Schluss mit Wölfen: Venetien verzichtet auf Projekt „Life Wolfalps“

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Wölfe werden immer mehr als Störfaktor empfunden

Venedig/Belluno (APA) – Die norditalienische Region Venetien will sich aus dem europäischen Projekt „Life Wolfalps“ zurückziehen. Der Grund: Die Wölfe werden immer mehr als Störfaktor empfunden. Der Schutz der Herdentiere auf den Sommerweiden und die Verträglichkeit mit dem Tourismus werden zunehmend zum Problem.

Noch ist unklar, wie viele Wölfe in der Region leben. Fest steht, dass sie große Schäden anrichten. In der Region hagelt es Klagen von Viehzüchtern, deren Tiere von Wölfen gerissen wurden. Ein Viehzüchter in der Dolomiten-Provinz Belluno beklagte den Tod von zehn Schafen und weitere hundert verletzte Tiere wegen eines Wolfsangriffs. Wölfe überwinden sogar Elektrozäune.

„Der Druck der Wölfe auf den Dolomiten-Hochebenen ist ein Problem. Wir prüfen, welche Maßnahmen wir gegen die Wölfe ergreifen können, die nicht gejagt werden können. Jede Nacht gibt es Angriffe auf Schafe und andere Tiere, die ebenfalls das Recht zu leben haben“, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia. 130.000 Euro hatte die Region bis jetzt in das Projekt „Life Wolfalps“ investiert und dafür auch EU-Gelder erhalten.

In ganz Italien leben schätzungsweise 2.000 Wölfe, allein in der Toskana rund 300. Praktisch alle Wölfe der Alpen stammen aus Italien. Dort lebten im Jahr 1970 nur noch rund 100 Exemplare. Durch Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand aber stark erhöht.

 

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