Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 3/2022

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Rettung von Hund und Herrchen vor Versinken in tiefem Schlamm

Visselhövede/Landkreis Rotenburg ( KFW Rotenburg/WUFF) – Kürzlich konnten Kräfte der Ortsfeuerwehr Visselhövede einen Mann und seinen Dackel vor dem Versinken in tiefem Schlamm retten. Der 45-jährige Hundehalter war mit seinem Dackel entlang der Vissel-Seen spazieren, als der Dackel in eine durch Bauzäune abgesperrte tiefe Schlammansammlung am sog. Mümmelsee lief. Da der Hund langsam zunehmend im Schlamm versank und nicht mehr zurücklaufen konnte, lief der Hundehalter los, um seinen Hund zu retten. Dabei begann er jedoch ebenso im tiefen Schlamm zu versinken. Ein Passant hörte die Hilferufe und alarmierte die Feuerwehr Visselhövede. Die Einsatzkräfte konnten mittels einer zusammengesetzten Steckleiter und einer Schleifkorbtrage Hund und Mann ans feste Ufer transportieren. Beide blieben bei dem Vorfall glücklicherweise unverletzt.

12,4 kg Kokain von Rauschgiftspürhund am Flughafen Frankfurt/Main erschnüffelt

Frankfurt (Hauptzollamt FFM/WUFF) – Schon am 20. März erschnüffelte Harro, Rauschgiftspürhund beim Hauptzollamt Frankfurt am Main, ca. 12,4 Kilogramm Kokain in einem Reisekoffer. Bei der Kontrolle des Gepäcks eines Fluges aus Sao Paulo (Brasilien) zeigte der Schäferhund an einem schwarzen Koffer Rauschgift an. Der Diensthundeführer öffnete den Koffer, in dem sich 22 originalverpackte Herrenhemden befanden. Als ein Hemd auseinandergenommen wurde, zeigte sich, dass anstatt der üblichen Pappe zur Hemdfixierung ein vakuumverpacktes weißes kristallines Pulver eingelegt war. Ein an der Substanz durchgeführter Rauschgiftschnelltest reagierte positiv auf Kokain. Der Schwarzmarktwert des Rauschgifts beträgt rund 446.400 Euro. Die 31-jährige mutmaßliche Rauschgiftschmugglerin befindet sich in Untersuchungshaft. Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte der Aufgriff erst jetzt veröffentlicht werden.

Polizei rettet Hund aus überhitztem PKW: Scheibe eingeschlagen

Mannheim (POL-MA/WUFF) – Auf dem Parkplatz des Strandbades in Mannheim konnte die von einem aufmerksamen Passanten alarmierte Polizei einen Hund aus einem überhitzten geparkten PKW retten. Die nur wenige Minuten nach der Alarmierung eingetroffenen Polizeibeamten sahen in dem verschlossenen Auto einen Hund, der sich nicht mehr bewegte und auch auf Klopfzeichen nicht reagierte. Der Wagen stand unter einem Baum, der aber kaum Schatten spendete. Laut Angabe von weiteren Zeugen habe sich das Tier bereits seit rund 90 Minuten im Fahrzeug befunden. Aufgrund der brisanten Lage und dem Zustand des Hundes wurde von den Beamten eine Scheibe eingeschlagen und das sichtlich erschöpfte und überhitzte Tier aus dem Fahrzeug befreit. Nachdem ihm Wasser gereicht und die Gliedmaßen gekühlt worden waren, besserte sich sein Zustand merklich. Der Halter des PKW konnte nicht erreicht werden, weshalb der Hund in die Dienststelle gebracht wurde. Kurze danach meldete sich die Hundehalterin und konnte das Tier abholen. Sie erhielt eine Anzeige, außerdem erfolgte eine Mitteilung an das Veterinäramt.

Hund jagt Reh und verletzt es – Anzeige wegen Verstosses gegen die Hundehalterverordnung

Plau am See / Mecklenburg-Vorpommern (POL-LWL/WUFF) – Ein frei laufender Hund hat in Plau am See ein Reh verfolgt, angegriffen und schwer verletzt. Das Reh wurde anschließend durch einen Schuss aus einer Polizeidienstwaffe von seinem Leiden erlöst. Laut Zeugenaussagen soll der Hund nach dem Angriff weggelaufen sein. Wenig später konnte der Hundehalter durch die Polizei ermittelt werden. Er gab an, sein Deutsch-Kurzhaar-Mischling sei unbemerkt aus dem Garten ausgebrochen, nach dem Vorfall aber von selbst wieder zurückgekehrt. Der Hundehalter erhielt eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen Verstoßes gegen die Hundehalterverordnung.

Toter Hund in Koffer entsorgt

Arnstadt (LPI-GTH/WUFF) – In einem orangefarbenen Reisekoffer, der neben einem Altglascontainer abgestellt war, fanden Polizeibeamte der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau einen toten Labrador-Mischling. Dieser sollte offenbar auf diese Weise entsorgt werden. Der Hund war in eine Plastiktüte und eine Decke eingewickelt. Unter Mitwirkung des Veterinäramtes hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Der tote Labrador-Mischling sei mittleren Alters gewesen, so die Polizei, mit einem braun-schwarzen Fell und an der Schnauze ein paar graue Haare. Die Polizei sucht nun Zeugen, welche Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können. (Polizei Ilmenau, Tel. 03677/601124, bitte Bezugsnummer 0065018/2021 angeben).

Ungewöhnlicher Verkehrsunfall: Hund zieht Sitzbank auf die Fahrbahn

Oldenburg (POL-OL/WUFF) – Bei einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall in Oldenburg sind eine 34-jährige Frau und ihre dreijährige Tochter leicht verletzt worden. Eine 52-jährige Oldenburgerin hatte während ihres Einkaufs in einer Apotheke ihren Berner Sennenhund vor dem Geschäft an einer Holzbank angebunden. Während die Hundehalterin sich in der Apotheke aufhielt, erschrak der etwa 50 Kilogramm schwere Hund aus noch unbekannten Gründen plötzlich und rannte auf die Fahrbahn. Dabei zog er die wesentlich leichtere Bank hinter sich her. Die Bank schleuderte zunächst gegen einen geparkten Toyota. Als das Tier mit der Bank schließlich den Radweg überquerte, konnte die Fahrerin eines E-Bikes mit Anhänger nicht mehr ausweichen. Die Bank stieß gegen das Fahrrad, die Radfahrerin stürzte und wurde dabei offensichtlich leicht verletzt. Ein dreijähriges Mädchen, das gemeinsam mit einem weiteren, 8 Monate alten Kind angeschnallt im Fahrradanhänger transportiert wurde, erlitt ebenfalls leichte Verletzungen. Der Berner Sennenhund konnte schließlich von Passanten eingefangen und beruhigt werden. Die Radfahrerin und ihre Kinder wurden von Angehörigen abgeholt. Der Hund blieb bei dem Unfall unverletzt.

Hund von Brücke in die Isar gesprungen

München (BFW München/WUFF) – Die Berufsfeuerwehr München rettete Hund und Halterin aus der Isar. Der Hund sei mit ­Anlauf im Bereich der Reichenbachbrücke in die Isar gesprungen. Wohl um ihren Vierbeiner zu retten, sprang die Hundehalterin hinterher. Eine Passantin alarmierte daraufhin die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte fanden diese die junge Hundehalterin mit ihrem Hund auf einer kleinen betonierten Insel nahe der Brücke vor. Mithilfe einer Drehleiter wurde die Frau und ihr Vierbeiner sicher zurück auf die Reichenbachbrücke gehoben. Mit Verdacht auf Unterkühlung wurde die Hundehalterin in eine Münchner Klinik transportiert. Der eingetroffene Freund der jungen Frau kümmerte sich um den geretteten Vierbeiner.

 

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