Redaktionshund Pauli: Die Pubertät und das Meer …

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Pauli beginnt sein zweites Lebenshalbjahr und fährt endlich ans Meer. Auch mit der Pubertät hat er begonnen und plötzlich ist alles andere interessanter als Gehorchen. Aber trotzdem ist er ein sehr braver Hund. Und schließlich trifft Pauli zum ersten Mal seit der achten Lebenswoche seine Mutter – und ist im Glück …

Pauli wiegt jetzt 26 Kilo und ist zu einem stattlichen Jungrüden herangewachsen. Mit knapp sieben Monaten befindet er sich bereits am Beginn der Pubertät. Auch wenn er beim Pinkeln sein Hinterteil noch so stark verbiegt, das Bein will sich einfach nicht vom Boden lösen. Wie machen das die anderen Rüden nur, denkt er sich. Er beobachtet interessiert und immerhin hat er schon zweimal mit mäßigem Erfolg versucht, über die Markierung eines anderen Rüden drüberzumarkieren. Ein bisschen wackelig, aber der Grundstein ist gelegt …

So lustig seine ersten Markierversuche auch zu beobachten sind, so anstrengend ist es, in der Hundeschule – bzw. überhaupt beim Training – seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Alles andere ist jetzt interessanter als bei Fuß gehen zu lernen. Er weiß zwar noch nicht so recht, was er mit Hündinnen anfangen soll, aber sie interessieren ihn (und sie riechen angeblich so gut). Mein Gefühl sagt mir, dass ich noch viel „Spaß“ mit ihm haben werde.

Pauli am Meer
Im Sommer haben wir schon viele Wochenend-Ausflüge gemacht, aber nun fahren wir erstmals ans Meer. Kroatien ist sehr hundefreundlich und so beschließen wir, Ende September mit dem Wohnwagen nach Istrien zu fahren. Wir landen auf einem fast leeren Campingplatz und stehen allein auf einer großen Wiese in erster Reihe am Meer. Was will man mehr? Grundsätzlich werden Hunde auf Campingplätzen angeleint, aber nachdem wir praktisch allein sind und Pauli auch nicht wegläuft, darf er sich frei bewegen. Einmal kommt es dann doch so, dass ihn die Campingplatz-Hündin weglockt und die beiden ein paar Runden über die Wiese ziehen. Nachdem uns die Bora (ein starker Wind) aufsucht und ein Aufhalten im Freien unmöglich macht, ziehen wir weiter nach Italien zum Lago di Levico. Zwischen den Bergen an einem See im Trentin gelegen. Der Campingplatz „Levico-Terme“ ist übrigens sehr hundefreundlich, hat eine Hundewiese und einen eigenen Agility-Parcours. Pauli hat seinen ersten richtigen Urlaub genossen.

Das herrliche diesjährige Herbstwetter lockt uns jede freie Minute aus dem Haus, rein in die Natur. So starten wir Anfang Oktober mit Freunden eine kleine Wanderung durch den Herbstwald im Mariazeller-Land. Der Hund meines Tierarztes „Franzi“ ist Paulis bester Freund und so sausen sie gemeinsam durch die am Boden liegenden Herbstblätter und haben ihren Spaß.

Ereignisreicher Monat
Letzten Monat hat Pauli wirklich viel erlebt. So haben wir z.B. den Rüden einer Freundin zwei Tage in Pflege gehabt. David, so heißt der Hund, ist schon ein alter Herr und will mit seinen 13,5 Jahren in erster Linie schlafen. Die ersten Stunden hat ihn Pauli mit seinen andauernden Spielaufforderungen ein wenig „gequält“, aber schlussendlich sind sie friedlich zusammengekuschelt im Hundebett gelegen. Die zwei Tage haben mir gezeigt, wie schön es für einen heranwachsenden Hund ist, wenn er einen älteren um sich hat. Unabhängig davon war es für Pauli eine wichtige Lektion zu lernen, dass auch mal ein anderer Hund im Haushalt neben ihm wohnt.

Wenn ich diese Zeilen schreibe, ist es schon Mitte Oktober und wir befinden uns noch immer im ungewöhnlich warmen Herbst. Und so machen wir spontan noch einen Wochenendtrip nach Slowenien „Golf & Therme“ – Paulis Premiere auf dem Golfplatz. Sagen wir es so: „Er ist an den Golfbällen sehr interessiert, was mich wiederum nicht so erfreut“. Mehr schreibe ich dazu jetzt nicht …

Besuch bei der Hundemama
Auf dem Heimweg von Slowenien gibt es für Pauli schließlich noch ein Highlight. Wir besuchen seine Hundemama und die Züchterin. In der Familie gibt es mehrere Hunde, mit denen Pauli aufgewachsen ist. Das Wiedersehen ist wunderbar und Pauli ist im Glück. Die Hundemammi ist „auch eine Hündin“, und so muss der freche kleine Mann sogleich seinen Rüssel zu ihrem Hinterteil stecken – was ihm gar nicht bekommt. Erkenntnis: Mammi kann auch anders als lieb. Ab jetzt kein Anschnüffeln, kein Anspringen, nur Atmen. So geht Erziehung auf hündisch. Nach dem kleinen 1×1, wie Hundemann sich bei Hundefrau benimmt, ist wieder alles in Butter und Pauli wieder ihr Baby …

Pauli auf Instagram: http://www.instagram.com/wuffpauli

Pdf zu diesem Artikel: redaktionshund_pauli_1218

 

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