Schwesternglück: Erkennen sich Hunde aus demselben Wurf wieder?

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Hundehalter sind meist kommunikative Menschen und ihre Hunde meist ebenfalls. Begegnungen von Hunden sind Alltag im Leben eines Hundehalters. Doch die Begegnung, von der nun die Rede sein wird, ist eine besondere. Ein Treffen von zwei ­Mischlingshündinnen aus demselben Wurf, über 300 km von ihrem Geburtsort entfernt und zwei ­Jahre später. Erkennen sich Hunde aus einem gemeinsamen Wurf nach zwei ­Jahren wieder?

22. Mai 2009: Ein ungeplanter Wurf mit acht Golden Retriever/Weißer Schäferhund-Mischlingswelpen erblickte in Ostfriesland das Licht der Welt. Doch so hell war das „Licht“ dann leider nicht, denn die beiden Rüden und sechs Hündinnen wuchsen recht lieblos in reizarmer Umgebung auf.

Brita Günther hörte von dem Wurf – und nahm im Juli eine der ­Hündinnen, Shari, in ihr neues Zuhause, wo auch schon Kater Lucky wartete. „Sie hat alles auf den Kopf gestellt, ein ­Hundekind halt,“ erzählt Brita. Seit damals gab es weder einen weiteren Kontakt zu den ehemaligen Besitzern der Welpen noch zu anderen Welpen­käufern. Was bei Rasse­hunde­züchtern oft selbstverständlich ist, nämlich Welpentreffen, kommt bei Mischlings­hunden leider nur selten zustande.

Unerwartete E-Mail
Shari ist inzwischen zwei Jahre alt und zu einer unbekümmerten, fröhlichen, spielverrückten und hübschen Hündin geworden, die viele menschliche und tierische Freunde hat. An die kleineren und ängstlichen Geschwister von Shari hat ihr Frauchen zwar öfter gedacht, aber natürlich nie daran, jemals eines von ihnen wiederzusehen – bis die E-Mail einer Hunde­halterin aus Essen eintrifft. Diese Hundehalterin mit ihrer Hündin Maya war im Erholungspark Kräwinkel von einer Hunde­freundin, die Shari kannte, angesprochen worden. Maya würde der Hündin von Brita Günther zum Verwechseln ähnlich sehen. Übergabe der Mailadresse – und Mayas Frauchen schrieb Sharis Frauchen …

Tatsächlich, beide Mädels sind am 22. 05. 2009 in Ostfriesland geboren. Die Frauchen und Herrchen konnten es kaum glauben, und aufgeregt wurden Fotos hin und her geschickt. Über 300 km von ihrem Geburtsort entfernt haben sich zwei Schwestern gefunden. Rasch wurde ein Treffen organisiert, die aufgeregten Menschen waren tierisch neugierig, ob sich die zwei Schwestern wohl wiedererkennen würden. Schließlich haben sie sich seit der Abgabe an die neuen Besitzer im Juli 2009 nicht mehr gesehen.

Das Treffen
Shari wartete schon auf der eingezäunten großen Wiese, als Mayas Frauchen mit ihrer Hündin im Auto ankam. An sich sind beide Hündinnen bei einem ersten Kontakt mit fremden Hunden zunächst mal vorsichtig – prinzipiell ja auch kein Fehler. Doch als Maya aus dem Auto gelassen wurde, stürmten Maya und Shari sofort aufeinander zu und „jodelten vor Freude“, so Brita Günther. „Sie spielten und rannten so vertraut, als wenn sie sich jeden Tag gesehen hätten. Es ging dabei richtig rund, und die beiden Schwestern rannten herum, bis ihnen die Zungen quer hingen.“

Zwei glückliche Schwestern
Die Menschen von Shari und Maya sind davon überzeugt, dass sich die beiden Hundeschwestern sofort ­wiedererkannt haben. Ab sofort wird es regelmäßige Kontakte zwischen den beiden geben, denn nicht nur die Hunde haben sich supergut verstanden, auch die Menschen haben die gleiche Wellenlänge. Für sie sind ihre Tiere Lebensmittelpunkt, Lebens­gefährten und Familienmitglieder!
Und vielleicht finden sich ja noch andere Geschwisterchen?

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