Nachrichten aus der Hundewelt, WUFF 6/2022

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Herrchen in Haft, Hund im Tierheim
Köln (BPOL-NRW/WUFF) – Kürzlich nahmen Beamte der Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof einen 43-jährigen Mann mit einem kleinen Hund fest. Bei einer routinemäßigen Personalienüberprüfung konnte festgestellt werden, dass gegen den Mann ein Untersuchungshaftbefehl wegen Verbreitung pornografischer Schriften bestand. Bei der Untersuchung des Mannes fanden die Polizisten zudem Betäubungsmittel und zwei fremde EC-Karten. Der 43-Jährige wurde dem Gewahrsamsdienst im Polizeipräsidium Bonn überstellt, seine Hündin Lilli nahmen die Beamten an sich und sorgten für eine Unterbringung im Tierschutz.

Hund von Wasserschutzpolizei gerettet
Waldeck (LWSPA M-V/WUFF) – Normalerweise kontrolliert die Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock im Überseehafen große Schiffe aus aller Welt. Diesmal wurden sie aber zu einem ganz anderen Einsatz um Hilfe gerufen. Eine verzweifelte Hundehalterin schilderte den Beamten, dass ihr Hund in ein undurchdringliches Schilfgebiet in der Nähe des Peezer Baches (Warnow) entlaufen sei. Sie hatte jetzt Angst, dass der kleine Hund sich mit der Leine im Schilf verfangen haben könnte und ertrinken würde. Die Frau hatte trotz Dunkelheit weiter im Schilf nach dem Hund gesucht, konnte ihn aber nicht finden. Nach dem Eintreffen der Beamten der Wasserschutzpolizei und der zwischenzeitlich ebenfalls angeforderten Feuerwehr Gehlsdorf begann die Suche nach dem Hund im unzugänglichen, zwei Meter hohen Schilf. Aber schon nach kurzer Zeit konnte das Tier gefunden werden. Zwar nass und verängstigt, aber sonst unverletzt, wurde der Hund seinem überglücklichen Frauchen übergeben.

Welpe aus EU-Ausland erst 3 Tage vor Einreise geimpft – Quarantäne
Braunschweig (HZA-BS/WUFF) – Auf der Autobahn A2 bei Braunschweig-Watenbüttel entdeckte eine Streife bei der ­Routinekontrolle eines serbischen Fahrzeugs im Kofferraum einen Welpen in einer kleinen Transportbox. Für das Tier konnte der Fahrer außer einem nordmazedonischen Heimtierausweis keinerlei weitere Papiere vorlegen, sodass die Beamten zunächst von einem mutmaßlichen Welpenschmuggel ausgingen. Bei der Durchsicht der Papiere stellten die Zöllner zudem fest, dass die notwendige Tollwutimpfung erst vor 3 Tagen erfolgt ist. Dies stellt einen Verstoß gegen tierseuchenrechtliche Vorschriften dar, weil die Einreise nach Deutschland erst nach der Ausbildung eines wirksamen Impfschutzes, der ca. 21 Tage benötigt, erlaubt ist. Eine Impfung 3 Tage vor einer Einreise gilt somit nicht als ausreichend und stellt eine Gefahr für Mensch und Tier dar, so die Polizei in einer Aussendung. Der zuständige Amtstierarzt ordnete daher die sofortige Sicherstellung des Hundes zum Zwecke einer amtlichen Quarantäne in einem ortsansässigen Tierheim an. Der nordmazedonische Hund sollte nach Dänemark gebracht werden. Ob es sich hierbei um ein Handelsgeschäft oder ein ­Geschenk handelt, ist noch unklar. Jedenfalls fallen bei der Einfuhr von Tieren aus Nicht-EU-Staaten in die EU Steuern an. Der Fahrer hat noch vor Ort die entstandenen Steuerabgaben entrichtet. Über die weitere Vorgehensweise entscheidet das Veterinäramt.

Hund aus geflutetem Wasserschacht gerettet
Singen (HZA-SI/WUFF) – Zur rechten Zeit am rechten Ort waren Zöllner des Hauptzollamts Singen in der Nähe des Rheins bei Dogern, um bei der Rettung eines Hundehalters und seines Vierbeiners aus einem gefluteten Wasserschacht zu helfen. Beim Spaziergang war der schwarze Border Collie eines jungen Paares in einen Wasserkanal gesprungen und von der starken Strömung in einen über vier Meter tiefen Schacht gespült worden. Um seinen Hund zu retten, sprang der Hundehalter in das geflutete Becken, aber außer einer Betonröhre, die das Wasser unterirdisch ausleitet, gab es aus dem Schacht keinen weiteren Ausweg. Der Mann und der Hund konnten sich aus eigenen Kräften nicht mehr aus dem Becken befreien. Ein durch Hilferufe alarmierter Angler konnte den Verunglückten zunächst mit einem Seil notdürftig sichern, das er an der Absperrung des Schachtes befestigte. Auf seiner anschließenden Suche nach Hilfe fiel dem Mann eine Zollstreife des Hauptzollamts Singen auf. Nach kurzer Schilderung der Situation alarmierten die Zöllner sofort die Rettungskräfte und eilten selbst zur Unglücksstelle. Dort gelang es den Zollbeamten, den Hund aus dem Schacht zu bergen und das Gelände zu sichern. Nach Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte konnte auch der Hundehalter den Schacht über eine Leiter der Feuerwehr verlassen. Alle Beteiligten blieben glücklicherweise unverletzt.

Streit um Hund in Fahrstuhl eskaliert
München (BPD-M/WUFF) – Ein Streit um den Platz in einem Fahrstuhl am Münchner Ostbahnhof eskalierte und zwei Männer verletzten sich gegenseitig; einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden. Ein 80-jähriger Münchner mit seinem Hund stieg am Bahnsteig 1/2 des Münchner Ostbahnhofes in den dortigen Aufzug, in dem sich bereits ein 41-jähriger Grieche befand, zusammen mit seiner Partnerin, zwei Kindern und mehreren Gepäckstücken. Zunächst entwickelte sich ein Streit über den mangelnden Platz im Aufzug, bis der in Neubiberg wohnende griechische Familienvater den Hund aus dem Aufzug trat. Der 80-jährige Münchner quittierte diesen Angriff auf seinen Vierbeiner mit einem Faustschlag auf den Kopf des Griechen. Daraufhin stieß dieser auch den 80-Jährigen aus dem Aufzug. Der Senior fiel dadurch auf den Boden, was durch zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn beobachtet wurde. Diese alarmierten daraufhin die Bundespolizei. Da der 80-Jährige über Schmerzen im Beckenbereich klagte, wurde er mit einem Krankenwagen in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Der Hund konnte durch eine Streife der Bundespolizei bei einer Nachbarin des Münchners untergebracht werden. Gegen beide Männer wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Hierzu werden auch Aufzeichnungen der Videokameras vom Bahnsteig ausgewertet werden.

Deutschland 2021 Rekordeinnahme bei Hundesteuer: 401 Mio. Euro
Wiesbaden (Statist. Bundesamt/WUFF) – Mehr Zeit zuhause und eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten: Auch in der zweiten Hälfte des Pandemie-Jahres 2021 sind anscheinend viele Menschen auf den Hund gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Presseaussendung mitteilt, nahmen die öffentlichen Kassen im Jahr 2021 rund 401 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein – ein neuer Rekordwert. Für die Städte und Gemeinden bedeutete dies ein Plus von 5,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2020 beliefen sich die Einnahmen aus der Hundesteuer auf 380 Millionen Euro. Die Einnahmen aus der Hundesteuer sind in den letzten Jahren durchgehend gestiegen, im Zehn-Jahresvergleich sogar um 46 %: 2011 hatte die Hundesteuer den Städten und Gemeinden noch 275 Millionen Euro eingebracht. Bei der Hundesteuer handelt es sich um eine Gemeindesteuer. Höhe und Ausgestaltung der Steuersatzung bestimmt die jeweilige Kommune. Vielerorts hängt der Betrag, den die Hundebesitzer entrichten müssen, auch von der Anzahl der Hunde im Haushalt oder von der Hunderasse ab. Insofern bedeuten höhere Steuereinnahmen nicht zwangsläufig, dass auch die Zahl der vierbeinigen Haustiere gestiegen ist.

Polizei rettet Hund aus Graben
Ochtrup (POL-ST/WUFF) – Beamte der Polizeiwache Ochtrup sind kürzlich zu einem Einsatz an einem Waldweg im Nordosten der Stadt gerufen worden. Sie wurden von Passanten über einen offensichtlich herrenlosen Hund informiert, der in einem Graben lag. Der Vierbeiner schien verletzt zu sein, zitterte und konnte nicht aus eigener Kraft den Graben verlassen. Als die Polizisten eintrafen, war der Hund – vermutlich ein Münsterländer-Mischling – ziemlich verängstigt und bellte. Mit Hilfe einer Anwohnerin beruhigten die Beamten das Tier und trugen es aus dem Graben. Wie sich dann herausstellte, war der Hund nicht verletzt, sondern hatte einen großen Tumor zwischen den Hinterläufen. Dies behinderte ihn offenbar in seiner Beweglichkeit. Weil, wie die Polizisten feststellten, der Hund nicht gechippt war, konnte auch der Besitzer des Tieres nicht ausgemacht werden. Doch der Hund hatte Glück im Unglück: Die Anwohnerin bot freiwillig an, dem Hund auf dem Familienbauernhof ein neues Zuhause zu bieten und ihn gesund zu pflegen, sollte sich kein Besitzer finden.

 

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