Redaktionshund Pauli … will ins Bett

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Pauli wächst heran und wird langsam vom Welpen zum Junghund. Seine mittlerweile
18 Kilogramm weiß er bereits einzusetzen, wenn er ein Ziel im Kopf hat. Pauli ist fast
immer dabei und erlebt sehr viel. In einem Speiselokal wurden wir bereits „erkannt“ und
eine Frau mit Bullmastiffs rief vom anderen Tisch quer durchs Lokal: „Ist das der WUFF-Pauli?“ Lesen Sie mehr über Paulis Erlebnisse.

Regelmäßige WUFF-Leser werden mitbekommen haben, dass vor einigen Wochen ein neuer Redaktionshund bei WUFF eingezogen ist. Pauli ist mittlerweile 4 Monate alt und alle – seien es Freunde oder WUFF-Mitarbeiter – warten sehnsüchtig, dass sich endlich seine spitzen Milchzähne verabschieden. Vor allem die vier großen Hauer sind wie Nadeln und der mittlerweile 18 Kilogramm schwere „Welpe“ kann mit seiner Kraft noch nicht recht umgehen und hat bereits alle Zweibeiner in seinem Umfeld „angeritzt“. Pauli hat sich gut eingelebt und so tauchen zunehmend interessante Themen auf, wie folgende:

Pauli will ins Bett
Sein Vorgänger Bruno durfte ja im Bett schlafen, was mit seinen zarten 30 Kilogramm schon eine Mulde in der Mitte des Bettes bewirkte. Pauli wird ca. 40 Kilogramm schwer werden und daher habe ich entschieden, dass er nur bedingt ins Bett darf. Bedingt heißt, dass er zwar nächtens neben dem Bett schläft und morgens, wenn er in den Garten muss, danach noch ein bisschen zum morgendlichen Kuscheln ins Bett darf. Das hat er ganz gut verstanden, außer dass er gelegentlich versucht, schon um 3 Uhr in den Garten zu „müssen“, um dann – schwupps – ins Bett zu springen. Aber auch das habe ich ihm abgewöhnt, sodass er frühestens um 5 Uhr hinein darf. Die Bettfrage ist an sich ja ein kontroverses Thema. Jedenfalls genießt Pauli das – und ich auch. Aber das entscheidet ohnehin jeder Hundehalter selbst, wie er die Bettfrage handhabt.

Gassi, Wald und Rehe …
Pauli ist mittlerweile ein richtiger Rabauke mit viel Energie. Sie werden sich sicher noch an die Hitzewelle dieses Sommers erinnern. Auch daran, dass die Gassigänge meist in den frühen Morgen oder späten Abend verlegt wurden. Ich muss mit Pauli aufgrund des großen Grundstückes nicht zwangsweise regelmäßig Gassi gehen, aber ich mache es natürlich so oft wie möglich, damit er Abwechslung hat und viele Situationen kennenlernt. Neulich im Wald – wir üben permanent im Alltag Gehorsam – habe ich gerade ein paar Übungen mit ihm gemacht, kreuzt wie bestellt ein Reh unseren Weg (auf gut 50 Meter Distanz). Pauli sitzt gerade brav vor mir und schaut mich an, blickt kurz zum Reh und dann wieder zu mir. Eine perfekte Lernsituation, die man nicht besser planen könnte.

Den jungen Wilden müde machen
Ich nehme Pauli, wo immer es nur möglich ist, mit, auch wenn es manchmal nervig ist, wenn man in Ruhe mit Freunden essen und plaudern will. Aber das ist eben so, wenn man einen Welpen hat und ihn ordentlich sozialisieren will. Letztens waren wir beim Heurigen und dort gibt es auch einen Pauli. Ein sehr lieber Mischlingsrüde, der immer im Gastgarten herumstreunt. Die zwei Paulis waren sich auf Anhieb sympathisch und haben den ganzen Abend, mit ein paar Pausen, ausgiebig gespielt. Mischlingspauli hat ihn sogar in sein Haus mitgenommen und sie haben gemeinsam aus seiner Wasserschüssel getrunken. Vielleicht eine Freundschaft fürs Leben (der andere Pauli ist kastriert).

Pauli schwimmt
Jedes freie Wochenende im Sommer fahren wir nach Tschechien an einen See zum Campen. Die Region nennt sich „Tschechisch Kanada“, weil die Natur hier wirklich wie in Kanada aussieht. Wunderschöne Wälder, unzählige Seen dazwischen und vor allem sehr freundliche Menschen, durchwegs auch sehr hundefreundlich. Da gibt es keine Beschwerden, wenn Hunde am Strand spielen oder zwischen den Badetüchern durch die Liegewiese laufen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Leute hier sehr „rustikalen und ursprünglichen Typs“ sind. Keine Verbote, sondern ein rücksichtsvolles und hilfsbereites Nebeneinander. So etwas findet man kaum noch. Hier hat Pauli auch seine ersten Plantschversuche unternommen und mittlerweile schwimmt er schon ein wenig.
Üblicherweise hänge ich meinen Hund auf dem Campingplatz immer an einer drei Meter langen Schnur am Wohnwagen an, aber ich lehre ihn auch, unangeleint „beim Rudel“ zu bleiben. Und das kann man hier gut üben, weil es keine Anleinpflicht gibt. Man muss den Hund dann eben permanent im Auge behalten und ihn immer wieder heranrufen, wenn er sich zu weit entfernt, aber Pauli macht das bravourös. Er sitzt am Böschungsrand und beobachtet die vorbeigehenden Menschen und Hunde, wie ein echter Hausmeister – und verlässt aber nicht seinen Aussichtsplatz. Ob ich die Nerven dazu auch noch habe, wenn er einmal groß ist, bezweifle ich. Aber zumindest lernt er es kennen und weiß, dass er sich nicht entfernen darf. Aber die Freiheit, sich unangeleint zu bewegen, bekommt er ohnedies nur, wenn wir abgeschieden stehen oder ganz wenig los ist.

Seit dem Bericht über Pauli im vorigen WUFF hat er sich also gut weiterent­­wickelt, wenngleich seine spitzen ­Milchzähne uns noch gelegentlich ­anritzen. Aber er sollte sie nun bald ­verlieren, vielleicht ja schon bis zur nächsten Ausgabe …

Pdf zu diesem Artikel: redaktionshund_pauli_1018

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