Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 6/2021

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Frauchen in Liftkabine, ihr angeleinter Hund davor: vor Strangulation gerettet!
Bochum (WUFF/FW Bochum ots) – In einem Bürogebäude in Bochum wurde ein angeleinter Hund, der seinem Frauchen nicht rechtzeitig vor dem Schließen der Tür in die Kabine des Fahrstuhls folgen konnte, entlang der Tür nach oben gezogen. Die Feuerwehr konnte den Hund rechtzeitig vor einer Strangulation retten. Die Hundehalterin wollte in dem Lift zusammen mit ihrem Vierbeiner aus dem Kellergeschoß nach oben fahren. Als die Frau die Kabine betrat, schloss sich plötzlich die Lifttür, obwohl der an der Leine befindliche Hund noch draußen vor der Tür stand. Durch die sich sodann nach oben bewegende Liftkabine wurde der Hund an der Leine bis zur Oberkante der äußeren Lifttür gezogen. Laut einem Bericht der Feuerwehr Bochum habe die Frau den Lift sofort im Erdgeschoß gestoppt und die Lichtschranke blockiert, um ein Weiterfahren des Lifts zu verhindern. Aufgrund ihrer Hilferufe wurde die Feuerwehr alarmiert. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie die Hundehalterin am Boden der Aufzugskabine vor, in der Hand hatte sie die letzten zehn Zentimeter der Hundeleine, an dessen anderem Ende das Tier an der Lifttüre des Kellergeschoßes hing. Die Feuerwehr stabilisierte den verängstigten Hund zunächst, durchtrennte dann vorsichtig das Brustgeschirr des Hundes und befreite ihn so aus seiner misslichen Lage. Unverletzt konnte er danach der überglücklichen Halterin übergeben werden, die über die Stiege ins Kellergeschoß gelaufen war. Wäre die Leine kürzer gewesen oder hätte der Lift im darüberliegenden Geschoß nicht angehalten werden können, wäre die Sache wohl schlimmer ausgegangen.

Corona-Spürhunde erkennen Infektion an Urin, Speichel und Schweiß
Hannover (WUFF/APA) – Speziell ausgebildete Spürhunde können einer deutschen Untersuchung zufolge eine Corona-Infektion mit hoher Genauigkeit erschnüffeln. Der Erfolg der Hunde ist dabei unabhängig davon, ob ihnen eine Urin-, Speichel- oder Schweißprobe vorgelegt wird, wie es in einer Mitteilung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) heißt. Die Forscher um Paula Jendrny, Friederike Twele und Sebastian Meller von der TiHo veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachblatt »BMC Infectious Diseases«. Für die Studie hatte das Forschungsteam zehn spezialisierte Spürhunde der Bundeswehr eingesetzt. Sie seien nach einem Training in der Lage gewesen, 92 Prozent der über 5.000 vorgelegten Proben korrekt zu identifizieren. »Für medizinische Spürhunde scheinen alle getesteten Körperflüssigkeiten in ähnlicher Weise geeignet zu sein, um SARS-CoV-2-Infizierte zuverlässig zu erkennen«, heißt es in der Mitteilung.

Im Urlaub vermisster Hund lief 325 Kilometer nach Hause
Nimes (WUFF/APA/dpa) – Ein auf einer Urlaubsreise in Frankreich verloren gegangener Hund ist plötzlich in seinem 325 Kilometer entfernten Heimatort wieder aufgetaucht. Auf der Rückfahrt von einem Italienurlaub hatten die Halter des zweijährigen Jagdterrier Pablo einen Zwischenstopp in Saint-Martin-de-Belleville (Savoyen) eingelegt, wie der Sender »France bleu« berichtete. Vom Wohnmobil aus erkundete der zweijährige Hund die Umgebung, kehrte aber anders als üblich nicht zurück. Stundenlang warteten Frauchen und Herrchen demnach vergeblich und blieben auch eine Nacht länger als geplant. Doch auch am nächsten Tag blieb Pablo vermisst, sodass sie schließlich weiterfuhren und ihren Urlaub fortsetzten. Vier Tage später erhielten sie von Nachbarn, die daheim im südfranzösischen Nimes das Haus der Urlauber versorgten, plötzlich das Foto ihres Hundes Pablo zugeschickt. »Ich konnte es nicht glauben, es war ein echter Glücksmoment«, sagte Frauchen Catherine dem Sender. Pablo war zwar abgemagert, aber sehr lebendig. Laut google maps beträgt die Strecke von Saint-Martin-de-Belleville nach Nimes auf Fußwegen und Straßen 325 km, sodass der Hund pro Tag rund 80 km unterwegs gewesen sein muss. Wie der Hund sich orientieren konnte, um nach Hause zu kommen, ist Experten ein Rätsel. »Wir haben uns sofort entschlossen, nach Hause zu fahren«, sagte Herrchen Roger. Anschließend kauften sie ein GPS-Halsband, damit ihnen Pablo nicht noch einmal verloren geht.

»Romantische Triebe«: Britischer Premier hat Sorgen mit seinem Hund
Guildford (WUFF/APA/dpa) – Die »romantischen Triebe« seines Hundes Dilyn bringen den britischen Premierminister Boris Johnson (57) nach eigenen Angaben häufig in peinliche Situationen. Das gut zwei Jahre alte Tier bespringe regelmäßig die Beine von Mitarbeitern und Besuchern, erzählte Johnson bei einem Treffen mit Hundeführern in einer Polizeidirektion in Guildford. »Müssen auch Sie sich Sorgen um seine romantischen Triebe machen?«, fragte der Premierminister, und meinte damit den Polizeihund Zorro. Von den Diensthundeführern erfuhr er, dass dies bei Zorro nicht der Fall sei. Dilyn wurde vom Premier und seiner heutigen Frau Carrie im September 2019 als 15 Wochen junger Welpe in die Downing Street geholt. Seitdem steht das Tier immer wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Gesetzesänderung soll illegalem Welpenhandel Riegel vorschieben
Wien (WUFF/APA) – Eine Gesetzesänderung soll dem illegalen Handel mit Welpen einen Riegel vorschieben: Künftig werde die Einfuhr nur mit Tollwutimpfung erlaubt sein, sieht ein Verordnungsentwurf von Tierschutzminister Wolfgang Mückstein (Grüne) vor. Welpen dürfen erst ab zwölf Wochen geimpft werden, es dauert weitere drei Wochen, um den Impfschutz auszubilden. Tierschützer begrüßten die angestrebte Rechtsanpassung, seit Jahren hatten sie auf ein Ende der heimischen Ausnahmeregelung gedrängt. Bisher können Hunde- und Katzenwelpen ohne Tollwutimpfung ab acht Wochen ins Land gebracht werden. Der Verkäufer bzw. die Verkäuferin muss nur bescheinigen, dass das Tier seit Geburt am selben Ort ohne Kontakt mit wildlebenden Tieren gehalten wurde.

 

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