Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 4/2021

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GPS-Tracker für Haustiere boomen
Pasching, Oberösterreich (WUFF/APA) – GPS-Tracker für Hunde und Katzen, wie sie auch als Abo-Prämie bei WUFF angeboten werden, boomen weltweit. Das oberösterreichische Start-up-Unternehmen Tractive GmbH, bereits jetzt der führende Anbieter von GPS-Trackern für Haustiere, erhält von einem US-Investor ein Kapital von 35 Mio. US-Dollar (28,5 Mio. Euro). Wie das Unternehmen bekannt gab, soll damit die Marktführerschaft für dieses Produkt in Europa weiter ausgebaut werden, wo es nach Eigenangaben schon jetzt 400.000 aktive Abonnenten in 175 Ländern gibt. Zudem will man zunehmend auch die USA in den Blick nehmen.

Britische Studie: Corona-Spürhunde
London (WUFF/dpa/APA) – Dafür ausgebildete Hunde können einer britischen Studie zufolge Corona-Infizierte am Geruch erkennen. Sechs Hunde hätten Proben von Infizierten mit einer Genauigkeit von 82 bis 94 Prozent erschnüffelt, teilte die London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM) kürzlich mit. Die britischen Forscher nutzten Socken von 400 Personen, von denen 200 infiziert waren, allerdings keine oder höchstens leichte Symptome aufwiesen. 200 Antigen-negative Personen waren in der Kontrollgruppe. Gesunde Probanden erkannten die Hunde mit einer Sicherheit von 76 bis 92 Prozent richtig. Nun soll geprüft werden, ob die Hunde das Virus auch an Orten mit großen Menschenmassen wie Flughäfen oder Stadien erschnüffeln können. Schlagen die Tiere an, könnten die mutmaßlich Infizierten mit einem PCR-Test überprüft werden. Bisher gab es bereits mehrere derartige Hunde-Studien. So war ein Forscherteam um Holger Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Und in Helsinki und Dubai kommen Corona-Spürhunde schon am Flughafen zum Einsatz.

Frauchen und Hund überstehen Überschlag-Unfall auf Autobahn unverletzt
Aßlar (WUFF/POL-LDK) – Mit dem Schrecken davon kamen eine 27-jährige Frau und ihr Hund bei einem Überschlag-Unfall auf der Autobahn 45 in Höhe Aßlar. Die in Baden-Württemberg lebende Frau hatte auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über ihren Audi A4 verloren. Der Wagen krachte gegen die Mittelleitplanke, prallte von dort ab und überschlug sich. Letztlich blieb der Wagen auf dem Dach im Straßengraben liegen. Ersthelfer kümmerten sich um die Fahrerin. Ein Rettungswagen sowie ein Notarzt wurden vorsichtshalber ebenfalls an die Unfallstelle geordert. Im Fahrzeug befand sich auch ihr 13 Jahre alter Hund. Während die Unfallfahrerin mit dem Rettungswagen zu weiteren Untersuchungen ins Wetzlarer Krankenhaus transportiert wurde, nahm die Streife der Autobahnpolizei den sichtlich unverletzten Hund in Obhut und brachten ihn ins Wetzlarer Tierheim, wo ihn ein Angehöriger später abholte. Die 27-Jährige konnte das Krankenhaus nach den Untersuchungen wieder verlassen. Ein Kran brachte den Audi wieder auf die Räder und schleppte ihn von der Unfallstelle ab. Der Wagen hat nur noch Schrottwert.

Deutsche Urlauberin sprang Hund nach – verletzt
Saalbach-Hinterglemm (WUFF/APA) – Eine deutsche Urlauberin in Saalbach-Hinterglemm (Salzburg) wurde verletzt, als sie von einem Bummelzug für Touristen, dem »Glemmer Talschlusszug«, ihrem Hund nachsprang, der vom Anhänger auf die Straße gesprungen war. Dabei stürzte die Frau so schwer, dass sie mit der Rettung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Sie erlitt Hand- und Kopfverletzungen. Dem Hund war nichts passiert.

Hund überlebte 600 Meter-Absturz von Schneewechte
Salzburg (WUFF/APA) – Bei einer Skitour auf einen knapp 2.500 Meter hohen Berg im salzburgischen Obertauern ist der Hund einer 26-jährigen Frau über 600 Höhenmeter mit einer Schneewechte abgestürzt. Das Tier hat dabei keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten, wie die Polizei mitteilte. Der Hund war zu weit auf eine Schneewechte hinausgelaufen, wo er einbrach und abstürzte. Dabei entwickelte sich auch eine Lawine, die rund 800 Meter in Richtung Talboden floss. Bei einem Suchflug wurde der Hund rund 600 Höhenmeter unterhalb der Abbruchstelle der Wechte gesichtet und mit Seil und Hundeberge-Geschirr geborgen.

Polizei beschlagnahmt illegal importierte Hundewelpen
Bremen (WUFF/Polizei Bremen) – Die Polizei beschlagnahmte Hundewelpen, die ein ukrainisches Paar in Bremen aus einem Kastenwagen heraus verkaufte. Die Tiere, die zudem nicht artgerecht gehalten wurden, kamen in die Obhut eines Tierheimes. Die Polizei war von einem Autofahrer alarmiert worden, der den Tierverkauf auf dem Gelände eines Einkaufszentrums beobachtet hatte. Als sich die Polizei näherte, waren zunächst keine Hunde mehr zu sehen. Die Polizei untersuchte daraufhin den Transporter der 24-j. Frau und ihres 26-j. Begleiters. Dabei wurden hinter einer Trennwand fünf versteckte Hundewelpen in Transportkisten entdeckt. Die verängstigten Tiere konnten in den zu kleinen Boxen nicht aufrecht stehen, die Matten waren mit »Urinierunterlagen« ausgelegt. Die mitgeführten Dokumente dürften zudem gefälscht sein, da bspw. ein Hund laut Impfdatum bereits vor seiner Geburt geimpft und gechipt worden sein müsste. Vor dem Eintreffen der Polizei hatten die beiden Verdächtigen bereits einen Hund verkauft. Die Käuferin konnte ermittelt werden, der Hund wurde sichergestellt und ebenfalls dem Tierheim übergeben. Die Frau gab an, den Erwerb über ein Internetportal abgewickelt zu haben. Die weiteren Ermittlungen, u. a. wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und Urkundenfälschung dauern an.

Polizei rettet Hund vor Hitzetod im Auto
Overath (POL-RBK/WUFF) – Polizeibeamte konnten kürzlich in Overath (Rheinisch-Bergischer Kreis) aus einem überhitzten Auto retten. Eine Zeugin war gegen 18 Uhr auf das Bellen des Hundes aufmerksam geworden und hatte die Polizei gerufen. Das Auto stand bei einer Außentemperatur von 24 Grad mit geschlossenen Fenstern in der prallen Sonne. Als die Beamten am Einsatzort eintrafen, versuchten sie zunächst, die Besitzerin des Wagens zu kontaktieren, was jedoch erfolglos blieb. Sodann schlugen sie die Scheibe des Wagens mit einem Nothammer ein und fanden einen verängstigten Hund in schlechter Verfassung vor. Das Tier wurde sofort mit Wasser versorgt. Unmittelbar nach der Rettungsaktion erschien die 47-jährige Besitzerin des Autos, wunderte sich über den Einsatz der Polizei. Sie sei »nur kurz weggewesen« und das Auto würde ohnehin eine Lüftung haben. Da laut Polizei »das arme Tier« für mindestens 45 Minuten im heißen Auto eingeschlossen war, hätte Lebensgefahr bestanden. Auf die Hundehalterin kommt nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu.

 

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