Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 5/2022

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Happy End: Hund sorgt für Vollsperrung auf der A8 und wird von Polizist adoptiert

Karlsruhe (Pol-KA/WUFF) – Ein verängstigter junger Hund, der der Mitarbeiterin einer Tierschutzorganisation entkommen ist, hat für eine kurze Vollsperrung der Autobahn A8 bei Grünwettersbach gesorgt. Glücklicherweise ist alles gut ausgegangen und der Hund fand sogar ein neues Zuhause – bei einem Polizeibeamten.

Als den Beamten der Autobahnpolizei von vielen Autofahrern ein freilaufender Hund auf der Autobahn A8 gemeldet wurde, ließ diese sofort im Radio Verkehrswarnmeldungen durchsagen und leitete eine Vollsperrung der Autobahn in beiden Fahrtrichtungen ein. Vor Ort versuchten bereits mehrere im Stau stehende Verkehrsteilnehmer den völlig verängstigten Hund einzufangen. Nachdem dies gelungen war, wurde das Tier an eine Streife des Autobahnpolizeireviers übergeben. Die Beamten konnten somit die Sperre der Autobahn wieder aufheben und nahmen den Hund mit auf die Dienststelle. Anhand des Chips konnte zunächst festgestellt werden, dass es sich um eine ca. 10 Monate alte Hündin mit dem Namen Floh handelt, der Namen des Halters oder der Halterin war jedoch nicht eingetragen. Der Leiter des Autobahnpolizeireviers, auf den vierbeinigen Besucher auf seiner Dienststelle aufmerksam geworden, nahm sich der Hündin an und versorgte sie bei sich zu Hause. Einige Stunden später konnte anhand der Suchanzeige einer Tierschutzorganisation in den sozialen Netzwerken diese als Halterin von Floh ermittelt werden. Nach Kontaktaufnahme mit dieser erfuhr man, dass die Organisation die junge Hündin erst vor Kurzem aus Griechenland gerettet habe. In den vergangenen zwei Wochen sei Floh nacheinander an zwei Familien vermittelt worden, die beide jedoch nach wenigen Tagen die junge Hündin nicht behalten wollten. Als Floh von einer Mitarbeiterin der Tierschutzorganisation wieder abgeholt werden sollte, entwischte die Hündin leider der Tierschützerin und lief davon. Die Nacht hatte die Hündin dann offenbar im Freien verbracht, bevor sie sich schließlich am Dienstag auf die Autobahn A8 verirrte. Diese Leidensgeschichte von Floh ließ den Polizeibeamten nicht kalt, sodass er in Absprache mit der Tierschutzorganisation beschloss, die junge Hündin bei sich aufzunehmen. Diese hat damit endlich ein Zuhause gefunden.

Chihuahua vor Ertrinken gerettet

Bremen (FW-HB/WUFF) – Aus bislang noch ungeklärten Gründen ist der kleine Chihuahua namens Oksy am Weserwehr in Bremen-Hastedt in die Weser gefallen. Der Sturz ins Wasser wurde dem kleinen Hund fast zum Verhängnis, da er sich in den Wasserstrudeln eines der Wehrfelder kaum über Wasser halten konnte. Über einen Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes konnten zunächst die Wehrtore hochgefahren werden, sodass sich das Wasser beruhigte und die hinzugerufenen Rettungstaucher der Feuerwehr Bremen die Rettung des Tieres einleiten konnten. Mit einem sogenannten Seabob näherte sich ein Rettungstaucher dem immer schwächer werdenden Hund und konnte ihn schließlich retten. An Land wurde der unterkühlte Oksy in Tücher gehüllt, und geschwächt, aber unverletzt seiner glücklichen Halterin übergeben.

Polizist findet gestohlenen Hund einer Ukrainerin wieder

Greifswald (POL-ANK/WUFF) – Einer Frau, die mit ihren beiden kleinen Kindern und dem Shih Tzu Buddy aus der Ukraine geflüchtet war, war der Hund gestohlen worden. Nur durch die Hartnäckigkeit eines Polizeibeamten konnte Buddy wieder gefunden werden. Während eines Einkaufs hatte die 46-jährige Ukrainerin ihren Hund vor dem Supermarkt angeleint, um kurz Besorgungen zu machen. Als sie wieder herauskam, war ihr Vierbeiner verschwunden. Zeugen hatten beobachtet, wie ein Mann den Hund mitgenommen hat. Der von Passanten herbeigerufene Beamte aus dem Polizeirevier Greifswald erfuhr – mit einem Smartphone als Übersetzungshilfe – die traurige Geschichte der Frau, die mit zwei kleinen Kindern und ihrem Hund aus der Ukraine nach Deutschland geflohen war. Ihr Mann musste in der Ukraine zurückbleiben. Die Hundehalterin war aufgrund des Verlustes ihres kleinen Hundes völlig niedergeschlagen, was dem Polizeibeamten sehr nahe ging, gerade vor dem Hintergrund des Schicksals ihrer Familie. Er befragte zahlreiche Zeugen vor Ort und suchte nach Hinweisen auf den Hundedieb. Die Suche blieb zunächst erfolglos. Als der Beamte, der mittlerweile privat Suchplakate erstellt hatte, diese als erstes im örtlichen Tierheim aufhängen wollte, gab es eine Überraschung. Buddy befand sich im Tierheim. Er war in der Greifswalder Innenstadt ausgesetzt aufgefunden und zum Tierheim gebracht worden. Der Hund wurde zunächst mit ins Hauptrevier genommen und kurze Zeit später der Ukrainerin gebracht, die vor Glück keine Worte fand. Der Polizeibericht über diesen Einsatz schließt mit folgenden Worten: »Buddy und seine Familie sind wieder glücklich vereint. Wir ziehen den Hut vor dem Engagement und großen Herzen des Kollegen.»

Hund aus überhitztem Auto vor Hitzetod gerettet

Celle (FW Celle/WUFF) – Auf Anforderung der Polizei wurde die Feuerwehr Celle alarmiert, weil Passanten in einem abgestellten Fahrzeug einen Hund entdeckt hatten, der sich anscheinend schon längere Zeit in dem Fahrzeug aufhielt; dies bei hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung. Da für das Tier offensichtlich Lebensgefahr, also Gefahr in Verzug bestand, öffneten die ­Einsatzkräfte gewaltsam eine Scheibe des Fahrzeuges, brachten den Hund sofort ins Freie und versorgten ihn mit Wasser

Feuerwehr rettet Frau und Hund aus tödlichem Wassersog

St. Gilgen/Salzburg (APA) – Eine 55-jährige Hundehalterin und ihre einjährige Labrador-Hündin konnte kürzlich von der Feuerwehr aus der Seeache in St. Gilgen am Wolfgangsee gerettet werden. Die Frau war mit ihrer Mutter und ihrer Hündin spazieren. Kurz vor einer Wehr ließ sie die Hündin ins Wasser der Seeache, als das Tier nach wenigen Metern in den Sog einer Fischwanderhilfe geriet und in diese hineingezogen wurde. In Panik sprang die Hundehalterin nach, um ihre Hündin zu retten. Mit Mühe bekam sie den Hund zu fassen und geriet dabei selbst in den gefährlichen Sog. Sie konnte sich gerade noch an einer betonierten Trennwand festhalten, während ihre Mutter die Feuerwehr alarmierte. Nachdem diese eingetroffen war, wurde ein Schleusentor der Wehr geschlossen, was die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers reduzierte und dadurch den Sog verminderte. Danach wurden die Klammern eines Gitterrostes aufgebogen, um die entkräftete Frau und ihre Hündin zu bergen.

 

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