Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 3/2021

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Fünf Hundewelpen aus Transporter befreit
Recklinghausen (WUFF) – Fünf Hundewelpen sind in Marl kürzlich aus einem ausländischen Kleintransporter befreit worden. Zeugen hatten die Polizei gerufen, weil sie aus dem Wagen ein Winseln gehört hatten. Polizeibeamte stoppten den Transporter und fanden im Laderaum neben unzureichend gesicherten Möbeln, Werkzeugkisten, Autoreifen und gefüllten Benzinkanistern unter einer Decke zwei Plastik-Transportboxen und darin die fünf Welpen. Der Fahrer, ein 32-Jähriger ohne festen Wohnsitz, gab an, die Tiere für einen Bekannten nach Niedersachsen bringen zu wollen. Eine Einfuhrerlaubnis für die erst wenige Wochen alten Tiere konnte der Mann nicht vorweisen. Nach eigenen Angaben war er seit fast 24 Stunden unterwegs. Die Tiere hätten sich die ganze Zeit in den Boxen befunden. Die Boxen waren mit Essensresten und Fäkalienrückständen verdreckt. Wasser befand sich nicht in den Boxen. In Absprache mit einer hinzugerufenen Tierärztin wurden die Welpen in ein Tierheim gebracht und befinden sich dort jetzt in Quarantäne. Der Transporter-Fahrer musste vor seiner Weiterfahrt mehrere Hundert Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen.

Queen Elizabeth II. hat wieder Corgis
London (APA/dpa/WUFF) – Die britische Königin Elizabeth II. (94) ist einem Zeitungsbericht zufolge wieder auf den Hund gekommen. Erstmals seit knapp drei Jahren leben wieder Corgis im Palast. Die Queen habe zwei Welpen erhalten, berichtete die »Sun«. Die Monarchin hatte Jahrzehnte lang Corgis gehalten und gezüchtet, ihre Liebe zu den spitzohrigen walisischen Hütehunden ist legendär. Insgesamt soll sie Dutzende Hunde besessen haben, für einige gestaltete sie persönlich den Grabstein. Als ihr letzter Corgi »Willow« im April 2018 gestorben war, soll sie beschlossen haben, keine Hunde mehr zu züchten. Seitdem lebten noch sog. Dorgis – eine Kreuzung aus Corgis und Dackeln – am Hof. »Die Queen ist entzückt«, zitierte die »Sun« einen Palast-Insider. »Es ist undenkbar, dass die Queen keine Corgis hat – das ist, als wenn der Londoner Tower keine Raben hätte.« Der Insider berichtete demnach, die neuen Hunde munterten die Königin auf und lenkten sie von derzeitigen Problemen ab, wie etwa dem Gesundheitszustand ihres Mannes Prinz Philip (99) oder den heiß diskutierten Fernsehinterviews von Enkel Prinz Harry und dessen Ehefrau Herzogin Meghan in den USA.

Hund »zur Probe« erstochen: Haft und Einweisung in eine Anstalt
Klagenfurt (APA/WUFF) – Ein 40 Jahre alter Kärntner ist am Landesgericht ­Klagenfurt wegen Tierquälerei und gefährlicher Drohung zu acht Monaten Haft, zwei davon unbedingt und Einweisung in eine Anstalt verurteilt worden. Der Mann hatte Anfang dieses Jahres einen Schäferhund erstochen. Einem Nachbarn sagte er, die Tat sei ein »Probelauf« für seine Ex-Freundin gewesen. Er habe wissen wollen, wie sich das anfühle. Vor Gericht legte er ein Geständnis ab. Der Angeklagte hatte die Mischlingshündin namens Roxy einige Wochen vor der Tat aus dem Tierheim geholt. Als er das Tier tötete, war er stark betrunken, er konnte sich vor Gericht auch nicht mehr an die Details erinnern. Er brachte die Hündin um und entsorgte sie in einem Müllsammelzentrum. Der tote Hund wies zahlreiche Messerstiche auf, die meisten davon waren dem Tier nach dem Tod beigebracht worden, so ein Sachverständigengutachten. Der Nachbar sagte aus, dass der Angeklagte nach der Tat erklärt hätte: »Jetzt weiß ich, wie es geht.« Nun könne er zu seiner Ex-Freundin gehen. Der psychiatrische Sachverständige diagnostizierte beim Angeklagten ein »erhebliches Alkoholproblem«. Wenn er betrunken gewesen sei, habe es Aggressionsausbrüche gegeben, vor allem seiner Lebensgefährtin gegenüber. Ob er zum Tatzeitpunkt unfähig gewesen sei, das Unrecht seiner Tat zu erkennen, habe er nicht schlüssig erkennen können, sagte der Sachverständige. Es bestehe aber durchaus Wiederholungsgefahr, wenn der Mann wieder trinke. Der Verteidiger beantragte neben einem milden Urteil die Einweisung seines Mandanten in den Maßnahmenvollzug, bis ein Therapieplatz für seine Alkoholkrankheit zur Verfügung stehe. Dem kam der Richter nach und sprach die Einweisung aus. Der Mann nahm das Urteil an.

Zwei Goood-Dogs für Afrika
Wehringen (WUFF) – Hundefutter-Hersteller Goood und Hundetrainerin Perdita Lübbe-Scheuermann engagieren sich Hand in Hand für den Schutz von Wildtieren in Afrika. Die nachhaltige Hundefutter-Marke hat neben regionalen Zutaten, kontrollierter Freilandhaltung bzw. nachhaltiger Aquakultur und wiederverwertbaren Verpackungen auch ein ausgesprochenes soziales Engagement auf der Agenda. Eine der zahlreichen #DoGoood Initiativen widmet sich auf besondere Weise dem Artenschutz und bescherte zwei Tierheim-Hunden, deren Chancen auf eine Vermittlung nicht besonders gut standen, ein neues, glückliches Leben: Eigentlich waren der Schäferhund und der Labrador-Mix wegen aggressiven Verhaltens von ihren Familien abgegeben worden. Aber dank Perdita Lübbe-Scheuermann und Goood erhielten Gooods Matimba und Gooods Rihati neue Namen und neue Aufgaben, mit denen sie sichtbar aufblühen: In nur 6 Monaten machte die Hundetrainerin gemeinsam mit einem Polizisten aus den als aggressiv geltenden Kraftpaketen motivierte Spürhunde. Mittlerweile haben sie gelernt, Nashorn-Horn und Elfenbein, aber auch Waffen zu finden. In Kürze werden sie von ihrer Trainerin nach Afrika gebracht, wo sie ihren neuen Familien übergeben werden. Vor Ort helfen sie, Wilderern das Handwerk zu legen, indem sie diese aufspüren. Dank ihrer neuen Aufgabe können sie ihre Intelligenz und Ausdauer zum Schutz von bedrohten Tierarten nutzen. Mit Unterstützung von Goood wird Perdita Lübbe-Scheuermann noch vielen Hunden zu einer neuen Lebensaufgabe verhelfen – und mit jedem Spürhund leben die Wildtiere in Afrika ein Stück sicherer. Eben eine rundum guuute Sache!

 

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