrten die Hundeblicke länger auf der ersten Kugel, die offensichtlich grundlos zum Stillstand gekommen war, so die Forscher. Außerdem waren ihre Pupillen weiter geöffnet, was ein Zeichen von erhöhter Aufmerksamkeit und Erstaunen ist. Dies zeige, dass die Vierbeiner ein Verständnis von Ursache und Wirkung haben, erklärten die Wissenschaftler.

Illegaler Welpenverkauf auf Autohof: Hunde beschlagnahmt
Wertheim-Bettingen (WUFF/Polizei Heilbronn) – Eine aufmerksame Zeugin alarmierte die Polizei, als sie aus einem Fiat-Transporter, der auf einem Autohof bei Wertheim-Bettingen geparkt war, Winseln und Bellen hörte. Als die Polizeibeamten eintrafen, kam auch gerade der 26-jährige Fahrer zu seinem Fahrzeug. Im Beifahrer-Fußraum saß ein Welpe, zudem hörte die Polizei Winseln aus dem Laderaum des Transporters. Bei der Öffnung der Türe schauten sieben weitere Welpen die uniformierten Polizeibeamten an. Nach Rücksprache mit einer Veterinärin erhärtete sich der Verdacht, dass die Hunde jünger waren als in den Tierpässen angegeben und zudem kein ausreichender Impfschutz für das Einführen nach Deutschland vorhanden war. Die acht Welpen sowie die dazugehörigen Dokumente wurden in Absprache mit dem zuständigen Veterinäramt Bad Mergentheim beschlagnahmt. Die Tiere wurden nach einer ärztlichen Untersuchung in ein Tierheim gebracht. Der 26-jährige Fahrer musste vor Ort eine vorläufige Strafe im unteren vierstelligen Bereich hinterlegen, bis das Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen ist.

Indien: Hündin rettet ausgesetztes neugeborenes Mädchen
Neu-Delhi (APA/dpa) – In Indien soll sich eine streunende Hündin um ein ausgesetztes neugeborenes Mädchen gekümmert haben. Das Baby wurde nach einer kalten Nacht zwischen den Welpen der Hündin gefunden, nachdem es geschrien hatte, berichteten indische Medien unter Berufung auf Behördenmitarbeitende. Es sei eine Frühgeburt, jedoch gehe es ihm gut, es sei medizinisch untersucht worden. Das Baby sei ohne Kleider und noch mit der Nabelschnur auf einem Feld im Bundesstaat Chhattisgarh ausgesetzt worden. Derzeit suche die Polizei nach der Familie des Mädchens. In Indien werden immer wieder Mädchen ausgesetzt. Denn während ein Sohn in der Regel im Haus seiner Eltern wohnen bleibt und sich im Alter um sie kümmert, wird eine Tochter oft als finanzielle Belastung angesehen. Bei ihrer Heirat wird oft erwartet, dass ihre Familie Mitgift bezahlt. Außerdem verlassen Frauen bei ihrer Hochzeit normalerweise ihr Elternhaus und ziehen mit ihrem Ehemann ins Haus der Schwiegereltern ein.

 

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